Meldungsarchiv

Kandidatenvorstellung für die Wahl zur Vizepräsidentschaft der DGKJ

03.08.2015


Prof. Dr. Ingeborg Krägeloh-Mann

Bei der diesjährigen DGKJ-Mitgliederversammlung am 3. September in München steht die Wahl des Vizepräsidenten bzw. der Vizepräsidentin für 2016 und 2017 an. Diese/r übernimmt satzungsgemäß - ohne weitere Wahl - das Amt des/r DGKJ-Präsident/-in 2018 bis 2020. Als Kandidatin stellt sich Frau Prof. Dr. Ingeborg Krägeloh-Mann vor.

Ingeborg Krägeloh-Mann wurde 1953 in Schorndorf bei Stuttgart geboren. Sie studierte von 1971 - 1978 Medizin an der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen, unterbrochen von einem Studienjahr an der Universität Lausanne (1975 - 1976 DAAD-Stipendium). Sie promovierte mit einer Arbeit zur „Alternierenden Hemiplegie des Säuglingsalters“ nach einem einjährigen Auslandsaufenthalt am Hôpital St. Vincent de Paul in Paris bei Herrn Dr. Jean Aicardi.

Seit 1987 ist sie Ärztin für Kinderheilkunde. Sie war von 1988 - 1995 als Oberärztin an der Abteilung für Entwicklungsneurologie und Neuropädiatrie an der Universitätskinderklinik in Tübingen unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Richard Michaelis tätig, führte in diesem Rahmen eine vom BMBF geförderte Studie zur Epidemiologie, Nosologie und Ätiologie der spastischen Tetraparese in Südwestdeutschland im Vergleich zu Schweden durch und war im Rahmen eines Habilitationsstipendiums der DFG u.a. ein Jahr am John F. Kennedy Institute in Kopenhagen zur Durchführung einer Verlaufsstudie ehemaliger Risikofrühgeborener. Sie habilitierte sich 1994 im Fach Kinderheilkunde mit der Arbeit „Läsionen des unreifen Gehirns – eine Untersuchung zur Nosologie, Epidemiologie und Ätiologie der spastischen Tetraparese“. 1995 - 1997 war Frau Krägeloh-Mann als Universitätsprofessorin (C 3) an der TU in München tätig und ist seit 1997 Ärztliche Direktorin (C 4-Professur für Kinderheilkunde, Schwerpunkt Neuropädiatrie, Entwicklungsneurologie und Sozialpädiatrie) an der Universität Tübingen. Zwischen 2004 und 2010 war sie dort die Geschäftsführende Direktorin des Departments für Kinderheilkunde und Jugendmedizin.

Seit 2011 ist Prof. Dr. Ingeborg Krägeloh-Mann Vorstandsmitglied der DGKJ, gewählt als Vertreterin der Gesellschaft für Neuropädiatrie (GNP), deren Vorstand/erweitertem Vorstand sie seit langem angehört. Sie hat Gremienerfahrung aus der Tätigkeit in der Medizinischen Fakultät Tübingen oder aus der Vorstandsarbeit für internationale Fachgesellschaften wie EACD (European Academy of Childhood Disabilities) und EPNS (European Paediatric Neurology Society – als Sekretärin und Vorsitzende des Scientific Committee).

Das wissenschaftliche und klinische Interesse Prof. Krägeloh-Manns gilt insbesondere der systematischen Untersuchung früher Gehirnläsionen in ihrer Auswirkung auf die Funktion einerseits und andererseits auf die Reorganisationsmöglichkeiten des kindlichen Gehirns. Ein zweiter Schwerpunkt ist die biochemische und klinische Diagnostik der Sphingolipidosen, insbesondere der Metachromatischen Leukodystrophie. Ihre wissenschaftlichen Arbeiten wurden/werden unterstützt durch DFG (SFB 550, 833, TR-SFB 654), BMBF (Leukonet) und EU (SCPE Netzwerk). Sie ist Mitglied im CIN (Centre for Integrative Neuroscience) der Universität Tübingen. 2012 wurde Prof. Krägeloh-Mann in das Fachkollegium der DFG – Bereich Kinder- und Jugendmedizin – gewählt.

Zu ihren Zielen als Kandidatin für die DGKJ-Vizepräsidentschaft befragt sagt Frau Prof. Krägeloh-Mann:

„Als Mitglied des DGKJ-Vorstandes habe ich in besonderem Maß die Wichtigkeit der Aufgaben dieser Gesellschaft erfahren und möchte mich gerne noch intensiver für ihre Zielsetzungen und Aufgaben einsetzen. Die Kinder- und Jugendmedizin steht im Spannungsfeld eines gesamtheitlichen Anspruchs (sie vertritt kranke Kinder und Jugendliche und deren Familien) und notwendigen Subspezialistentums, das sich an den jeweiligen Erwachsenendisziplinen messen und gleichzeitig Entwicklungsaspekte einbeziehen muss.

Daher erscheint mir wichtig:

-          Die Förderung des Zusammenhaltes der Pädiatrie mit ihren verschiedenen Subspezialitäten, eine Zusammenarbeit mit allen Berufsgruppen in Klinik und Praxis, den Verbänden und anderen Gesellschaften.

-          Gleichzeitig den Blick der Pädiatrie für die Bedürfnisse und Profilbildung der Schwerpunktbereiche zu schärfen,

-          um mit hoher fachlicher Kompetenz, aber gemeinsamer Durchsetzungskraft die Interessen kranker Kinder und Jugendlicher und ihrer Familien inhaltlich und politisch zu vertreten, für gute Aus- und Weiterbildungsbedingungen einschließlich Nachwuchsförderung im wissenschaftlichen Bereich einzutreten und Rahmenbedingungen für kinderärztliches – und familiengerechtes - Arbeiten auch jenseits von Ballungsgebieten zu sichern.“

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