Prof. Dr. med. Reinhard Berner

kandidiert als Vertreter der Pädiatrischen Spezialitäten (Infektiologie)

Nach dem Medizinstudium in Würzburg und Caen/Frankreich promovierte Reinhard Berner 1990 mit einer experimentellen Arbeit zu Infektionen durch Listeria monocytogenes. Von 1989 bis 1991 setzte er seine Tätigkeit zunächst als AiP, später als wissenschaftlicher Assistent am Institut für Hygiene und Mikrobiologie Würzburg bei Prof. Heesemann fort, bevor er 1991 an die Universitätskinderklinik Freiburg zu Prof. Brandis wechselte, wo er neben der Facharztausbildung die Leitung des bakteriologischen Labors übernahm. Im Jahr 1997 legte er seine Facharztprüfung ab und wurde im selben Jahr zum Klinischen Oberarzt ernannt. Er erwarb die Fachkunde Laboruntersuchungen im Gebiet Kinderheilkunde, das Diplom Pädiatrischer Infektiologe der DGPI, die Zusatzbezeichnung Infektiologe, sowie das Zertifikat Kinder- und Jugendrheumatologe der GKJR und die Zusatzbezeichnung Kinderrheumatologie mit den entsprechenden Weiterbildungsermächtigungen. Im Jahr 2001 folgte die Habilitation, 2005 die Ernennung zum apl. Professor. Im Jahr 2003 wurde er zum leitenden Oberarzt am Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, 2004 bis 2005 zum kommissarischen ärztlichen Direktor und 2005 erneut um geschäftsführenden leitenden Oberarzt und Stellvertreter des ärztlichen Direktors ernannt. Seit 2007 ist er Leiter der Sektion Pädiatrische Infektiologie, Immunologie und Vakzinologie und Vorstandsmitglied des Centrums für Chronische Immundefizienz (CCI) sowie des Zentrums für Infektionsmedizin (ZI) am Universitätsklinikum Freiburg. Prof. Berner ist berufenes Mitglied der Influenzakommission für den Pandemiefall am RKI, der Kommission für Verschreibungspflicht und der Kommission für Arzneimittel für Kinder und Jugendliche (KAKJ) beim BfArM sowie Mitglied der Kommission für Arzneimittelsicherheit im Kindes- und Jugendalter (KASK) der DGKJ. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte sind Infektionskrankheiten bei Kindern, insbesondere invasive bakkterielle Infektionen durch B- und A- Streptokokken, Staphylokokkken und Meningokokken, deren klinische und molekulare Epidemiologie, die entsprechende Immunantwort, Impfpräventabilität sowie Antibiotikatherapie.

„Zu den Hauptaufgaben eines Vertreters der Subspezialitäten im Vorstand gehört aus meiner Sicht, daran mitzuwirken, die Expertise der Subspezialitäten für eine bestmögliche fachärztliche Versorgung von Kindern und Jugendlichen in Deutschland zu nutzen und in der DGKJ zu bündeln. Dazu zählt auch, den Zusammenhalt der Subspezialitäten im gemeinsamen Kern der Kinder- und Jugendmedizin – auch bei gelegentlich scheinbar divergierenden Interessen – zu stärken. Ein weiteres Anliegen ist es, sich gemeinsam mit allen pädiatrischen Interessenvertretern für die Anerkennung der besonderen Anforderungen der Behandlung von Kindern und Jugendlichen durch Politik und Gesellschaft, aber nicht zuletzt auch durch andere Fachdisziplinen einzusetzen.“

 

Prof. Dr. med. Angelika Eggert, Essen

Prof. Dr. med. Orsolya Genzel-Boroviczény, München

Prof. Dr. med. Ingeborg Krägeloh-Mann, Tübingen

Prof. Dr. med. Tim Niehues, Düsseldorf