Meldungsarchiv

Festrede zur Eröffnung

23.09.2011

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Clausen,

verehrter Herr Pastor Pohl,

meine sehr geehrten Damen und Herren,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

lieber Johannes,

 

ich begrüße Sie alle herzlich zur 107. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, die in diesem Jahr von Herrn Kollegen Otte und seinen Mitarbei­tern/innen aus der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin in Bielefeld ausgerichtet wird.

 

Auch in diesem Jahr veranstalten wir die Tagung gemein­sam mit der Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin, der Gesellschaft für Kinderchirurgie und dem Berufs­verband Kinder­krankenpflege. Mit großer Freude begrüße ich daher Frau Zoller, Frau Leubold, Herrn Prof. Tröbs und Herrn Dr. Böhm und natürlich auch die Präsidenten der mitveranstaltenden Gesellschaften und Verbände.

 

Unserer Tradition folgend werde ich Ihnen auch in diesem Jahr wichtige Ereignisse und Entwicklungen, die unsere Gesellschaft in den vergangenen 12 Monaten bewegt haben, berichten. Ich beginne mit dem Dank an Herrn Kollegen Radtke und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die erfolgreiche Betreuung der letztjährigen Jahres­tagung in Potsdam.

 

Der Blick auf die unverändert wachsende Mitgliederzahl bestätigt uns, die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin ist mit derzeit 14 766 Mitgliedern (2010: 14.518), der mitglieder­stärkste Dachverband aller pädiatrischen Sub- und Teildisziplinen in Deutschland. Etwa die Hälfte unserer Mitglieder ist in der ambulanten Versorgung, die andere Hälfte im stationären Sektor tätig.

 

Auch im zurückliegenden Jahr erfolgte die Arbeit der Gesellschaft in engem Kontakt und in steter Abstimmung mit der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin, dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte und der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin. Im Namen der DGKJ danke ich Herrn Prof. Nentwich, Herrn Dr. Hartmann und Herrn Prof. Straßburg an dieser Stelle für die gute, konstruktive Zusammenarbeit.

 

Seit der Jahrestagung in Potsdam ist uns der Tod von 80 Mitgliedern unserer Gesellschaft bekannt geworden. Unter den Verstorbenen finden sich Kolleginnen und Kollegen, die sich um unsere Gesellschaft und die Kinder- und Jugendmedizin beson­ders verdient gemacht haben. Stellvertretend für alle möchte ich einige Persönlichkeiten würdigen:

 

Im Alter von nur 65 Jahren verstarb Dr. Armin Wessel. Er war seit 2003 Leiter der Klinik für Pädiatrische Kardiologie und Pädiatrische Intensivmedizin der Medizinischen Hoch­schule Hannover. Neben seinem Ruf als exzellenter Kinderkardiologe war er als ein herausra­gender Experte für das Williams-Beuren-Syndrom geschätzt.

 

Mit Dr. Wilhelm Künzer, der im Alter von 91 Jahren verstarb, verliert unserer Gesellschaft einen Pionier der pädiatrischen Hämatologie. Über 26 Jahre war er als Leiter der Kinderklinik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg tätig. Sein besonderes Interesse galt der Hämosta­seologie. Wegweisende Erkenntnisse zur Blutgerinnung bei Neugeborenen, der Wirkungsweise von Vitamin K und der Pathogenese der Verbrauchskoagulopathie verbin­den sich mit seinem Namen.

 

Im hohen Alter von 96 Jahre ist unser Ehrenmitglied Dr. Klaus Betke gestorben. Sein unermüdlicher Einsatz für die Belange der Kinder- und Jugendmedizin haben unser Fach nachhaltig geprägt. Zunächst als Direktor der Universitätskinderklinik nach Tübingen berufen, übernahm er 1967 die Leitung der Kinderklinik der Ludwig Maximilian Universität in München. Dank schuldet ihm die Pädiatrie für sein Engage­ment speziell in der Pädiatrischen Hämatologie. In seiner Habilitationsschrift befasste er sich mit dem Hämoglobin des Feten und Neugeborenen, heute allen bekannt als fetales Hämoglobin. Weltweite Anerkennung fand seine Forschung zur Klärung theoreti­scher und praktischer Fragen im Zusammenhang mit Blutgruppenunverträglichkeiten in der Schwangerschaft.

 

Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin verliert mit ihnen Menschen, die sich in vorbildlicher Weise und menschlicher Zuwendung Ihrer Aufgabe als Arzt oder Ärztin für Kinder und deren Familien gewidmet haben. Der heutige Tag sei Anlass, sich ihrer mit größter Anerkennung und herzlichem Dank zu erinnern. Alle unsere verstorbenen Mitglieder wird die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin in ehrendem Angedenken halten. Ich darf Sie bitten, sich zum Gedenken an unsere verstor­benen Mitglieder zu erheben.

 

Meine Damen und Herren, Sie haben sich zu Ehren unsere verstorbenen Mitglieder erho­ben. Ich danke Ihnen.

 

Bevor ich auf aktuelle Aktivitäten des Vorstandes und der Gesellschaft eingehe ist es für mich ein besonderes Anliegen die engagierte Tätigkeit unserer Mitarbeiterinnen in der Geschäftsstelle in Berlin hervorzuheben. Wie es sich für einen Verband mit wachsender gesellschaftlicher Bedeutung gehört, haben Organisationsaufgaben, Mitgliederverwaltung, Öffentlichkeitsarbeit und gesundheitspolitisches Engagement im Vorstand und der Geschäftsführung erheblich zugenommen. Die unmittelbare Nähe der Geschäftsstelle zu den Bundesgesundheitsministerien in Berlin hat sich dabei als außerordentlich vorteilhaft erweisen, auch um den aktiven Austausch mit Gesundheitspolitik und Behörden zu intensi­vieren. Die DGKJ wird heute als kompetenter Partner in medizinisch-wissenschaftlichen Frage­stellungen wahrgenommen. So erachte ich unsere Einbindung in die Diskussion um anstehende gesundheitspolitische Entscheidungen, sei es bei der Planung von Betreuungs­konzepten für Menschen mit seltenen Erkrankungen oder der Ausgestaltung des Versorgungsstrukturgesetzes, als wichtigen Erfolg in unserem Engagement für die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Auch wenn berufspolitische Themen nicht die primäre Aufgabe der DGKJ sind, steht es unausweichlich in unserer Verantwortung im Schulterschluss mit der DAKJ die Weiterentwicklung einer modernen Pädiatrie gesamtgesellschaftlich zu vermitteln.

 

Mein besonderer Dank geht daher heute an die Mitarbeiterinnen unserer Geschäftsstelle, an Fr. Dr. Olbrisch und Fr. Dr. Noleppa in der Geschäftsführung, Fr. Dr. Lunau in der Pressestelle, Fr. Kühne in unserem Sekretariat und Fr. Kohlos in der Mitglieder-Verwaltung für ihren unermüdlichen Einsatz, ihre Loyalität, die stets offene, freundliche Art mit der sie unserer Interessen vertreten und das hohe persönliche Engagement.

 

Danken will ich auch den mehr als 80 ehrenamtlich tätigen Mitgliedern in Gremien und Kommissionen, sie alle tragen mit Ihrem Einsatz und Ihrer Fachkompetenz zum Erfolg unserer Arbeit bei und geben durch ihr Engagement unserer Gesellschaft Inhalt und Leben.

 

Ein für unsere Gesellschaft bedeutsames, mich persönlich tief berührendes Ereignis war die Gedenkveranstaltung "Im Gedenken der Kinder. Die Kinderärzte und die Verbrechen an Kindern in der NS-Zeit" auf unserer letzten Tagung in Potsdam. Gemeinsam mit der historischen Kommission hat die DGKJ Bemerkenswertes geleistet, indem sie sich mit großer Sorgfalt und Ernst­haftigkeit ihrer Vergangenheit gestellt hat. National und international ist dieser Akt der bewussten, kritischen Auseinandersetzung mit der Vergangenheit der deutschen Pädiatrie gewürdigt worden. Die große Aufmerksamkeit, die die Weiterführung der Ausstellung „Im Gedenken der Kinder“ im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam, und wie ich hoffe in Zukunft noch an vielen anderen Orten, erfahren hat, zeugt von der hohen Anerkennung dieser Arbeit. Ich möchte den Mitgliedern der historischen Kommission, den Herren Seidler, Pelz und Beddies nochmals aus ganzen Herzen dafür danken, dass Sie dies alles für uns möglich gemacht haben.

 

Das zweimal im Jahr stattfindende DGKJ-Repetitorium Pädiatrie hat sich als exzellente Vorbereitung auf die Facharztprüfung gut etabliert. Im März dieses Jahres fand das Repetitorium an der Universitätsklinik Ulm unter Leitung von Herrn Kollegen Wabitsch statt. Allen Beteiligten sei Dank für die erfolgreiche Durchführung und die hohe Qualität der Beiträge und Seminare. Ein weiteres Repetitorium wird vom 21.bis zum 23. Oktober dieses Jahres in Münster stattfinden. Dazu wünsche ich unseren Kollegen Omran und Däbritz in der weiteren Vorbereitung und Durchführung viel Erfolg.

 

Ebenfalls im Frühjahr dieses Jahres fand in Berlin der DGKJ-Kurs „Pädiatrische Ernährungsmedizin“ unter Leitung von Herrn Kollegen Jochum statt. Die Veranstaltung bietet den Teilnehmern auch die Zertifizierung „Pädiatrische Ernährungsmedizin“ durch die Ärztekammern. Dem Engagement der beteiligten Ärztinnen und Ärzte spreche ich meinen Dank und meine Anerkennung aus.

 

Schwerpunktthemen der Vorstandsarbeit im zurückliegenden Jahr waren die Förderung der Arzneimittelsicherheit im Kindes- und Jugendalter, die Transition, d. h. Überleitung von Adoleszenten mit chronischen Krankheiten in die Erwachsenenmedizin, die Weiterführung der Diskussion um Qualitätsentwicklung, Fragen zur Ausgestaltung der Facharztweiterbildung und die Finanzierung von pädiatrischen Spezialambulanzen.

 

Am 11. November 2010 haben wir mit Mitgliedern des Deutschen Bundestags und Vertretern des Bundesgesundheitsministeriums und der Pharmazeutischen Industrie im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe „Pädiatrie im Fokus“ über „Passende Arzneimittel – auch für Kinder“ diskutiert. Mehr als 4 Jahre nach der Verabschiedung der Kinder­arzneimittelverordnung durch die Europäische Union bestehen in Deutschland unverändert erhebliche Defizite in der Umsetzung dieser für die Gewährleistung einer sicheren Arznei­mitteltherapie von Kindern und Jugendlichen wichtigen Richtlinie. Obwohl die DGKJ seit 10 Jahren intensiv am Aufbau eines Kompetenznetzes für klinische Studien mit Kindern gearbeitet hat, findet die Umsetzung dieser wichtigen Aufgabe bislang keine ausreichende politische Unterstützung. Nicht zuletzt aus diesem Grund haben wir das Thema sichere Arzneimitteltherapie für Kinder erneut prominent in der Pressearbeit dieser Jahrestagung behandelt.

 

Eine Initiative des wissenschaftlichen Beirats der Bundesärztekammer aufgreifend haben wir gemeinsam mit Disziplinen der Erwachsenenmedizin im März in Berlin ein ganztägiges Symposium zum Thema Transition.

 

Der medizinische Fortschritt in der Pädiatrie hat in den vergangenen Jahrzehnten eindrucksvolle Erfolge in der Behandlung seltener, chronischer Erkrankungen ermöglicht. Auf dem Symposium wurde deutlich, dass dieser Fortschritt in den Erwachsenendisziplinen bislang nur marginal realisiert wurde. In Konsequenz sind Erwachsenenmediziner in vielen Bereichen weder fachlich noch organisatorisch darauf vorbereitet die medizinische Betreuung von Heranwachsenden mit chronischen Erkrankungen zu übernehmen. Hier besteht ein hoher und dringender Handlungsbedarf, um die Erfolgsgeschichte unseres Handelns als Kinderärzte auch im Erwachsenenalter fortzuschreiben. Als Ergebnis dieses Symposiums haben wir die Etablierung einer interdisziplinären Arbeitsgruppe – Transition – zunächst mit der Gesellschaft für Innere Medizin in Angriff genommen.

 

Das Streben nach einer kontinuierlichen Qualitätsverbesserung der pädiatrischen Versorgung ist heute integraler Bestandteil unseres Arbeitsalltages. Leider ist es uns bislang noch nicht befriedigend gelungen, diese für die Zukunft unseres Faches wichtige Diskussion innerdisziplinär zu fokussieren. Zu häufig noch klaffen Wahrnehmung und treibende Interessen pädiatrischer Teildisziplinen und Interessensgruppen weit auseinander. Das Resultat ist eine für die Öffentlichkeit häufig nicht mehr transparente Diskussion um die Deutungshoheit in Fragen der Qualität.

 

Der Vorstand der DGKJ sieht es als seine Verantwortung an, diesen Entwicklungsprozess moderierend zu begleiten und wenn möglich in konstruktive Bahnen zu lenken. Daher hat die DGKJ in Mainz am 26. November 2010 erstmals ein Expertenforum „Qualitätssicherung in der Pädiatrie: Mindestmengen, Strukturentwicklung, Zentralisierung“ mit über 100 Teilnehmern/innen organisiert. Auch wenn dieses erste Treffen mit lebhaften Diskussionsbeiträgen zeitweise von den divergierenden Interessen bestimmt war, gab es Gelegenheit zu einem ersten offenen Austausch. Für mich wichtigstes Ergebnis der Tagung war die Erkenntnis, dass die Diskussion um Qualitätssicherung sich letztendlich an den Interessen unserer Patienten und ihrer Familien orientieren muss. Neben der Weiterentwicklung von Struktur- und Prozessqualität steht dabei insbesondere die Verbesserung der Ergebnisqualität im Vordergrund. Wenn es uns tatsächlich gelingt diese Position als oberste Maxime ins Zentrum unseres Handelns zu stellen, dann, liebe Kolleginnen und Kollegen, sind wir auf dem richtigen Weg.

 

Die DGKJ wird die begonnene Diskussion in jedem Fall weiterführen. Am 11.11. dieses Jahres werden wir uns erneut zum einem Expertenforum treffen, um über Qualitätsparameter für medizinische Leistungen zu beraten. Ich würde mich jedenfalls sehr freuen, wenn diese Initiative Ihrer Fachgesellschaft von Ihnen nicht nur positiv aufgenommen sondern auch durch aktive Mitarbeit unterstützt werden wird.

 

Sehr verehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

dies ist meine dritte Eröffnungsrede einer Jahrestagung als Präsidenten der deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin und wie bei alle Präsidenten zuvor signalisiert sie das nahende Ende meine Amtszeit. Durchaus also auch ein Grund noch einmal darüber nachzudenken, welche Themen mich in den vergangenen drei Jahren am meisten herausgefordert und beschäftigt haben.

 

Die Antwort fällt mir leicht - ohne Zögern und ohne Zweifel, es ist und es war das Ringen um die Erhaltung der Kinder- und Jugendmedizin als eine in sich geschlossene, geeint für die Interessen von Kindern und Jugendlichen auftretende medizinische Fachdisziplin. Keine andere medizinische Disziplin trägt in sich eine größere Vielfalt an Themen, und keine andere Disziplin dient einer so bedeutenden übergeordneten Aufgabe wie der Begleitung der Entwicklung des Kindes zum Erwachsenen. Und gerade deshalb bedarf sie der größtmöglichen Geschlossenheit. 

 

Schon bei meinem Amtsantritt wurde ich der lebhaften Richtungsdiskussionen innerhalb unserer Gesellschaft gewahr. Während Universitätskliniken sich im Grundsatz unzureichend durch die DGKJ repräsentiert fühlten, war es die breite Mehrheit der nicht-universitären Pädiatrie, die in der DGKJ gleichsam eine elitäre Vertretung ausschließlich universitärer Interessen wähnte. Zeitgleich setze schon damals eine inhaltliche Distanzierung der im Berufsverband vertretenen allgemeinen ambulanten Pädiatrie ein, die sich in Ihren Aufgaben und Zielen wenig oder unzureichend durch die DGKJ vertreten sah. Der akademische Höhenflug der Pädiatrie, getragen von den Erfolgen der molekularen Medizin begünstigte gleichermaßen eine zunehmende Diversifizierung der Disziplin besonders im universitären Bereich, mit immer neuen Krankheits- oder organbezogenen Spezialdisziplinen. Der wachsende Wunsch, den durchaus berechtigten Interessen durch Schaffung neuer Organisationsstrukturen individuellen Ausdruck zu verleihen, resultierte schließlich in eine Zentrifugalbewegung, deren Konsequenzen niemand von uns heute absehen kann. 

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich gebe gerne zu, dass ich von diesen Entwicklungen in meiner gesamten Amtszeit nicht wirklich begeistert war. Ist es unseren Zielen tatsächlich dienlich, Konflikte herbeizureden zwischen universitär und nicht-universitär, ambulant und stationär, spezialisiert und allgemeinpädiatrisch, oder zwischen Berufsverband als Standesvertretung und DGKJ als wissenschaftlichem Dachverband? Benötigen pädiatrische Spezialdisziplinen tatsächlich eine Abgrenzung vom Mutterfach oder von anderen pädiatrischen Subdisziplinen um Identität zu gewinnen? Und muss die ambulante Pädiatrie tatsächlich eine Gesellschaft gründen, um sich zu akademisieren und ihre Interessen in der Weiterbildung zu realisieren?

 

Kinder- und Jugendmedizin ist eine akademische Disziplin. Sie hat sich in Deutschland vor mehr als 150 Jahren von der Inneren Medizin emanzipiert, in dem Bewusstsein, dass die medizinische Versorgung des heranwachsenden Kindes sich eben nicht nur organorientiert erfolgreich gestalten lässt. Aus dem Bewusstsein heraus ganzheitlich für das Kind da zu sein, haben wir in den vergangenen Jahrzehnten eine enorme gesellschaftliche Durchschlagskraft entwickelt. Wie keine andere Disziplin haben wir die Erkenntnisse moderner biologischer Forschung für die medizinische Versorgung der jungen Generation eingesetzt. Wenn heute Gesundheitspolitiker über den wachsenden Versorgungsbedarf immer älter werdenden Menschen sprechen, dann befassen sie sich mit den Erfolgen und Ergebnissen moderner Kinder- und Jugendmedizin. Jeder alternde Mensch ist irgendwann einmal Kind gewesen, und die Chancen ein hohes Alter zu erreichen, sind direkt proportional zur Qualität der Gesundheitsversorgung und in jungen Lebensjahren. Kinder- und Jugendmedizin leistet einen bedeutenden Beitrag für die Zukunft unserer Gesellschaft, für Wohlstand und Lebensqualität zukünftiger Generationen. Dieser gesellschaftlichen Bedeutung sollten wir uns stets bewusst sein, wir sollten sie gemeinsam immer wieder mit neuem Leben füllen anstatt unsere Energie in gegenseitige Abgrenzung zu investieren.

 

Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass die meisten der immer wieder vorgetragenen Konflikte in Wirklichkeit nur in unseren Gefühlen existieren. Kinder- und Jugendmedizin ist eine biologische Wissenschaft und sie ist eine akademische Disziplin. Sie umfasst ein Kontinuum, das von den universitären, forschungsintensiven Einrichtungen über kommunale Versorgungsstrukturen bis zur ambulanten Pädiatrie reicht. Keiner dieser Bereiche kann sinnvoll für sich alleine existieren. Ohne Universitäten würden wir keinen Fortschritt haben, ohne kommunale Kliniken würde der Fortschritt nicht zu den Menschen kommen, und ohne ambulante Pädiatrie wäre es nur schwer möglich, Grundversorgung und vor allem Prävention in der Fläche zu realisieren.

 

In der gemeinsamen ganzheitlichen Betreuung von Kindern und Jugendlichen liegt also der Schlüssel zum Erfolg der Kinder und Jugendmedizin. Nicht jedes erkannte Problem lösen wir deshalb auch mit der Gründung einer neuen Gesellschaft oder Vereinigung. Die Voraussetzungen für erfolgreiches Handeln halten wir doch schon heute in unseren Händen. Erkannte Probleme und Defizite müssen adressiert werden, damit sie Lösungen zugeführt werden können. So muss die Evolution des ambulant tätigen Kinder- und Jugendarztes sich selbstverständlich in den Inhalten unserer Weiterbildungsordnung wiederfinden. Gleichermaßen verfügt die pädiatrische Akademia über hervorragende Konzepte und Methoden, um Versorgungsforschung in allen Bereichen der Pädiatrie Wirklichkeit werden zu lassen.

 

In einer sich immer schneller veränderten Gesellschaft können wir uns auch nicht der Diskussion um gesundheitsökonomische Argumente entziehen. Zentralisierung spezialisierter Leistungen und Neuordnung des ambulanten Versorgungsangebotes werden dabei voraussichtlich ebenfalls nicht zu umgehen sein. Dies sind enorme Herausforderungen an unser Fach, und unsere Bereitschaft Veränderung anzunehmen und zu gestalten. Wir werden dies nicht bewältigen, wenn wir uns wechselseitig Zuständigkeiten absprechen, hier gilt es Kompetenzen zu bündeln und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten.

 

Meine Damen und Herren, es ist mein Petitum an uns alle, aufkommende Fragen und Probleme im konstruktiven Dialog zu klären. Wir sollten miteinander und nicht übereinander reden. Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin ist die ideale Plattform für notwendige Diskussionen. Sie steht weder im Wettbewerb mit den Spezialdisziplinen noch mit berufsständigen Verbänden. Sie ist Ihre Interessensvertretung für den medizinischen Fortschritt und die Sicherstellung einer verantwortungsvollen Kinder- und Jugendmedizin. Sie alle sind Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, Sie sind die DGKJ. Ich würde mir sehr wünschen, wenn es uns auf dieser Plattform gelingt, die Entwicklung einer modernen Kinder- und Jugendmedizin in Deutschland auch in Zukunft gemeinsam zu gestalten.

 

Einen Beitrag dazu können Sie, wenn sie wollen, schon auf diesem Kongress leisten – kommen sie am Samstag zwischen 13.00 - 15.30 Uhr in unserer Mitgliederversammlung in die Stadthalle.

 

Der Abschluss der Eröffnungsrede widmet sich traditionsgemäß der Verleihung von Preisen und Ehrungen. In diesem Jahr habe ich den Vorzug neben der Verleihung des Selma-Meyer-Dissertationspreises, des Adalbert-Czerny-Preises und der Übertragung der Ehrenmitgliedschaft eine ganz außergewöhnlich Ehrung vornehmen zu dürfen, nämlich die Verleihung des Otto-Heubner-Preises. Mehr dazu in wenigen Minuten.

 

Seit dem Jahr 2008 schreibt die DGKJ den Selma-Meyer-Dissertationspreis für heraus­ragende Promotionsleistungen auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendmedizin aus. In diesem Jahr sind 8 Bewerbungen eingegangen. Das Preisrichterkollegium unter Leitung von Prof. Gahr - weitere Juroren waren die Professoren Klingebiel und Kiess - hat einstimmig entschieden, die Dissertation von Frau Pinelopi Anagnostopoulou aus der Universitäts­kinderklinik Heidelberg mit dem Titel „"Modulation of airway epithelial ion transport by allergie airway inflammation in mice" für die Auszeichnung vorzuschlagen – eine Entscheidung, der der Vorstand der DGKJ uneingeschränkt gefolgt ist.

 

Frau Anagnostopoulou wurde 1980 in Arta in Griechenland geboren, sie studierte Medizin in Thessaloniki, wo sie 2005 als Ärztin approbiert wurde. Seit 2006 ist sie als Doktorandin in der Forschergruppe Zystische Fibrose/Chronische Atemwegserkrankungen der Sektion Pädiatrische Pneumologie, Allergologie und Mukoviszidose im Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin in Heidelberg tätig. In dem von ihrem Doktorvater Prof. Mall geleiteten Studienzentrum ist Fr. Anagnostopoulou heute als Studienärztin aktiv.

 

Zur Würdigung der ausgezeichneten Promotion zitiere ich kurz aus dem Votum der Jury: „Frau Anagnostopoulou hat in einer anspruchsvollen tierexperimentellen Arbeit gezeigt, dass die Th2 abhängige Inflammation der Luftwege mit einem pro-sekretorischen Ionentransport verbunden ist und dass diese Reaktion zum größten Teil durch Stat6 vermittelt wird. Ihre Ergebnisse legen nahe, dass die Th2 vermittelte Flüssigkeitssekretion die Hydrierung der Atemwegsoberflächen fördert und für eine verbesserte Clearance des Schleims bei Hypersekretion (z. B. allergischen Erkrankungen wie Asthma) sorgt. Es handelt sich um die komplexeste und anspruchsvollste Arbeit mit einem auffälligen tier­experimentellen Design und der Verwendung aufwendiger Methoden.“

 

Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin zeichnet Frau Anagnostopoulou mit dem Selma-Meyer-Dissertationspreis 2011 aus und wünscht ihr für ihre weitere pädiat­rische und wissenschaftliche Karriere das Beste. Herzlichen Glückwunsch!

 

Die bedeutendste wissenschaftliche Ehrung unserer Gesellschaft ist der Adalbert-Czerny-Preis. Mit dem Adalbert-Czerny-Preis wird eine herausragende wissenschaftliche Leistung auf dem Gebiet der Kinderheilkunde mit Einschluss ihrer Grenzgebiete ausgezeichnet. Um diesen Preis können sich nur Kinderärzte aus dem deutschen Sprachraum bewerben.

 

In diesem Jahr wurden 6 Arbeiten zur Beurteilung eingereicht. Zwei ausgezeichnete Bewerbungen, deren Forschungsarbeiten im Wesentlichen nicht, wie in der Satzung vorgesehen, in Deutschland initiiert bzw. durchgeführt worden waren, konnten wegen dieser formalen Kriterien in der Preisentscheidung nicht berücksichtigt werden. Einstimmig haben sich die Juroren Prof. Borkhardt und Prof. Omran unter dem Vorsitz von Fr. Prof. Gärtner entschieden, dem Vorstand der DGKJ vorzuschlagen, den Adalbert-Czerny-Preis 2011 an Herrn Priv.-Doz. Dominik Müller aus Berlin für seine Arbeit "CNNM2, a basolateral protein required for renal Mg2+ handling“ zu vergeben.

 

Ich darf Ihnen den Preisträger kurz vorstellen. Nach dem Medizinstudium an den Universitäten Erlangen-Nürnberg und Kiel hat Herr Müller zunächst an der Universitätskinderklinik Kiel und anschließend an der Klinik für Pädiatrische Nephrologie der Charité Berlin gearbeitet. 2003 erfolgte die Facharztanerkennung für Kinder- und Jugendmedizin, 2007 die Anerkennung als Pädiatrischer Nephrologe. Herr Dr. Müller ist derzeit leitender Oberarzt der Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Pädiatrische Nephrologie der Charité Berlin.

 

Die für den Adalbert-Czerny-Preis eingereichte Arbeit stellt einen wichtigen Beitrag zum Verständnis des Magnesiumtransports über die basolaterale Membran der Niere dar. In einem Tiermodell untersuchte die Arbeitsgruppe von Herrn Kollegen Müller das CNNM2-Gen als Kandidatengen für die autosomal-dominante Hypomagnesiämie. Den Forschern gelang es in zwei unverwandte Familien die geneti­schen Grundlagen der Erkrankung zu identifizieren. Einerseits wurde eine Deletion mit konsekutiver Verschiebung des Leserahmens und Stopkodon, anderseits, eine hetero­zygote Missense-Mutation gefunden. In anschließenden funktionellen Studien gelang es die zelluläre Lokalisation und die Auswirkungen der Patientenmutation in Zelllinien zu unter­suchen.

 

Heute zeichnet die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin Herrn Dr. Müller für seine erfolgreiche Forschungsarbeit mit dem Adalbert-Czerny-Preis 2011 aus und wünscht ihm und seinem Team für die weitere wissen­schaftliche und kinderärztliche Karri­ere viel Erfolg. Herzlichen Glückwunsch!

 

Zur Verleihung der Ehrenmitgliedschaft der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin darf ich nun Herrn Prof. Lothar Pelz zu mir auf das Podium bitten.

 

Die meisten kennen ihn sehr gut, trotzdem will ich in wenigen Worten seinen Lebensweg schildern. Lothar Pelz wurde 1934 in Gersdorf in Sachsen geboren. Nach dem Studium der Human­medizin in Halle und Dresden begann er 1962 seine Facharztweiterbildung an der Univer­sitäts-Kinderklinik in Rostock unter dem Direktorat von Prof. Kirchmair. Schon früh interessierte er sich für die klinische Genetik, trieb den Aufbau eines Chromosomen­labors voran und habilitierte sich 1974 mit einer Arbeit über die genetischen Grundlagen von Krankheiten im Kindesalter. Der Themenschwerpunkt „klinische Genetik“ sollte ihn fortan über sein gesamtes Berufsleben begleiten. 

 

1974 wurde Lothar Pelz mit der Leitung der Abteilung für Neonatologie und Klinische Genetik der Universitäts-Kinderklinik Rostock betraut. Für unsere Fachgesellschaft von besonderer Bedeutung war sein Engagement als Mitglied einer Arbeitsgruppe zur Zusam­menführung der Gesellschaft für Pädiatrie der DDR und der Deutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde nach der Wiedervereinigung 1989. Nach dem altersbedingten Ausschei­den von Herrn Prof. Dr. Külz übernahm er die Leitung der Universitäts-Kinder­klinik Rostock.

 

Ein Höhepunkt im akademischen Wirken von Lothar Pelz war seine Wahl zum Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher „Leopoldina“ 1991, in welcher er für mehrere Jahre in die Funktion eines Obmannes und Senators gewählt worden war. Im Jahr 1997 trat Prof. Pelz das Amt des Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin an, das er bis 1999 ausübte.

 

Nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Berufsleben widmete sich Herr Pelz einem Thema, das ihn zeitlebens bewegt hatte, der Untersuchung der Verbrechen, die an Kindern während der Zeit des Nationalsozialismus auch von Kinderärzten im Rahmen von soge­nannten Euthanasieprogrammen begangen worden waren. Als aktives Mitglied der Historischen Kommission unserer Fachgesellschaft ist es nicht zuletzt sein Verdienst, dass die DGKJ anlässlich der Jahrestagung in Potsdam-Babelsberg eine Veranstaltung zum Gedenken an die vom Naziterror betroffenen Kinder und Jugendlichen durchführen konnte.

 

Es ist mir eine große Freude und Ehre heute Abend die Ehrenmitgliedschaft der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin an Herrn Prof. Lothar Pelz verleihen zu dürfen.

 

Die diesjährige Tagung hat einen weiteren besonderen Höhepunkt; ein Ereignis, das einem DGKJ Präsidenten bestenfalls ein einziges Mal zuteilwerden kann.

 

Nach 2008 verleihen wir erneut den Otto-Heubner-Preis. Diese besondere Würdigung kann in Abständen von frühestens drei Jahren durch die Gesellschaft vergeben werden. Seit der ersten Preisverleihung 1916 an Prof. von Pfaundler wurde der Otto-Heubner-Preis lediglich zweiundzwanzigmal verliehen. Mit dem Preis wird eine Persönlichkeit geehrt, die durch besondere wissenschaftliche Leistungen auf einem Gebiet der Kinder- und Jugendmedizin Erkenntnisse des Faches wesentlich gefördert, neue Erkenntnisse erschlossen oder zu deren Erschließung entscheidend beigetragen hat.

 

Der Vorstand der Deutschen  Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin würdigt in diesem Jahr Herrn Prof. Hansjörg Riehm mit dem Otto-Heubner-Preis für seine Verdienste um die Entwicklung der pädiatrischen Hämato-Onkologie in Deutschland. Prof. Riehm hat die Leukämietherapie von Kindern und Jugendlichen in Deutschland maßgeblich geprägt und diese weltweit beeinflusst.

 

Verehrter Herr Kollege Riehm, darf ich Sie zu mir auf das Podium bitten!

 

Prof. Riehm wurde 1933 in Herrenberg in Württemberg geboren. Er absolvierte sein Medizinstudium in Tübingen, Kiel, Innsbruck und Berlin und legte das Staatsexamen in Tübingen ab. Nach dem Studium war er zunächst am Pathologischen Institut der FU Berlin, später zur Weiterbildung im Fach Kinderheilkunde an der TU München tätig. Von 1967 bis 1969 war er wissenschaftlicher Assistent am Memorial Sloan Kettering Cancer Center in New York, einer der herausragenden Forschungsstätten auf dem Gebiet der Onkologie. 1972 habilitierte er sich mit der Arbeit “Mechanismen der zellulären Resistenz gegen antineoplastische Antibiotika in in-vitro Untersuchungen“.

 

Ab 1973 war Herr Kollege Riehm Leiter der Abteilung für Hämatologie und Onkologie an der Kinderklinik der FU Berlin, seit 1984 als Direktor der Abteilung für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie an der Medizinischen Hochschule Hannover tätig.

 

Im Jahr 2010 widmete die hochangesehene Zeitschrift Leukemia Hansjörg Riehm eine ganze Ausgabe und ich möchte aus dem Editorial ausschnittsweise zitieren.

 

This monogram is dedicated to Professor Hansjörg Riehm whose monumental contributions had a major role in making childhood ALL a highly curable disease.

 

In the late 1960s and early 1970s, the first cures of childhood ALL were produced by treatment regimens that consisted of a three-drug remission induction, ….However, the majority of patients treated with these regimens eventually relapsed and died from their disease.

 

At the same time, Dr Riehm, a young pediatric oncologist in Germany, developed a new regimen for treating childhood ALL …... Remarkably, this approach Ied to cure rates of over 50%.

 

Dr Riehm was able to convince investigators in three German centers to run a pilot trial of his regimen, which he dubbed 'BFM' for BerIin, Frankfurt and Münster, the three centers running the trial. 

 

Today, BFM-type therapy is used in the United States, Canada, Europe, South America, Australia, New Zealand, the Middle East and Asia.

 

Herr Kollege Mau führte in seiner Laudatio zur Verleihung der Ehrenmitgliedschaft im Jahr 2002 aus:

 

„Die Idee, die kindlichen bösartigen Erkrankungen initial mit einer maximalen Therapie zu behandeln ……………….. ist ein Meilenstein der Medizingeschichte. Eine Vielzahl von Kindern verdankt ihm so indirekt wie natürlich auch direkt ihr Leben“, – ich kann es auch heute nicht prägnanter in Worte fassen.

 

Es ist für die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin eine große Ehre und Freude anlässlich der 107. Jahrestagung in Bielefeld den Otto-Heubner-Preis an Hansjörg Riehm für seine außergewöhnlichen, ich denke man darf sagen, epochalen Verdienste auf dem Gebiet der pädiatrischen Hämatologie und Onkologie zu verleihen. Herzlichen Glück­wunsch!

 

Abschließend bleibt mir nur, mich herzlich bei Johannes Otte und Frau Claudia Khurana, die die Aufgabe der Kongresssekretärin übernommen hat, wie auch dem gesamten Biele­felder Team, für die Vorbereitung und Organisation der diesjährigen Jahrestagung zu bedanken. Wir sind überzeugt, dass wir auf dem historischen Boden in Bielefeld eine lehr­reiche, erfüllte und angenehme Tagung erleben werden, dazu wünsche ich Ihnen intensive persönliche Begegnung und einen fruchtbaren wissenschaftlichen Austausch.

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