Terminvorschau 2012

  • 18. Januar - 20. Mai: Ausstellung im Berliner Dokumentationszentrum Topographie des Terrors mit Vorträgen, Führungen und Diskussionen
  • 13. September: Eröffnungs-Pressekonferenz zur Jahrestagung in Hamburg
  • 13. - 16. September: DGKJ-Jahrestagung / Woche der Kinder- und Jugendmedizin in Hamburg

Pressemeldungen

Presseeinladung: Im Gedenken der Kinder.

02.09.2010

Sehr geehrte Damen und Herren,

vom 16. – 19. September werden in Potsdam mehr als 3.000 Kinder- und Jugendärzte erwartet, die sich auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) über neueste Forschungsergebnisse und Therapieansätze ihres Fachs austauschen.

Am 18. September wird der Wissenschaftskongress für eine öffentliche Gedenkveranstaltung unter­brochen:  Teilnehmer und Gäste werden der Kinder gedenken, die Opfer der Medizinverbrechen der NS-Zeit wurden.

70 Jahre ist es her, dass die so genannte „Kinder-Euthanasie“ des Dritten Reichs einsetzte. Mehr als 5.000 Kinder und Jugendliche wurden allein in den „Kinderfachabteilungen“ gequält und ermordet. Kinder wurden Opfer der Gasmordaktion „T4“ und der systematischen „Niederführung“ durch Hungerkost in Anstalten, Heimen und Krankenhäusern. Kinder wurden für medizinische Experimente benutzt und ihre Organe nach dem Tod für Forschungszwecke verwendet. Diese medizinischen Verbrechen der NS-Zeit  wurden auch von Kinderärzten begangen.

Wir möchten Sie einladen, gemeinsam mit Kongressteilnehmern und Gästen aus  Wissenschaft, Poli­tik und Kultur an der Gedenkstunde

am Samstag, 18. September, 11:00 - 12:00 Uhr:

"Im Gedenken der Kinder.  Kinderärzte und die Verbrechen an Kindern in der NS-Zeit"

in der Caligari-Halle, Filmpark Babelsberg in Potsdam,

teilzunehmen.

 

Ein Vortrag des Historikers Prof. Dr. Hans-Walter Schmuhl wird die Rolle der Kinderheilkunde bei den NS-Medizinverbrechen darstellen.

Die Schauspielerin Nadja Uhl wird aus der Korrespondenz zwischen den Eltern der Opfer und den Ärzten und Mitarbeitern der Krankenanstalten lesen. Diese persönlichen Schreiben sind bedrückende Zeugnisse der „Euthanasie“ und Menschenversuche  an Kindern im Nationalsozialismus.

Der Präsident der  Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin  (DGKJ), Prof. Dr. Fred Zepp, trägt die Selbstverpflichtung der Fachgesellschaft  zur kritischen Aufarbeitung der eigenen  Geschichte  und zur Erinnerung an die Opfer  vor.

Musikalische Rahmung: Deutsches Kinderärzteorchester.

 

Bitte informieren Sie uns über Ihr Kommen. 

Sehr gern bereiten wir Ihnen auch die Akkreditierung für den gesamten Kongress vor.

Pressekontakt:

Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ)
Dr. Sybille Lunau | Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Chausseestr. 128/129 | 10115 Berlin
Tel.: +49 30 3087779-14 | Fax: +49 30 3087779-99
www.dgkj.de | presse(at)dgkj.de

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