DGKJ-Jahrestagung 2016

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Pressemeldungen

Presseinfo: Krankenhausreform - Kinderkliniken fordern Unterstützung

27.05.2014


Plakat zur Aktion

In dieser Woche traf die neu gegründete Bund-Länder-Arbeitsgruppe Krankenhausreform erstmals zusammen. Die Deutsche Gesellschaft der Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) und die Gesellschaft der Kinderkrankenhäuser und –abteilungen in Deutschland (GKinD) weisen angesichts der anstehenden Beratungen über die Krankenhausstruktur auf die Misere in der stationären Versorgung der jüngsten Patienten hin, die dringend eine gesundheitspolitische Lösung braucht.

„Die Koalitionsvereinbarung hatte Patienten und Qualität der medizinischen Versorgung ins Zentrum der Gesundheitspolitik gestellt – die dramatische finanzielle Situation vieler Kinderkliniken drängt sich hier als politische Aufgabe geradezu auf“, betont DGKJ-Präsident Prof. Dr. Norbert Wagner die Dringlichkeit der Lage.

Während im Zeitraum von 1991 – 2012 nahezu jede 5. Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin geschlossen wurde (von  440 auf 364 Einrichtungen deutschlandweit), blieb der Versorgungsbedarf durch kranke Kinder und Jugendliche konstant: 1991 wurden 1.013.857 Fälle verzeichnet, 2012 betrug die Fallzahl 1.084.858.*

Jochen Scheel, Geschäftsführer der GKinD, erläutert: „Kinderkliniken können aufgrund ihrer besonderen Patienten wenig Leistungen planen, müssen dafür aber viele akute Fälle (80%) und insgesamt sehr viel höhere Vorhaltekosten als in der Erwachsenenmedizin bewältigen. Das belastet viele Kinderkliniken so sehr, dass ihr Fortbestand in Frage gestellt ist.“

Seit Wochen machen Verbände und Initiativen aus der Kinder- und Jugendmedizin mit der Informationskampagne „Rettet die Kinderstation“ auf die dramatische finanzielle Situation vieler Kinderkliniken aufmerksam (www.rettet-die-kinderstation.de).

Eine zentrale Forderung des Aktionsbündnisses ist die Anpassung des bestehenden Krankenhausentgeltgesetzes: Ein eigener Sicherstellungszuschlag für Kinderstationen zur Finanzierung der höheren Vorhaltekosten (Versorgungszuschlag Kindergesundheit) würde wesentlich zur Stabilisierung der Krankenhausversorgung von Kindern und Jugendlichen beitragen.

 

* Zahlen: GKinD / destatis

 

www.rettet-die-kinderstation.de

 

Pressekontakt:

Jochen Scheel, Gesellschaft der Kinderkrankenhäuser und –abteilungen in Deutschland (GKinD)
Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ)
Dr. Sybille Lunau | Ref. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Chausseestr. 128/129 | 10115 Berlin Tel.: 030/3087779-14 | presse@dgkj.de

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