Resolution

Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ) ist in Sorge über die derzeitigen Entwicklungs- und Weiterbildungsbedingun­gen des pädiatrischen Nachwuchses. Die ärztliche Tätigkeit hat die größte Bedeutung für die Sicherung der Qualität der medizinischen Versorgung. Ihre Wertschätzung darf deshalb nicht nur von betriebswirtschaftlichen Aspekten abhängen.

 

Die aktuellen Proteste der jungen Ärzte weisen auf tief greifende Struktur­probleme hin. Als ein alarmierendes Signal muss u.a. auch die Abwande­rung besonders qualifizierter Ärzte ins Ausland gewertet werden.

 

Die Gesellschaft unterstützt nachhaltig die Forderung nach einer Entbüro­kratisierung der ärztlichen Tätigkeit. Ärzte müssen ihre Hauptarbeit am Patienten leisten können, hierfür sind sie ausgebildet.

 

Auch deutsche Ärzte müssen eine leistungsgerechte und international vergleichbare Vergütung erhalten.

 

Wir fordern alle Entscheidungsträger auf, die derzeitige Situation kritisch zu analysieren und zukunftsweisende Lösungen zu erarbeiten.

 

Der Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ)

 

Bremen, 29. September 2005