DGKJ-Mitgliederbefragung 2015

Sehr geehrte, liebe DGKJ-Mitglieder,

fast schon traditionell führt die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin zu Beginn einer neuen Präsidentschaft eine Befragung unter ihren Mitgliedern durch. Auf diese Weise soll eine zeitgemäße Weiterentwicklung der Arbeitsfelder und Organisationsstrukturen der DGKJ und eine noch bessere Ausrichtung der Arbeit der DGKJ auf die Wünsche und Vorstellungen unserer Mitglieder gewährleistet werden. Ich freue mich über die zahlreiche Teilnahme an der Befragung und möchte mich ganz herzlich für diese wertvolle Unterstützung bedanken.

Von den 11.084 DGKJ-Mitgliedern, die wir in der Zeit vom 12.02.-31.3.2015 per E-Mail kontaktierten, haben 2.205 geantwortet. Das entspricht einer Rücklaufquote von ca. 20%. Wir haben die Befragung inzwischen ausgewertet und möchten die Ergebnisse gerne mit Ihnen teilen. Die Berechnung der statistischen Kennzahlen basiert vorwiegend auf Häufigkeitsanalysen bzw. Mittelwertvergleichen.

Als Gründe für eine Mitgliedschaft in der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin wurden, wie schon bei den vorherigen Befragungen, hauptsächlich die Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten der DGKJ genannt. Hierzu zählen der Bezug der Monatsschrift Kinderheilkunde ebenso wie die DGKJ-Jahrestagung, die DGKJ-Repetitorien Pädiatrie, der DGKJ-Ernährungskurs, die DGKJ-Kolloquien und das DGKJ-Kompetenztraining. Dieses Ergebnis nehmen wir als Ansporn unsere Fort- und Weiterbildungsformate weiter zu verbessern und auszubauen. So haben wir z.B. in diesem Jahr mit dem DGKJ-Kompetenztraining „Fit für Klinik und Praxis“ eine neue Reihe von Workshops gestartet, in denen die in der Kinder- und Jugendmedizin besonders geforderten Kompetenzen individuell in verschiedenen Bereichen trainiert bzw. intensiviert werden sollen.

Ein Bereich, in dem von unseren Mitgliedern verstärkt Engagement gewünscht wird, ist die Interessenvertretung der deutschen Pädiatrie in der Politik. Hier ist in den letzten Jahren mit der Etablierung der Position des Generalsekretärs sehr viel erreicht worden. Wir nehmen Ihren Auftrag jedoch ernst und werden in diesem Bereich unsere Aktivitäten, soweit dies personell möglich ist, weiter verstärken. Der DGKJ-Generalsekretär, Herr Dr. Karl-Josef Eßer, wird in einer der nächsten Ausgaben der Monatsschrift auch über seine politischen Aktivtäten der letzten Monate berichten. Damit möchten wir auch darauf reagieren, dass 90% der Befragten angegeben haben, über die Tätigkeit des Generalsekretärs nicht umfänglich informiert zu sein.

Nach konkreten Themen gefragt, mit denen sich die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin in den nächsten Jahren beschäftigen sollte, steht bei 79% der Befragten die Entwicklung und Implementierung von Leitlinien im Mittelpunkt. Wir freuen uns vor diesem Hintergrund ganz besonders, dass wir allen DGKJ-Mitgliedern ab sofort den kostenlosen Zugang zu den Leitlinien Kinder- und Jugendmedizin anbieten können. 

Weitere wichtige Themen für die Zukunft sind nach Meinung unserer Mitglieder die Aus- und Weiterbildung und gesundheitspolitisches Engagement. Die Gewichtung der einzelnen Themen variiert dabei vom Alter, wie die nachfolgende Abbildung zeigt.

Abbildung 1: Gewünschte zukünftige Themen der DGKJ

Während in der Altersgruppe bis 45 Jahre Stellungnahmen und Leitlinien sowie Aus- und Weiterbildung die wichtigsten Themen darstellen, nimmt in der Altersgruppe 46+ der Wunsch nach stärkerem Engagement im Bereich Gesundheitspolitik/Gesetzgebungsverfahren zu und ist für die Altersgruppe 56+ das wichtigste Thema der Zukunft.   

Wie die DGKJ-Mitglieder die einzelnen Angebote ihrer wissenschaftlichen Fachgesellschaft nutzen, zeigt die nachfolgende Grafik.

Abbildung 2: Nutzung der DGKJ-Angebote

Abbildung 3: Bewertung und Nutzung einzelner Rubriken der DGKJ-Website

Im Vergleich zu den Ergebnissen der Befragung 2012 freut uns, dass die Kenntnis über die einzelnen Angebote gestiegen ist und dadurch auch eine vermehrte Nutzung erfolgt.

Allerdings können wir bei der Nutzung unserer Online-Angebote, wie der Pädiatrie News App, dem RSS-Feed und dem Open Access Journal Molecular und Celluar Pediatrics noch deutliche Potentiale erschließen. Hier werden wir gefordert sein, diese Angebote weiterzuentwickeln und Sie von der Nutzung zu überzeugen. 

Die Tätigkeiten innerhalb der DGKJ sind vielfältig und werden von den unterschiedlichsten Gremien, ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitern, Experten, Delegierten etc. wahrgenommen. Das Feedback, das Sie unserer Arbeit in Form einer Bewertung gegeben haben, ist sehr zufriedenstellend. So wurden die Aktivitäten des Vorstands, der Kommissionen, des Konvents für fachliche Zusammenarbeit, der Delegierten und der Geschäftsstelle jeweils mit der Note 2 bewertet.

Der Austausch der Informationen über unsere Arbeit erfolgt im Wesentlichen über unsere Website. Vor diesem Hintergrund hatten wir um eine Bewertung unseres Webauftritts gebeten. Die Mehrheit der Befragten beurteilte die Website mit Note 2, wobei bei der Übersichtlichkeit noch Verbesserungspotentiale gesehen werden. Am interessantesten sind für unsere Nutzer die Rubriken „Veranstaltungen“ und „Wissenschaft“, was sich auch in den Nutzungsangaben niederschlägt.

Insgesamt liefert uns die Befragung zahlreiche Impulse für unsere weitere Arbeit. Viele Ihrer Anregungen, wie z.B. der Wunsch nach stärkerer Profilierung der DGKJ im wissenschaftlichen Bereich, eine stärkere Zusammenarbeit innerhalb der pädiatrischen Gesellschaften und Verbände, Stärkung der klinischen Forschung, Wunsch nach weniger Parallelveranstaltungen auf Kongressen, werden wir aufgreifen und innerhalb unserer Gremien weiter beraten und bearbeiten. 

Im Namen des DGKJ-Vorstands und der Geschäftsstelle noch einmal herzlichen Dank an alle , die an der Mitgliederbefragung teilgenommen haben. Wir freuen uns jederzeit auf weitere Meinungen und Anregungen und laden Sie ein, unsere vielfältigen Angebote zu nutzen.

Prof. Dr. Ertan Mayatepek

DGKJ-Präsident