101. Jahrestagung der DGKJ in Bremen- Auszeichungen für Kinder- und Jugendmediziner

 

Bremen 29.09.05 - Auf ihrer 101. Jahrestagung in Bremen hat die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) die Leistungen dreier herausragender Kinderärzte gewür­digt. Der mit 10.000 € dotierte Nachwuchspreis der DGKJ, der Adalbert-Czerny-Preis, ging an PD Dr. Christoph Oskar Randak. Der kanadische Kinderrheumatologe Prof. Dr. Ross E. Petty ist zum korrespondierenden Mitglied der DGKJ ernannt worden und der ehemalige DGKJ-Präsident Prof. Dr. Günter Mau erhielt die Ehrenmitgliedschaft. <?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" />

 

<?xml:namespace prefix = v ns = "urn:schemas-microsoft-com:vml" />Mau war von 2000 bis 2002 Präsident der Gesellschaft. Prof. Dr. Erik Harms, amtierender Präsident der DGKJ, bezeichnete Mau als Glücksfall für die Gesellschaft. Zu seinen Leistungen zählt u.a. die Gründung der DGKJ-Geschäftsstelle in Berlin, die er maßgeblich vorangetrieben hat. „Wenn wir heute über eine gut funktionierende Geschäftsstelle, eine viel besuchte Internetprä­senz und gute Kontakte zu Regierungsstellen verfügen, so ver­danken wir dies in erster Linie der raschen Umsetzung dieser Idee durch Günter Mau“, betonte Harms. Während seiner Präsident­schaft hat Mau zudem die fraktionsübergreifende Entschließung des Bundestages zur Kinder- und Jugendmedizin mitgestaltet. Weitere berufspolitische Stationen des neuen Ehrenmitglieds waren die Präsidentschaft der Norddeutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde sowie der Vorsitz der Vereinigung leitender Kinderärzte und Kinderchirurgen Deutschlands (VLKKD). Mau, der seit 1981 Chefarzt der Städtischen Kinderklinik Braunschweig und seit 1995 zugleich Ärztlicher Direktor des Städtischen Klinikums Braunschweig war, ist im vergangenen Jahr in den Ruhestand getreten.   

 

Der kanadische Kinderrheumatologe Prof. Dr. Ross E. Petty ist zum korrespondierenden Mitglied der DGKJ ernannt worden. Tagungspräsident Prof. Dr. Hans-Iko Huppertz sagte, Petty habe eine ganze Generation von pädiatrischen Rheumatologen in Deutschland geprägt – vor allem durch seine „ungemein prakti­sche und patienten- sowie elternzentrierte Art“. Petty war von 1979 bis zu seiner Emeritierung im Frühjahr 2005 an der University of British Columbia in Vancouver tätig. Eine der bedeutendsten therapeutischen Neuerungen, die in den letzten 20 Jahren in der Kinderrheumatologie gemacht wurden, geht ganz wesentlich auf seine Initiative zurück: die intraartikuläre Steroidtherapie. Petty hat zudem die aktuell gültige Klassifikation des kindlichen Rheumas in Zusammenarbeit mit anderen Wissen­schaftlern aktualisiert und gehört zu den Herausgebern des Standardwerkes „Pediatric Rheumatology“.

 

Der Adalbert-Czerny-Preis ging in diesem Jahr an PD Dr. Christoph Oskar Randak für seine Habilitationsschrift „Funktionelle Eigenschaften der zweiten nukleotidbindenden Domäne des ‚cystic fibrosis transmembrance conductance regulators’ (CFTR) und ihre Bedeutung für die Regulation der Chloridkanalaktivität“. Randaks Arbeit könnte die Grundlagen neuer therapeutischer Strategien bei Mukoviszidose sein. Möglicherweise stellt sie die Basis für neue Behandlungswege für die Cystische Fibrose und neue Entwicklungen für die CFTR-Agonisten und Antagonisten dar. Er wurde dafür bereits mit dem Adolf-Winter-Preis der Mukoviszidose e.V. ausgezeichnet. Randak forscht seit 2001 an der University of Iowa (USA). Er befasst sich mit der Diagnose und Therapie von Kindern mit pulmologischen Krankheiten, schwerpunktmäßig mit Mukoviszidose. 

 

Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ) ist mit über 12.700 Mitgliedern die größte wissenschaftli­che Fachgesellschaft der deutschen Kinder- und Jugendärzte. Weitere Informationen zur DGKJ finden Sie unter www.dgkj.de.