Antworten der SPD

 

zum Fragenkatalog der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V.

Die SPD hat sich in dieser Legislaturperiode mit verschiedenen parlamentarischen Initiativen für Verbesserungen bei der medizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen eingesetzt. Wir sehen bei einer insgesamt guten Versorgungssituation Defizite und Versorgungslücken, die es zu schließen gilt. Die Herausforderungen und Antworten einer modernen Kindergesundheitspolitik hat die SPD-Bundestagsfraktion zuletzt in ihrem Antrag "Kinder- und Jugendgesundheit: Ungleichheiten beseitigen – Versorgungslücken schließen" (Drs. 17/9059) ausführlich beschrieben. Besonders wichtig ist es, dass Kindergesundheit endlich als nationale Aufgabe begriffen und ein umfassendes Versorgungskonzept vorgelegt wird.

Wir wollen Kinderärztinnen und -ärzte als Erstversorger stärken und sie besser in die Hausarztzentrierte Versorgung einbinden. Die strukturierten Behandlungsprogramme (DMP) müssen an das veränderte Krankheitsspektrum angepasst und ausgeweitet werden. Die bestehenden Regelungen zur Hospiz- und Palliativversorgung von Kindern und Jugendlichen müssen konsequenter umgesetzt werden. Und wir halten verpflichtende pädiatrische Fortbildungen in der Versorgung für sehr sinnvoll.

 

Der von der Bundesregierung gestrichene Haushaltstitel "Förderung der Kindergesundheit" muss wieder aufgesetzt werden, um bundesweit Versorgungs-Impulse setzen zu können. Auch für die Kindergesundheit müssen nationale Gesundheitsziele formuliert werden. Im Rahmen einer nationalen Präventionsstrategie wollen wir sämtliche Akteure zusammen bringen, um eine Gesundheitsförderung über die gesamte Lebensspanne vom Kindes- und Jugendalter an zu erreichen. Dazu muss Prävention in allen Kinder betreffenden Settings wie Schule, Kita, Verein und Familie niedrigschwellig ausgeweitet werden. Für psychisch kranke Kinder braucht es eine ausreichende Versorgung mit psychotherapeutischen Angeboten und entsprechenden Kriseninterventionsmöglichkeiten.

Die Vorschläge und Forderungen der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin werden wir in unsere weiteren Beratungen einbeziehen. Wir setzten darauf, nach dem 22. September 2013 Kinder- und Jugendgesundheit in eigener Verantwortung wieder voranbringen zu können.