Meldungsarchiv

Aufruf der KASK

10.11.2009

Liebe DGKJ-Mitglieder,

In den kommenden Wochen und Monaten ist mit einer erheblich verstärkten Krankheitsaktivität durch die saisonale Influenza und die Neue Influenza A/H1N1v ("Schweinegrippe") auch bei Kindern und Jugendlichen zu rechnen. Die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin empfiehlt gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie und der DGKJ-Fachkommission KASK einen sehr zurückhaltenden Einsatz von Neuraminidasehemmstoffen sowohl bei der saisonalen als auch bei der Neuen Influenza; dies gilt insbesondere für den Einsatz von Oseltamivir (Tamiflu) bei Früh- und Neugeborenen sowie jungen Säuglingen (< 6 Lebensmonate), da in dieser Altersgruppe keine ausreichenden Daten zur Dosierung, Verträglichkeit und damit zur Arzneimittelsicherheit vorliegen.

Die KASK ruft in diesem Zusammenhang die Deutsche Ärzteschaft und insbesondere die Kinder- und Jugendärzte mit allem Nachdruck auf, sich an der Pharmakovigilanz zu beteiligen und die Therapie mit Neuraminidasehemmstoffen bei Kindern und Jugendlichen sehr sorgfältig zu überwachen und bereits jeglichen Verdacht auf unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) an das BfArM bzw. PEI  https://humanweb.pei.de oder die Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft zu melden www.akdae.de.

Die KASK wird sich als zuständige Kommission der DGKJ um eine kontinuierliche, zeitnahe Evaluation der Meldungen bemühen und daraus resultierende Hinweise zur Arzneimittelsicherheit in geeigneter Weise veröffentlichen.

Prof. Dr. H. Seyberth, Prof. Dr. R. Berner

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