Presseinfo: Preisverleihungen auf der DGKJ-Jahrestagung

Prof. Mayatepek und Dr. Knierim
Prof. Mayatepek und Dr. Schneider (rechts)

Mit 3.000 Teilnehmern übertraf der Kongress für Kinder- und Jugendmedizin 2016 die Erwartungen der Veranstalter: Die Tagung im Hamburger CCH bot vom 14. – 17. September mit 172 Sitzungen, darunter 46 Workshops, mit über 300 eingereichten Postern und mit über 450 Referenten ein vielfältiges wissenschaftliches Programm mit zahlreichen Möglichkeiten zum Diskurs. Im Rahmen der 112. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) wurden zudem Auszeichnungen für pädiatrische Arbeiten verliehen sowie herausragende Posterpräsentationen prämiert.

Adalbert-Czerny-Preis

DGKJ-Präsident Prof. Dr. Ertan Mayatepek überreichte den Adalbert-Czerny-Preis der DGKJ, mit dem besondere wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendmedizin und ihrer Grenzgebiete ausgezeichnet werden, an Dr. Ellen Knierim aus Berlin.

Frau Knierim  studierte in Berlin und Stellenbosch, Südafrika. Ihre Facharzt-Weiterbildung erhielt sie am DRK-Klinikum Berlin-Westend und an der Charité Berlin. Dr. Knierim ist als Oberärztin an der Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Neurologie der Charité-Universitätsmedizin tätig. Sie befand sich 2014/15 im Habilitationsprogramm „Rahel Hirsch“ der Charité.

Frau Knierim bewarb sich bei der DGKJ-Jury mit einer 2016 im American Journal of Human Genetics erfolgten Publikation „Mutations in Subunits of Activating Signal Cointegrator 1 Complex Are Associated with Prenatal Spinal Muscular Atrophy and Congenital Bone Fraktures“. Darin klärt sie eine seltene neuromuskuläre Erkrankung in einer umfassenden experimentellen Analyse auf.

Die Preisrichter werteten ihre Arbeit hinsichtlich ihrer wissenschaftlichen Substanz, ihrer Methodik und der Relevanz der Ergebnisse als „absolut hervorragend“, darüber hinaus herausragend „hinsichtlich ihrer Originalität und des innovativen Konzepts der zugrunde liegenden komplexen experimentellen Untersuchungen und der darüber gewonnenen grundsätzlich neuen Erkenntnisse zu Krankheitsmechanismen“.

Ausgezeichnete Promotion: Dr. Florian Schneider

Der Selma-Meyer-Dissertationspreis der DGKJ ging an Dr. Florian Schneider aus Münster für seine Arbeit “Comparison of enzymatic digestion and mechanical dissociation of human testicular tissues with regard to their effect on the germ cell population”.

Florian Schneider studierte an der Universität Witten/Herdecke und schrieb seine Dissertation am Centrum für Reproduktionsmedizin und Andrologie (CeRA) der Universitätsklinik Münster. Am dortigen Franziskus Hospital ist er seit April dieses Jahres in der pädiatrischen Weiterbildung tätig.

Der mit 2.500 Euro dotierte Dissertationspreis der DGKJ trägt den Namen der jüdischen Kinderärztin Selma Meyer, die 1927 als erste Frau zur außerordentlichen Professorin für Kinderheilkunde ernannt worden war.

Posterpreise

2016 wurden mit 300 außerordentlich viele Beiträge eingereicht, die dann auf „Poster-Walks“ von ihren Verfassern präsentiert wurden. Aus den Präsentationen wurden ausgewählt:

Platz 1: Dr. Victoria Tüngler über: „Familiärer Chilblain Lupus durch eine aktivierende Mutation in STING“;

Platz 2: Dr. Cornelia Zeidler über: „Genetische Untergruppen der schweren angeborenen Neutropenien – Klinik und Langzeitprognose“;

Platz 3: Dr. Nicole Schroeder über: „Kaverne bei einem 14-jährigen Mädchen: Tuberkulose, na klar?!“.

 

Pressekontakt:

Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ)
Dr. Sybille Lunau
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