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Presseinfo: Pädiatrie nach 1945

26.04.2016


Historische Kommission veröffentlicht Forschungsergebnisse

Einen Überblick über die Geschichte und Entwicklung der Pädiatrie in DDR und BRD gibt das 120-seitige Sonderheft der Monatsschrift Kinderheilkunde, das von der Historischen Kommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) erarbeitet wurde.

Das Heft bietet "eine hochinteressante Mischung aus Erfahrungsberichten, historischen Analysen, biografischen Artikeln und Wissenschaftsgeschichte“, sagt Prof. Dr. Ertan Mayatepek, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ). Die wissenschaftliche Fachgesellschaft ist Herausgeberin der Publikation im Springer Medizin Verlag.

Das Heft widmet sich in 21 Beiträgen den Entwicklungen in der Pädiatrie in Ost- und Westdeutschland vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis heute und liefert damit die bisher umfangreichste historische Auseinandersetzung mit der Kinder- und Jugendmedizin in der DDR und der BRD.

Inhaltlich beleuchtet die Publikation Besonderheiten und strukturelle Unterschiede in der Pädiatrie sowie das Selbstverständnis der Kinder- und Jugendärzte in beiden deutschen Staaten, aber auch die wissenschaftliche Entwicklung des Fachs und Fortschritte von Diagnostik und Therapieansätzen. Die Beiträge setzen sich aus wissenschaftlichen Aufsätzen, historischen Berichten sowie der Befragung von Zeitzeugen zusammen.

Die Historische Kommission der DGKJ, insbesondere die Herausgeber Dr. Annette Hinz-Wessels und Prof. Dr. Thomas Beddies, sowie die Autoren (Medizinhistoriker und Kinder- und Jugendärzte) legen mit dieser Publikation die Zusammenfassung ihres über Jahre intensiv bearbeiteten Forschungsthemas vor, das über die Fachwelt hinaus jedem zeitgeschichtlich interessierten Leser spannende Einblicke in die Entwicklung der Pädiatrie in Ost- und Westdeutschland nach 1945 gibt.

 

Aus dem Inhalt:

Konfessionelle Kinderkliniken in der DDR. – „Politisch einwandfreies Personal“. Neuordnung einer  Universitäts-Kinderklinik. -  Rolle der Medizin in der DDR-Heimerziehung. –  Sonographie und ihre Bedeutung für die medizinische Ethik bei der pränatalen Diagnostik. – Verhältnis Kinder- und Jugendpsychiatrie und Pädiatrie in der Nachkriegszeit. – Erlebte Soziale Pädiatrie in der DDR. – Besetzung pädiatrischer Lehrstühle in den westlichen Besatzungszonen und in der BRD.

120 Seiten. Herausgeber im Auftrag der DGKJ: Dr. Annette Hinz-Wessels, Institut für Geschichte der Medizin, Charité Berlin, und Prof Dr. Thomas Beddies, Medizinhistoriker, stellvertretender Vorsitzender der Historischen Kommission der DGKJ, Institut für Geschichte der Medizin, Charité Berlin.  DOI 10.007/s00112-016-0057-3. Monatsschr Kinderheilkd 2016 [Suppl 1]: 164:1 -120.

Das aktuelle Sonderheft steht hier zum kostenlosen Download bereit.

 

Hinweis für die Redaktionen: Gedruckte Presseexemplare schicken wir Ihnen auf Anfrage gerne zu.

Pressekontakt:

Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ)
Dr. Sybille Lunau
Chausseestr. 128/129 | 10115 Berlin
Tel. +49 30 3087779-14
presse(at)dgkj.de
www.dgkj.de

 

 

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