DGKJ-Jahrestagung 2016

Eine Zusammenstellung von Video-Interviews mit Referenten der DGKJ-Jahrestagung finden Sie hier (Portal "esanum").

Eine Fotodokumentation des Kongresses können Sie hier auf der DGKJ-Seite aufrufen. Bitte kontaktieren Sie uns, falls Sie eines Bilder nutzen möchten.

Pressemeldungen

Presseinfo: Immunsuppression

16.06.2015

Das durch Medikamente erzielte Unterdrücken oder gar Ausschalten der körpereigenen Abwehr hat viele Behandlungsstrategien in der Kinder- und Jugendmedizin der letzten Jahre grundlegend verändert. Krebs, Rheuma, Morbus Crohn, Organtransplantationen - durch Immunsuppressiva konnten bereits bei vielen schweren Erkrankungen große Therapieerfolge erzielt werden. Grund genug,  das Thema „Immunsuppression“ zu einem Schwerpunkt des diesjährigen Kinder- und Jugendärztekongresses zu machen.

„Der Einsatz von Immunsuppressiva in der Kinder- und Jugendmedizin ist mittlerweile etabliert, hierdurch haben sich insbesondere in der Kinderonkologie oder bei Autoimmunerkrankungen große Chancen für erkrankte Kinder und Jugendliche aufgetan“, erläutert Prof. Dr. Klaus-Peter Zimmer, Tagungspräsident des Kinder- und Jugendärztekongresses 2015, die Entscheidung für dieses Kongressthema und ergänzt: „Es gibt viele neue und auch teure Immunsuppressiva, bei denen eine gute Arzneimittelsicherheit nur durch sorgfältige klinische Studien für die zu versorgende Altersgruppe erreicht werden kann“.

Chemotherapie oder Stammzelltherapie eröffnen dem Kind dann meist sehr gute Perspektiven auf  Linderung oder Heilung, bringen aber auch ein erhöhtes Infektionsrisiko mit sich. Der Einsatz von immunsupprimierenden Medikamenten fährt nicht nur die überstimulierte Abwehrreaktion gegenüber den therapeutischen Substanzen herunter, sondern das gesamte Schutzsystem. Im Blick der Mediziner steht deshalb der Schutz des Patienten etwa vor Viren, vor bakteriellen und Pilz-Infektionen, vor Störungen der Wundheilung oder vor dem Wiederaufflammen einer überstandenen Tuberkuloseerkrankung. Während der jüngsten Masernwelle appellierten Kinder- und Jugendärzte auch deswegen immer wieder an das Verantwortungsbewusstsein der Gesellschaft, da immunsupprimierte Kinder zu den wenigen Menschen gehören, die nicht geimpft werden können und daher auf einen Herdenschutz angewiesen sind.

Prof. Zimmer: „Immunsuppression setzt eine sorgfältige Risiko-Nutzenabwägung voraus. Wenn genügend Vorlauf ist, sorgen wir vor Einleitung einer immunsupprimierenden Therapie für einen kompletten Impfschutz der Patienten. Ziel ist ja, wie in allen Bereichen der Pädiatrie, nicht das `Leben unter der Glasglocke´, sondern auch unter der Therapie ein möglichst freies Leben für das kranke Kind.“

 

 

Hinweis für die Redaktionen

Vom 2. – 5. September treffen im Internationalen Kongress Center München um die 2.000 Ärztinnen und Ärzte zur Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) zusammen. Zu den Schwerpunkten der Tagung zählt neben der „Immunsuppression“ auch die „Ernährung“ sowie „Multiresistente Keime“. Das Programm finden Sie unter www.dgkj2015.de. Gemeinsam mit der wissenschaftlichen Fachgesellschaft der Kinder- und Jugendmedizin in Deutschland tagen auch die Gesellschaft für Kinderchirurgie, die Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin sowie der Berufsverband Kinderkrankenpflege.

Die Eröffnungs-Pressekonferenz findet am 1. September im Presseclub München am Marienplatz statt. Informationen und Akkreditierungen über presse(at)dgkj.de.

 

Pressekontakt:
Dr. Sybille Lunau - Ref. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit –
Chausseestr. 128/129 | 10115 Berlin
Tel. +49 30 3087779-14
presse(at)dgkj.de

 

 

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