Meldungsarchiv

Öffentliche Veranstaltungen des Kinder- und Jugendärztekongresses in Hamburg

04.09.2012

Podiumsdiskussion, Konzert, Gedenkfeier, Ausstellung

Vom 13. – 16. September werden sich im Congress Centrum Hamburg mehr als 3.000 Kinder- und Jugendärzte über die neuesten Entwicklungen rund um die Kindergesundheit austauschen. Im Rahmen dieser Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) werden auch fachbezogene Veranstaltungen angeboten, die allen Interessierten offenstehen:

14. September / 16:15 Uhr: „Interreligiöser Dialog zu schwerer Krankheit und Tod im Kindesalter“. Öffentliche Podiumsdiskussion. Moderation: Matthias Matussek (Publizist), Hamburg.

• Prof. Dr. Andreas Schulze (Neonatologe), München • Dr. Georg Rellensmann (Pädiatrischer Intensivmediziner, Master of Applied Ethics), Münster • Ilona Weidner (Fachkinderkrankenschwester Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin), Landshut • Prof. Dr. Hartmut Kreß (Abt. Sozialethik, Universität Bonn) • Pfarrer Berthold Bonekamp-Kerkhoff (Katholisches Kinderkrankenhaus Wilhelmstift), Hamburg • Shlomo Bistritzky, Landesrabbiner der Jüdischen Gemeinde Hamburg • Dr. Ali-Özgür Özdil (Islamisches Wissenschafts- und Bildungsinstitut e.V.), Hamburg • Pastor Dr. Ludwig Haas / Pastor Hans-Christian Jaacks (katholischer / evangelischer Krankenhausseelsorger am Universitätsklinikum Eppendorf), Hamburg

Ort: Congress Centrum Hamburg (CCH), Saal 2. - Eintritt frei. –

 

 

14. September / 19:00 Uhr: Benefizkonzert des Orchesters der deutschen Kinderärzte.

Das traditionell im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) auftretende Orchester der Deutschen Kinderärzte spendet den Erlös seines Konzerts dem Verein „Hamburg macht Kinder gesund e.V.“.

Programm: Felix Mendelssohn Bartholdy -Ouvertüre zu „Das Märchen von der schönen Melusine“; Sergej Rachmaninow - Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2, c-moll, Op. 18; Johannes Brahms - Symphonie Nr. 3, F-Dur, Op. 90. Dirigent: Prof. Manfred Fabricius, Berlin. Solist: Benjamin Moser, München.

Ort: Laeiszhalle, Johannes-Brahms-Platz, 20355 Hamburg. Eintritt: 25 € /erm. 15 €. Karten erhältlich bei den Vorverkaufsstellen.

15. September / 11:00 Uhr: Feierliche Bestattung von Opfern der „Kinder-Euthanasie“.

In den Hamburger „Kinderfachabteilungen“ der Heil- und Pflegeanstalt Langenhorn und des Kinderkrankenhauses Rothenburgsort wurden im Rahmen der „Kinder-Euthanasie“ mehr als 80 Kinder getötet. Eine unbekannte Zahl dieser Kinder wurde für die neuropathologische Forschung im Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf benutzt. In der neuropathologischen Sammlung des UKE sind Hirnpräparate von fünf in Langenhorn und Rothenburgsort ermordeten Kindern gefunden worden. In einer feierlichen Gedenkstunde werden die sterbliche Überreste dieser Kinder auf dem Ehrenfeld für Verfolgte der NS-Herrschaft der Geschwister-Scholl-Stiftung auf dem Ohlsdorfer Friedhof beigesetzt.

Ort: Ohlsdorfer Friedhof, Kapelle 13 (Mittelallee), Hamburg.

Bis 11. November 2012: Das Medizinhistorische Museum am Universitätsklinikum in Hamburg-Eppendorf zeigt die Gastausstellung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) „Im Gedenken der Kinder. Die Kinderärzte und die Verbrechen an Kindern in der NS-Zeit“.

Auf der Grundlage der nationalsozialistischen Rassenideologie wurden in Deutschland auch an Kindern und Jugendlichen medizinische Verbrechen begangen. Mehr als 10.000 von ihnen fielen bis 1945 den verschiedenen Programmen zur Vernichtung „lebensunwerten Lebens“ zum Opfer. Dies geschah im Alltag, mitten in Deutschland, unter Beteiligung niedergelassener Ärzte und staatlicher Ämter in Krankenhäusern und wissenschaftlichen Instituten. - Präsentiert werden mehr als 30 großformatige Bild-/Texttafeln sowie Medienstationen mit Original-Sequenzen eines Propagandafilmes und Lesungen aus Briefen von Opfern und Tätern.

Die Ausstellung "Im Gedenken der Kinder" wird von einer Vortragsreihe im Hörsaal des Medizinhistorischen Museums am UKE begleitet, z.B. am Mittwoch, 12. September 2012, 19 Uhr: Antje Kosemund, Hamburg, „Spurensuche – meine Schwester Irma Sperling, 1930-1944“ (Moderation: Dr. Rebecca Schwoch). - Eintritt frei. -

Ort: Medizinhistorisches Museum Hamburg am UKE: Fritz Schumacher-Haus, Gebäude N 30b, Eingang Frickestr. / Ecke Schedestr., 20246 Hamburg. Tel. 040/7410 57172. Öffnungszeiten: Mittwoch 15-19 Uhr. Samstag 14-18 Uhr. Sonntag 14-18 Uhr. Am 20.10.2012 geschlossen.

 

Pressekontakt:

Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ)
Dr. Sybille Lunau | Ref. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Chausseestr. 128/129 | 10115 Berlin
Tel.: 030/3087779-14 www.dgkj.de | presse@dgkj.de

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