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Kurz vorgestellt: Der DGKJ-Konvent für fachliche Zusammenarbeit

12.04.2011

Forum Jugendgesundheit e.V.

Der Konvent für fachliche Zusammenarbeit ist der Zusammenschluss der korporativen Mitglieder der DGKJ. Dies sind Fachgesellschaften und Arbeitsgemeinschaften, die besondere Aspekte der Kinder- und Jugendmedizin bearbeiten. Gegenwärtig hat der Konvent 38 Mitglieder, von der Pädiatrischen Endokrinologie über die Pädiatrische Immunologie bis zur Pädiatrischen Tropenmedizin (zum DGKJ-Konvent).

Der Konvent stellt eine bedeutende Plattform für den fachlichen Austausch innerhalb der DGKJ dar und soll auch zur Konsentierung von pädiatrischen Strukturkonzepten beitragen. Er nimmt die gemeinsame Interessenvertretung der verschiedenen Spezialitäten wahr und erarbeitet in diesem Rahmen entsprechende Vorschläge für den Vorstand der DGKJ.

In loser Folge stellen wir einzelne Mitgliedsgesellschaften des Konvents mit ihren fachlichen Schwerpunkten und Angeboten vor: Wir beginnen mit dem Forum Jugendgesundheit, das im Gegensatz zu den klassischen Subspezialitäten den meisten DGKJ-Mitgliedern weniger bekannt sein dürfte.

Das Forum Jugendgesundheit e. V. 

„Jugendgesundheit 3.0 – Aufbruch in eine neue Dimension“: Wer hier eine neue Ära des WorldWideWeb und des Social Networking aus der Lebenswelt der Jugendlichen vermutet, liegt nicht total daneben: Tatsächlich handelt es sich um den Titel eines interdisziplinären Symposiums, das das „Forum für Jugendgesundheit e.V.“ auf der DGKJ-Jahrestagung 2011 ausrichtet. Ärzte, Sozialarbeiter, Pädagogen und Psychologen werden sich dann zusammenfinden, um konkrete Good-Practice­Beispiele unter anderem aus den Problembereichen Alkohol und Adipositas vorzustellen und zu diskutieren. Damit steht das Symposium beispielhaft für den Ansatz des eingetragenen Vereins, der sich seit 1995 als „Forum für Jugendmedizin“ für die gesundheitlichen Interessen von Jugendlichen einsetzt - seit November letzten Jahres unter dem neuen Namen „Forum für Jugendgesundheit“ und mit dem Ziel, durch die Einbeziehung weiterer entscheidender Berufsgruppen die Notwendigkeit der fachübergreifenden Zusammenarbeit stärker zu betonen. Mit der Umbenennung scheinen generell viele positive Impulse gesetzt worden zu sein, denn der Verein hat für 2011/2012 zahlreiche Projekte und Aktivitäten initiiert.

Der Vorsitzende des Forums, PD Dr. Edgar Friederichs, ist seit zehn Jahren im Vorstand aktiv. Er benennt einige der neuen Ziele des Vereins, die das ursprüngliche Gründungskonzept erweitern: “Das Forum ist eine Plattform zum interdisziplinären Austausch und zur Kooperation aller Beteiligten und will dazu beitragen, das Thema Jugendgesundheit auch über den rein medizinischen Bereich hinaus zu verankern und publik zu machen. Wir wünschen uns mehr fachübergreifende Beteiligung und zudem öffentliche Aufmerksamkeit, nicht nur von den Kinder- und Jugendärzten oder anderen Expertengruppen, sondern auch von den Betroffenen selbst: 2012 wollen wir daher erstmals einen Workshop speziell für Jugendliche anbieten, in dem es neben Prävention auch um Krankheits­erfahrungen und das ganz allgemeine Wissen über die eigene Gesundheit gehen wird.“

In den letzten Jahren wurden innerhalb der Kinder- und Jugendmedizin bereits wichtige Meilensteine für die Jugendmedizin erreicht, darunter die Vorsorgeuntersuchung J1, die Erstellung von Anforderungsprofilen für die jugendmedizinische Forschung und die adäquate medizinische Versorgung, die Änderung der Facharztbezeichnung Kinderarzt zum „Kinder- und Jugendarzt“ und die entsprechende Umbenennung von Verbänden und Fachgesellschaften.

Vereinsinterne Nahziele des Forums für Jugendgesundheit für 2011 und 2012 sind ein neuer Internetauftritt, der Aufbau einer professionellen Geschäftsführung und die Umsetzung verschiedener fachübergreifender Modellprojekte wie die Zusammenarbeit mit den Gesundheitslotsen (Arbeitsagentur und IHK) oder eine Kooperation mit dem Pädagogik-Konzept der „Universitäts-Schulen“ (Universität Bamberg). Das Forum für Jugendgesundheit strebt zudem eine enge Zusammenarbeit mit den relevanten Gremien und Kommissionen in DGKJ und DAKJ an.


Forum für Jugendgesundheit e.V.: Der Vorstand

  • PD Dr. Edgar Friederichs (1. Vorsitzender), Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Psychotherapie, Bamberg
  • Prof. Dr. Stefan Eber ( 2. Vorsitzender), Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin mit Schwerpunkt pädiatrische Hämatologie / Onkologie / Hämostaseologie, München
  • Robert Schäfer (Geschäftsführer) , Kommunikationsberater, Berlin
  • Prof. Dr. h.c. Hans Biegert, Leitender Schuldirektor und Schulträger, HEBO-Privatschule, Bonn
  • Dr. Dagmar Buchholz-Haacke, Fachärztin für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Schlüchtern
  • Martin Heyn, Referent für Gesundheitsförderung, Gesundheitsamt Würzburg
  • Prof. Dr. Annerose Keilmann, Fachärztin für Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörungen und HNO-Ärztin, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
  • Dr. Doris Palitzsch, Fachärztin für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Schlüchtern
  • Prof. Dr. Detlef Sembill, Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik, Otto-Friedrich Universität Bamberg
  • Prof. Dr. Hans-Christian Steinhausen, Professor and Chairman emeritus, Department of Child and Adolescent Psychiatry, Universität Zürich, Schweiz

Mitgliedschaft

Das Forum hat derzeit rund 250 Mitglieder, vorwiegend Kinder- und Jugendärzte. Aufnahmevoraussetzung: Besonderes Interesse an der Jugendmedizin, offen für alle Berufsgruppen. Mitgliedsbeitrag: 15 € / Jahr. Angebote für Mitglieder: Regelmäßige Information über die Aktivitäten des Forums. Umfragen, Mitgliederversammlungen, fachlicher Austausch.

Im Web

www.forum-jugendgesundheit.de

Kontakt

PD Dr. Edgar Friederichs
Heinrichsdamm 6, 96047 Bamberg
info(at)forum-jugendgesundheit.de

 

Dr. Sybille Lunau
DGKJ-Geschäftsstelle

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