Pressemeldungen

Presseinfo: "Neue Kinderkrankheiten"

06.09.2011

Psychosomatik in der Kinder- und Jugendmedizin

In fast allen Bundesländern hat die Schule wieder begonnen – für manche Kinder mehr als nur ein Ende der langen Ferien: Die Psychosomatik-Teams der Kinderkliniken werden sich jetzt wieder vermehrt mit Beschwerden wie Bauch- oder Kopfschmerzen, Übelkeit oder Schwindel beschäftigen, die mit Schulangst im Zusammenhang stehen können.

Ob Schulphobie, Schlafstörungen, Ess-Störungen oder Gewaltausbrüche – der Kinder- und Jugendärztekongress 2011 hat diesen Komplex der psychosomatischen Erkrankungen zu einem seiner Schwerpunkte gemacht. Prof. Dr. Johannes Otte wird vom 22. -25. September mehr als 2.000 Mediziner zur Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) in Bielefeld begrüßen, und allein mehr als 30 Referenten werden ihre Sicht auf die „neuen Kinderkrankheiten“ zur Diskussion stellen. Der Anstieg der psychischen Auffälligkeiten wird schon länger konstatiert: Die KIGGS-Studie gibt an, dass mittlerweile jedes 7. Kind zwischen 3 und 17 Jahren in Deutschland psychisch auffällig ist.

Fast immer ist es der vertraute Kinder- und Jugendarzt, der als erster mit den „rätselhaften Schmerzen“ oder mit dem „auffälligen Verhalten“ des Kindes konfrontiert wird. An ihm liegt es, die richtigen Fragen zu stellen, um eventuelle Zusammenhänge der Beschwerden mit Ängsten, Krisen und seelischen Problemen des Kindes zu erkennen. Für die verlässliche Diagnose verfügt die interdisziplinäre Psychosomatische Medizin über ein breites Instrumentarium, das auf dem dreitägigen DGKJ-Kongress intensiv erörtert werden wird.

„Die Psychosomatische Medizin muss eventuelle organische Ursachen sicher – und meist sehr aufwändig – ausschließen, um dem Kind oder Jugendlichen eine individuelle Therapie anbieten zu können“, erläutert Johannes Otte. „Bis die Kinder und ihre Familien so weit gekommen sind, sind häufig schon Monate vergangen, in denen die Beschwerden des Kindes normale Aktivitäten wie z. B. den Schulbesuch nur noch sporadisch zulassen. Den Wunsch, endlich wieder zu `funktionieren´, haben häufig nicht nur die Eltern, sondern auch die Betroffenen selbst“, erläutert Prof. Dr. Johannes Otte von der Bielefelder Kinderklinik.

Johannes Otte hat neben pädiatrischen Fachleuten auch die Experten Klaus Hurrelmann und Christian Pfeiffer eingeladen, deren Ausführungen zu psychosozialen Gesundheitsfaktoren oder über Gewaltausbrüche von Jugendlichen auf der DGKJ-Jahrestagung deutlich machen werden, wie sehr die Kinder- und Jugendmedizin die Lebenswelt ihrer Patienten in Diagnostik und Therapie einbeziehen muss.

Das Programm und alle Informationen zur 107. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) sind online unter www.dgkj2011.de abrufbar.

 

Hinweis für die Redaktionen:

 

Zur Eröffnung des Kongresses bietet die DGKJ am 22. September um 13:30 Uhr ein Pressegespräch mit Experten der Kindergesundheit an (Stadthalle Bielefeld). Die bisher erschienenen  Presseinformationen zur DGKJ-Jahrestagung sind in der Presse-Rubrik der Homepage www.dgkj.de veröffentlicht. Gern bereiten wir auch Ihre Akkreditierung für die DGKJ-Jahrestagung 2011 vor!

Weitere Pressemeldungen zur DGKJ-Jahrestagung 2011:

Presseeinladung zum Kinder- und Jugendärztekongress

Presseinfo: Neue Wege der Epilepsiebehandlung bei Kindern

Presseinfo: Ausblick auf den Kinder- und Jugendärztekongress

 

Pressekontakt:
Prof. Dr. Johannes Otte
über
Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ)
Dr. Sybille Lunau, Ref. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Chausseestr. 128/129 | 10115 Berlin
Tel. +49 30 3087779-14 | Fax +49 30 3087779-99
presse(at)dgkj.de  | www.dgkj.de

zurück zur Liste