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Muttermilch per Online-Bestellung: Hohes Risiko für den Säugling

01.02.2014

Muttermilch per Online-Bestellung: Hohes Risiko für den Säugling

Das Internet als Vertriebsweg auch für Muttermilch: Stillende Frauen bieten ihre Muttermilch zum Kauf an. Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) warnt im Interesse der Kindergesundheit vor solchen virtuellen Kontakten und rät dringend von der Verwendung unzureichend geprüfter, humaner „Spender-Milch“ für Säuglinge ab.

Die Ernährungsexperten der DGKJ benennen die Gesundheitsrisiken beim Ankauf von Muttermilch via Internet:

·         Infektionserkrankungen wie HIV oder Hepatitis

·         Wirkstoffe aus Medikamenten, die von der Spenderin eingenommen wurden, daraus folgend schwere Schäden beim Säugling

·         Zusammensetzung der Muttermilch abhängig von Ernährung  und Ernährungszustand der Spenderin – eventuell unzureichend für das Baby

·         Kontamination der Milch mit Alkohol, Tabakbestandteilen oder auch illegalen Drogen - mit potentiell sogar lebensgefährlichen Auswirkungen auf das Kind  

Die Ernährungskommission der DGKJ rät aufgrund der geschilderten  enormen Risiken - die die Vorteile eindeutig  überwiegen - dringend von der Verwendung unzureichend geprüfter, humaner Spendermilch ab.

An einigen Kinderkliniken in Deutschland gibt es sog. „Frauenmilch-Sammelstellen“, die Spendermilch nach höchsten Hygiene- und Sicherheitsstandards etwa an sehr kleine Frühgeborene vermitteln – im Übrigen kostenfrei. Dieser Kontakt wird in den Kliniken selbst hergestellt. Spendenwillige Mütter können sich bei ihre/m Frauenarzt/-ärztin, auf der Geburtsstation oder bei der Hebamme nach einer geeigneten Einrichtung erkundigen.

Den ausführlichen Text dieser Gesundheitswarnung finden Sie hier.

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