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Presseinfo: "Like me ..."? Aufwachsen zwischen virtueller und realer Welt

12.09.2013

„Like me … !“ Aufwachsen zwischen virtueller und realer Welt - wie und woran orientieren sich Jugendliche heute?

Ein Thema des Kinder- und Jugendärztekongresses 2013 – Symposium u.a. mit Richard David Precht

Düsseldorf/Berlin, 12. September 2013. - Im Rahmen der diesjährigen gemeinsamen Jahrestagung der Deut­schen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) und der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin (DGSPJ) werden die Kinder- und Jugendärzte auch über den `Tel­lerrand´ der klinischen Medizin hinausschauen.

Mit dem Thema „neue Medien und virtuelle Welten“ stellt sich die Kinder- und Jugendärzte übergeordneten Fragen: Wie sehen Jugendliche ihre Welt, woran orientieren sie sich und wie gestalten sie ihre Identität und Lebensausrichtung? Was bedeutet es, wenn Jugendliche heute nach eigener Angabe durchschnittlich fünf Stunden am Tag vor Bild­schirmen oder Displays verbringen? Verdrängt diese virtuelle Welt zunehmend die reale Welt? Wel­chen Einfluss haben Muster und Normen dieser digitalisierten Welt auf die Persönlichkeitsent­wick­lung?

Ein Leben ohne Smartphone ist für einen Zwölfjährigen heute schwer denkbar. Kein Shopping und kein Date, ohne den Freundinnen zuvor ein Bild zur Begutachtung zu schicken, kein Konzertbesuch ohne Posting auf Facebook. In sozialen Netzwer­ken werden Freunde gesammelt - viele `Freunde´, die bestens über die wichtigen und unwichtigen Dinge des Lebens informiert sind. Was bedeuten diese Freundschaften, von denen man schon aus Imagegründen Hunderte hat? Ist dies die soziale Gruppe, die jeder Jugendliche doch so sehr braucht? Wie googlet man sich eine eigene Meinung, ein Gewissen? Ist die Zahl der „Likes“ auf der Facebookseite eine Mess­latte fürs Glücklichsein?

Gründe genug für ein besonderes Symposium mit dem Titel „Wertefindung und Orientierung Ju­gendlicher im Zeitalter der neuen Medien und sozialen Netzwerke“, für das Persönlichkeiten ver­schiedener Fachrichtungen als Referenten gewonnen werden konnten:

Dr. Marc Calmbach erforscht als Soziologe die Lebenswelten von Heranwachsenden und weiß, wie Jugendliche `ticken´. Dr. Kerstin Gäfgen-Track erläutert aus theologischer Sicht, wo Jugendliche Halt und Vorbild suchen (und finden), und welche Rolle Glaube und Kirche heute dabei noch spielen kön­nen. Prof. Dr. Richard David Precht, Philosoph und Publizist, stellt sich der Frage: Die Idee des Guten - brauchen Jugendliche eine Lebens­philosophie?

Das gesellschaftlich wichtige Thema soll nach den Referaten in einer Podiumsdiskussion vertieft wer­den. Die Moderatoren des Symposiums erhoffen sich für die Kinder- und Jugendärzte, die chronisch kranke Jugendliche betreuen, aber auch den Lebensweg zumeist gesunder Kinder begleiten, Einblicke in die Vorstellungen und Werte von Jugendlichen zwischen Facebook und analoger Lebenswelt. Ins­besondere weil die Auswirkungen der sich schnell ändernden digitalisierten Welt auf die Jugendli­chen noch unklar sind, Chancen und Risiken bergen, sollte die Frage nach dem „rechten Leben“ einen hohen Stellenwert haben.

Terminhinweis für die Redaktion:

Das Symposium findet statt am Freitag, dem 13. September um 10:30 Uhr (bis 12:15 Uhr) im CCD Congress Center Düsseldorf, Raum 1. Me­dienvertreter/innen sind herzlich willkommen, bitte informieren Sie uns über presse(at)dgkj.de

 

Pressekontakt:

Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ)
Dr. Sybille Lunau | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit | Chausseestr. 128/129 | 10115 Berlin
Tel. +49 30 3087779-14 | s.lunau(at)dgkj.de  |   www.dgkj.de

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