DGKJ-Jahrestagung 2016

Eine Zusammenstellung von Video-Interviews mit Referenten der DGKJ-Jahrestagung finden Sie hier (Portal "esanum").

Eine Fotodokumentation des Kongresses können Sie hier auf der DGKJ-Seite aufrufen. Bitte kontaktieren Sie uns, falls Sie eines Bilder nutzen möchten.

Pressemeldungen

Einladung zur Pressekonferenz

06.01.2012


Sehr geehrte Damen und Herren, 

liebe Kolleginnen und Kollegen, 

 

wir laden Sie herzlich ein zur gemeinsamen Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) und der Stiftung Topographie des Terrors, auf der wir Ihnen am Dienstag, 17. Januar um 11:00 Uhr im Dokumentationszentrum an der Niederkirchnerstraße in Berlin-Mitte die Ausstellung "Im Gedenken der Kinder. Die Kinderärzte und die Verbrechen an Kindern in der NS-Zeit" vorstellen möchten.  

Ort: Konferenzraum des Dokumentationszentrums Topographie des Terrors. Niederkirchnerstraße 8, 
 10963 Berlin.  

Ihre Gesprächspartner sind PD Dr. Thomas Beddies, Historische Kommission der DGKJ und Kurator der Ausstellung, und Prof. Dr. Andreas Nachama, Geschäftsführender Direktor der Stiftung Topographie des Terrors.   

Vom 18. Januar bis zum 20. Mai 2012 wird diese Gastausstellung der DGKJ im Dokumentationszentrum Topographie des Terrors gezeigt.  

Über siebzig Jahre nach Beginn systematischer Tötungen geistig und körperlich behinderter Menschen 1939/40 wird damit auch an die sog. „Kinder-Euthanasie“ während der Zeit des Nationalsozialismus erinnert. - Auf der Grundlage der nationalsozialistischen Rassenideologie wurden in Deutschland auch an Kindern und Jugendlichen medizinische Verbrechen begangen. Mehr als 10.000 von ihnen fielen bis 1945 den verschiedenen Programmen zur Vernichtung „lebensunwerten Lebens“ zum Opfer. Dies geschah im Alltag, mitten in Deutschland, unter Beteiligung niedergelassener Ärzte und staatlicher Ämter in Krankenhäusern und wissenschaftlichen Instituten. Mehr als 5.000 Kinder und Jugendliche wurden allein in „Kinderfachabteilungen“ – eigens für die Tötung geschaffenen Einrichtungen in Krankenhäusern und Heil- und Pflegestätten – gequält und ermordet. Kinder wurden aber auch Opfer der Gasmordaktion „T4“ und der systematischen „Niederführung“ durch Hungerkost in Anstalten und Heimen, sie wurden für medizinische Experimente missbraucht und ihre Organe nach dem Tod für Forschungszwecke verwendet. Die Ausstellung zeigt, dass es Ärztinnen und Ärzten bei der Tötung kaum um die schmerzlose Beendigung individuellen Leidens ging, sondern entsprechend der NS-Ideologie um die „Befreiung“ des Allgemeinwesens von "Ballastexistenzen", deren Leben nur dann verlängert wurde, wenn sie noch "der Wissenschaft dienen" konnten.

--> Faltblatt und Pressefotos  

Präsentiert werden mehr als 30 großformatige Bild-/Texttafeln sowie Medienstationen mit Original-Sequenzen eines Propagandafilmes und Lesungen aus Briefen von Opfern und Tätern. Eine Vortragsreihe zu medizinhistorischen und ethischen Aspekten vertieft die Ausstellung, zu der auch ein Begleitbuch erscheint.  

Auf dem Pressetermin wird es selbstverständlich Gelegenheit zu einem geführten Ausstellungsrundgang, zu Film- und Fotoaufnahmen sowie zu Detailgesprächen geben.   

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme an dem Pressetermin (und wären für eine Anmeldung dankbar!). Sie sind sehr gern ebenso eingeladen, an der Eröffnungsveranstaltung am 17. Januar um 20.00 Uhr teilzunehmen. Nähere Angaben dazu finden Sie im Einladungsflyer.     

Pressekontakt:
Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ) 
Dr. Sybille Lunau, Ref. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 
Chausseestr. 128/129 | 10115 Berlin 
Tel. +49 30 3087779-14 | Fax +49 30 3087779-99 
presse(at)dgkj.de  | www.dgkj.de 

 

Vortragsreihe zur Ausstellung „Im Gedenken der Kinder“

(Ort: Dokumentationszentrum Topographie des Terrors – Auditorium)

  • Dienstag, 31. Januar 2012, 19 Uhr

Prof. Dr. Michael von Cranach (München): NS-Medizinverbrechen an Kindern –  Das Beispiel Bayern (Moderation: Uwe Neumärker)

  •  Dienstag, 13. März 2012, 19 Uhr

Prof. Dr. Volker Roelcke (Gießen): Medizin im Nationalsozialismus - Forschungsstand und Fragestellungen (Moderation: Volker Hess)

  •  Dienstag, 17. April 2012, 19 Uhr

Prof. Dr. Wolfgang U. Eckart (Heidelberg):  Medizin im Nationalsozialismus - Erinnerung und Verantwortung (Moderation: Petra Fuchs)

  • Dienstag, 8. Mai 2012, 19 Uhr

Prof. Dr. Jeanne Nicklas-Faust (Berlin): Das historische Argument in der aktuellen Ethik-Debatte (Moderation: Thomas Beddies) 

 

„Im Gedenken der Kinder. Die Kinderärzte und die Verbrechen an Kindern in der NS-Zeit“. 

18. Jan. bis 20. Mai 2012

STIFTUNG TOPOGRAPHIE DES TERRORS

Niederkirchnerstraße 8; 10963 Berlin

Tel. 030 254509-0; info(at)topographie.dewww.topographie.de

Öffnungszeiten: täglich 10 - 20 Uhr. 

Eintritt frei. 

Die Ausstellung ist für Rollstuhlfahrer barrierefrei.

Gruppenführungen sind nach Voranmeldung möglich.  

 

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