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Presseinformation: Ausblick auf Kinder- und Jugendärztekongress 2011
Berlin, 24. Mai 2011. – Schwerer Start ins Leben: Ein Neugeborenes, das bei der Geburt unter Sauerstoffmangel leidet, profitiert von einer gezielten Unterkühlung. Bei der Hypothermiebehandlung wird die Körpertemperatur für einen Zeitraum von 12 bis 24 Stunden auf 32° - 34° Celsius gesenkt, womit die Chancen auf ein Überleben ohne neurologische Schäden signifikant steigen.
Schutz vor Spätfolgen: Frühgeburten können schwere substanzielle Hirnschädigungen nach sich ziehen, die sich oft erst im Kleinkindalter als kognitive und neurologische Beeinträchtigungen zeigen und dann entsprechend therapiert werden. Die Neuroprotektion setzt bereits am zu frühen Geburtstermin an und zielt mit unterschiedlichen Strategien (z.B. der Gabe von Erythropoietin) auf den Schutz der Hirnfunktionen.
Dies sind nur zwei der zahlreichen Forschungsansätze rund um den Start ins Leben, mit denen Ende September die 4-tägige Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) beginnen wird. Tagungspräsident Prof. Dr. Johannes Otte erwartet vom 22. - 25. September bei dem Wissenschaftskongress in Bielefeld mehr als 2.000 Kinder- und Jugendärzte.
Die Kongressteilnehmer kommen aus Forschungseinrichtungen und Kinderarztpraxen, aus dem öffentlichen Gesundheitsdienst und aus Kliniken und Krankenhäusern. Diese Vielfalt bildet sich im Kongressprogramm ab, erläutert Professor Otte: „Klare inhaltliche Schwerpunkte sind mit gleich mehreren Plenarvorträgen und Symposien die Epilepsieforschung und die Psychosomatik – Themen, die auch hier in unserer Bielefelder Klinik für Kinder- und Jugendmedizin zu den Leistungsschwerpunkten gehören. Der Kongress befasst sich zudem intensiv mit der Transplantationsmedizin und mit modernen Behandlungsverfahren in der Neonatologie. Neben diesen Bereichen der Hochleistungsmedizin gibt es aber noch eine ganze Palette neuester Forschungsergebnisse und –ansätze aus allen Feldern der Kinder- und Jugendmedizin. Bei vielen Themen haben wir versucht, die Zusammenarbeit der Berufsgruppen und deren unterschiedliche Perspektiven aufzunehmen. Unser ärztlicher Alltag ist in der Pädiatrie ohnehin stark geprägt von Kooperationen, ob in interdisziplinären Teams oder der Zusammenarbeit mit den Kindern, der Einbindung ihrer Familien und ihres sozialen Umfelds.“
Da die DGKJ gemeinsam mit den Fachgesellschaften der Kinderchirurgie, der Sozialpädiatrie und Jugendmedizin und der Kinderkrankenpflege tagt, wird die multiprofessionelle Diskussion den Kinder- und Jugendärztekongress auch vor Ort aktiv mitgestalten.
Während das Hauptprogramm aus Vorträgen, Symposien und Workshops bereits seit langem fest steht, treffen bei Kongresspräsident Otte zur Zeit noch weitere Beiträge und Berichte zur aktuellen Forschung in der Pädiatrie ein: Interessierte Wissenschaftler sind aufgerufen, den Kongress als eigene Plattform zu nutzen und ihre aktuellen Forschungsarbeiten und Projekte in Vorträgen oder Posterpräsentationen der Fachwelt vorzustellen. Neuerungen wie ein „Education Day“ (zum Thema Schmerz) und etliche überblickshaft angelegte Veranstaltungen ergänzen das umfassende Fortbildungsangebot.
Das Programm und alle Informationen zur 107. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin finden Sie online unter www.dgkj2011.de
Pressekontakt:
Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ)
Dr. Sybille Lunau, Ref. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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