Presseinfo: Karl Lauterbach zu Besuch in der Kinderklinik Leverkusen

v. re.: Oberarzt Dr. Armin Stach, Oberarzt Dr. Christoph Wilmes, Pflegebereichsleitung Heike Lorenz, Prof. Dr. Norbert Wagner/DGKJ, Klinikdirektor Prof. Dr. Peter Groneck. Prof. Dr. Karl Lauterbach, Dr. Karl-Josef Eßer/DGKJ. (c) Klinikum Leverkusen gGmbH, Bild frei zum Abdruck.

Kinder und Jugendliche im Krankenhaus

- MdB Karl Lauterbach besuchte die Klinik für Kinder- und Jugendliche in Leverkusen


Berlin, 30. August 2013. – Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Prof. Dr. Karl Lauterbach, besuchte gestern Abend die Klinik für Kinder und Jugendliche im Klinikum Leverkusen, um sich dort über die besonderen Belange der stationären Versorgung in der Pädiatrie zu informieren.

Der Direktor der Klinik, Prof. Dr. Peter Groneck, schilderte bei einem Rundgang durch sein Haus die Notwendigkeit der fachärztlichen Versorgung und fachgerechten Pflege in der Kinder- und Jugendmedizin, die auf die verschiedenen Altersgruppen und Entwicklungsstufen vom Neugeborenem bis zum jungen Erwachsenen zugeschnitten ist.

Prof. Dr. Norbert Wagner und Dr. Karl-Josef Eßer, Präsident und Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), diskutierten mit dem Gesundheitspolitiker über die schwierige Situation vieler Kinderkliniken.

„Viele Häuser sind derzeit weder finanziell noch strukturell so ausgestattet, dass ihr Versorgungsangebot verlässlich gesichert ist: Kinderkliniken haben wegen ihres Patientenprofils extrem hohe Vorhaltekosten - allein die Betten müssen für das 1000 g schwere Frühgeborene und den 16-jährigen mit 80 kg passen. Kinder benötigen zu 80% eine Akutversorgung, und mehr als die Hälfte der Kinder und Jugendlichen werden als Notfall aufgenommen“, beschrieb Norbert Wagner die schwierige Lage. Mit Karl Lauterbach diskutierten die Kinder- und Jugendärzte Lösungsmöglichkeiten.

Ein Kernanliegen der wissenschaftlichen Fachgesellschaft ist die Verbesserung der Arzneimittelsicherheit für Kinder. Aus gutem Grund, wie DGKJ-Präsident Wagner darstellte: „Noch immer ist ein großer Teil der Medikamente, z.B. auf pädiatrischen Intensivstationen, für Kinder nicht zugelassen, muss aber aus medizinischer Notwendigkeit dennoch verabreicht werden. Jedes Kind hat ein Recht auf sichere Arzneimittel – dies wird aber längst nicht umgesetzt! Wir erwarten von den politisch Verantwortlichen, dass Rahmenbedingungen für eine Verbesserung der Arzneimittelsituation für Kinder geschaffen werden.“

Im Gespräch mit dem Gesundheitspolitiker erläuterten die Ärzte auch die Idee eines `Forschungszentrums für Kindergesundheit´, eine Institution auf nationaler Ebene, die das Kind bzw. den sich entwickelnden Organismus ins Zentrum rückt. Aufgabe eines solchen Zentrums wäre – analog zu vergleichbaren Einrichtungen in den USA – die für Deutschland noch ausstehende,  aber dringend notwendige Versorgungsforschung in der Pädiatrie planvoll auf den Weg zu bringen.

Prof. Dr. Lauterbach, im Kompetenzteam des SPD Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück verantwortlich für die Bereiche Gesundheit und Pflege, würdigte die besondere Bedeutung der Kinder- und Jugendmedizin. Er befürwortet ein deutsches Forschungszentrum für Kindergesundheit, eine Initiative für mehr Arzneimittelsicherheit im Kindesalter und auch einen Sicherstellungszuschlag für Kinderkliniken.

Diese gesundheitspolitischen Aspekte konnten bei dem Klinikbesuch unmittelbar veranschaulicht werden: Prof. Dr. Peter Groneck, der sich an diesem Tag in den Ruhestand verabschiedete, konnte Herrn Lauterbach die Belange der stationären Kinder- und Jugendmedizin und viele Erfahrungen aus dem klinischen Alltag in der Pädiatrie näherbringen. 

Pressekontakt:

Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ)

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