Begleitbuch

Zur Ausstellung ist das dt./engl. Begleitbuch "Im Gedenken der Kinder" erhältlich. 

AKTUELL: Ausstellung 2016 in Erlangen

Flyer zur Ausstellung

Über 75 Jahre nach dem Beginn systematischer Tötung von geistig und körperlich behinderten Menschen erinnert die Ausstellung "Im Gedenken der Kinder" an das dunkle Kapitel der „Kinder-Euthanasie“ während der Zeit des Nationalsozialismus. Über 10.000 von ihnen fielen bis 1945 den verschiedenen Programmen zur Vernichtung „lebensunwerten Lebens“ zum Opfer.

Vom 9. bis zum 22. Juli  2016 wird die Ausstellung in der Hugenottenkirche in Erlangen zu sehen sein.

Bahnhofplatz 3, 91054 Erlangen.

Öffnungszeiten:

Montag - Freitag, 15:00 - 18:00. Samstag / Sonntag: 12:00 - 17:00.

 

Feierliche Eröffnung: 8. Juli 2016, 17 Uhr.

Programm der Vernissage:

Begrüßung
Pfarrer Johannes Mann, Hugenottenkirche Erlangen
Prof. Dr. Antje Kley, Vizepräsidentin der FAU Erlangen-Nürnberg
Prof. Dr. Wolfgang Rascher, Direktor der Kinder- und Jugendklinik, Universitätsklinikum Erlangen

Wissenschaftliche Vorträge

  • Prof. Dr. Karl-Heinz Leven (Direktor des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin, FAU Erlangen-Nürnberg): Medizinische Fakultät und Klinikum Erlangen in der NS-Zeit
  • Philipp Rauh, MA (Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin, FAU Erlangen-Nürnberg): Rassenhygiene, Zwangssterilisationen und NS-„Euthanasie“ in Erlangen
  • Prof. Dr. Dagmar Bussiek (Gastprofessorin für Sozial- und Kulturgeschichte der Leuphana Universität Lüneburg): Die Universitätskinderklinik Erlangen und die Kinderfachabteilung Ansbach in der Zeit der NS-„Euthanasie“: Historisches Geschehen  und die Aufarbeitung nach Kriegsende
  • Prof. Dr. Thomas Beddies, Stellvertretender Vorsitzender der historischen Kommision der DGKJ: Die Genese der Ausstellung „Im Gedenken der Kinder“

Musikalische Begleitung

Schülerinnen und Schüler des Christian-Ernst-Gymnasiums Erlangen.


Anschließend Gelegenheit zur Besichtigung der Ausstellung und Empfang im Hof.

 

Führungen:

Dr. Susanne Ude-Koeller, Institut für Geschichte und
Ethik der Medizin, FAU Erlangen-Nürnberg

Sa, 16. Juli 2016, 16 Uhr

Fr, 22. Juli 2016, 16 Uhr

und nach Absprache (susanne.ude-koeller(at)fau.de)

 

Nächste Stationen der Ausstellung: 

Gemünden am Main   07.11. 2016 - 27.11.2016

Würzburg  28.11. 2016 - 16.12.2016

Die Ausstellung wurde in dieser Form bereits im Berliner Dokumentationszentrum "Topographie des Terrors" gezeigt. Zu deren Eröffnung im Januar 2012 sprach DGKJ-Präsident Prof. Dr. Wagner ein Grußwort, in dem er auf die Auseinandersetzung der Fachgesellschaft mit der Rolle der Kinderärzte bei den Medizinverbrechen im Nationalsozialismus eingeht. Zur Ansprache.

Virtuelle Ausstellung

Ausstellung im Netz: www.im-gedenken-der-kinder.de

Die Ausstellung „Im Gedenken der Kinder. Die Kinderärzte und die Verbrechen an Kindern in der NS-Zeit“, wurde von der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) konzipiert und umgesetzt. Seit 2010 war die stetig erweiterte Dokumentation bereits in Potsdam, Berlin, Hamburg, Magdeburg, Stuttgart und an anderen Orten zu sehen. Die Ausstellung ist auch virtuell unter www.im-gedenken-der-kinder.de zu besuchen.

Der Netzbesucher bewegt sich per Mausklick durch zwei virtuelle Räume und entlang von 28 Text- und Bildtafeln, die den Weg der „Medizin zwischen Vernichten und Heilen“ darstellen. Der Betrachter kann Informationen über einzelne Einrichtungen, Versuchsreihen und Experimente abrufen, oder sich per Zoom den Beschreibungen der Kinder nähern und Profile der verantwortlichen Mediziner aufrufen. Eine Hördatei vertont Briefwechsel zwischen Eltern und Ärzten. Das Angebot wird ergänzt durch einen Auszug des umfangreichen Ausstellungskatalogs (in gedruckter Fassung erhältlich).

Ausstellung "Im Gedenken der Kinder. Die Kinderärzte und die Verbrechen an Kindern in der NS-Zeit".

Vortragsprogramme, Informationsmaterialien, Fotos:

DGKJ-Erklärung: Die Kinderärzte und die Verbrechen an Kindern in der NS-Zeit

Auf der Jahrestagung 2010 der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) in Potsdam kamen über 800 Kinder- und Jugendärzte zu einer Gedenkveranstaltung für die Opfer der Kinder-„Euthanasie“-Programme des Nationalsozialismus zusammen. Die Rede des Historikers Prof. Dr. Hans-Walter Schmuhl und Nadja Uhls Lesung aus Briefen von Angehörigen eröffneten die unterschiedlichen Perspektiven des Themas. Im Zentrum der Gedenkfeier stand die von DGKJ-Präsident Prof. Dr. Fred Zepp verlesene Selbstverpflichtung der Fachgesellschaft zur kritischen Aufarbeitung der eigenen Geschichte und zur Erinnerung an die Opfer: