DGKJ-Expertenforum

Die DGKJ hat am 26. November 2010 in der Universitätsmedizin Mainz ihr erstes Expertenforum „Qualitätssicherung in der Pädiatrie: Mindestmengen, Strukturentwicklung, Zentralisierung“ mit über 100 Teilnehmern/innen durchgeführt. Lesen Sie hier das Fazit des DGKJ-Präsidenten Prof. Dr. Fred Zepp:

„Die Entwicklung von Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung der pädiatrischen Versorgung sehen wir heute als unverzichtbar an. Neben der Weiterentwicklung von Struktur- und Prozessqualität stehen insbesondere Fragen zur Verbesserung der Ergebnisqualität im Fokus. Die Diskussion um Qualitätssicherung und Qualitätssteigerung muss sich in erster Linie an den Interessen der Patienten und ihrer Familien orientieren. Wir benötigen eine ausgewogene und sachliche Bewertung aller Argumente, wenn ein gesellschaftlicher Konsens über Umfang und Verfügbarkeit der medizinischen Versorgungsqualität für Kinder und Jugendliche erreicht werden soll. Die gegenwärtige Diskussion um Mindestmengen stellt dabei nur einen Teilaspekt der Problematik dar. In gleicher Weise bedeutend sind u.a.  demographische und epidemiologische Bedingungen.

Gesundheitsökonomische Argumente können in der Diskussion um die Sicherung der pädiatrischen Versorgungslandschaft nicht außer Acht gelassen werden. Eine Zentralisierung bestimmter hochspezialisierter Leistungen wird dabei mittelfristig nicht zu umgehen sein. Trotzdem muss dieser Entwicklungsprozesse sich primär an dem Bedarf der Patienten und der gewünschten Verfügbarkeit der Leistung in der Fläche orientieren. Schließlich bedarf es der eindeutigen Zielbeschreibung und der Vorbereitung  eines verbindlichen Umsetzungskonzeptes unter Einbeziehung aller am Versorgungsprozess beteiligten Berufsgruppen. - Die DGKJ wird den am 26.11. begonnenen Dialog in die Zukunft führen und die Strukturentwicklung zu einem Hauptthema der innerpädiatrischen Diskussion machen.“