DGKJ-Jahrestagung 2016

Eine Zusammenstellung von Video-Interviews mit Referenten der DGKJ-Jahrestagung finden Sie hier (Portal "esanum").

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Pressemeldungen

Gute Heilungschancen für krebskranke Kinder

02.02.2010

Presseinfo der DGKJ in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH)

Kinder mit Krebs haben heute eine Heilungschance von 80%, bei der akuten lymphatischen Leukämie haben sich die Heilungschancen seit den siebziger Jahren sogar von 30% auf fast 90% verbessert. Mit Blick auf den Weltkrebstag am 4. Februar kann die Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH) damit eine durchweg positive Entwicklung in der Behandlung krebskranker Kinder und Jugendlicher vermelden.  

Wesentlich für den Erfolg ist die Kompetenz der Kinderonkologie, die in maßgeschneiderten Behandlungskonzepten in der Regel Chemotherapie, Strahlentherapie und Operation individuell kombinieren. Prof. Dr. Ursula Creutzig, Geschäftsführerin der GPOH, erläutert die beeindruckende Entwicklung in der Krebstherapie mit einem intensiven Wissenstransfer: „Fast alle an Krebs erkrankten Kinder in Deutschland wurden in landesweite oder europaweite Studien aufgenommen: Hierdurch konnte die Therapie durch Intensivierung oder Optimierung von Studienperiode zu Studienperiode stufenweise verbessert werden. Inzwischen wird die Behandlung der meisten Krebserkrankungen im Kindesalter, angepasst an das jeweilige Rückfallrisiko, in europäischer Zusammenarbeit weiterentwickelt.“

Der Weltkrebstag lenkt den Blick auf die Aussichten krebskranker Kinder und Jugendlicher weltweit, denn die genannten Erfolgszahlen beziehen sich auf die westlichen Länder. Organisationen wie die Internationale Gesellschaft für Kinderonkologie (SIOP) arbeiten darauf hin, über einen weltweiten wissenschaftlichen Erfahrungsaustausch auch betroffene Kinder aus ärmeren Ländern an diesen Behandlungserfolgen teilhaben zu lassen.

Ursula Creutzig zu den weiteren Zielen der Krebstherapie: “In Zukunft geht es nicht nur darum, die Heilungsraten weiter zu steigern, sondern auch die Spätfolgen der Behandlung zu minimieren. Außerdem sind innovative Behandlungsstrategien für alle kindlichen Krebserkrankungen erforderlich, um die Behandlungsergebnisse insbesondere bei fortgeschrittenen Krankheitsstadien weiter zu verbessern.“

Im Wesentlichen zeichnen sich drei unterschiedliche Forschungsansätze als neue Wege in der Krebstherapie ab:

  1. Das molekulare Targeting: kleine chemische Verbindungen greifen gezielt in den Stoffwechsel von Leukämie- und Tumorzellen ein und bewirken dadurch z.B. ein Absterben der Tumorzellen
  2. Die Immuntherapie: Leukämie- oder Tumorzellen werden so verändert, dass sie vom körpereigenen Immunsystem abgetötet werden und
  3. Die anti-angiogene Therapie: die Versorgung des Tumors mit Blutgefäßen wird gestört und der Tumor auf diese Weise „ausgehungert“.

Parallel dazu sind viele Forschungsprojekte entstanden, die sich z.B. mit den Ursachen der Leukämie- bzw. Tumorentstehung beschäftigen oder sich um verbesserte Diagnostik (z.B. beim Hodgkin Lymphom) bemühen.

Umfassende Informationen auch für Patienten und ihre Familien sind abrufbar auf www.kinderkrebsinfo.de, einem von der GPOH initiierten Internetangebot.


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Pressekontakt:

Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ)
Dr. Sybille Lunau
- Ref. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit -
Chausseestr. 128/129 | 10115 Berlin
Tel. +49 30 3087779-14 | Fax: +49 30 3087779-99

Die Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH) ist Mitglied im Konvent für fachliche Zusammenarbeit der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ), der wissenschaftlichen Fachgesellschaft der gesamten Pädiatrie in Deutschland. 

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