Prof. Dr. med. Ingeborg Krägeloh-Mann

kandidiert als Vertreterin der Pädiatrischen Spezialitäten (Neuropädiatrie).

Frau Prof. Krägeloh-Mann studierte Medizin an der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen und an der Universität Lausanne. Sie promovierte mit einer Arbeit
zur „Alternierenden Hemiplegie des Säuglingsalters“ nach einem einjährigen Auslandsaufenthalt am Hôpital St. Vincent de Paul in Paris bei Herrn Dr. Jean Aicardi. Seit 1987 ist sie Ärztin für Kinderheilkunde.Sie war von 1988 -1995 als Oberärztin an der Abteilung für Entwicklungsneurologie und Neuropädiatrie an der Universitätskinderklinik in Tübingen unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Richard Michaelis tätig, führte in diesem Rahmen eine vom BMBF geförderte Studie zur Epidemiologie, Nosologie und Ätiologie der spastischen Tetraparese in Südwestdeutschland im Vergleich zu Schweden durch (Leitung Prof. Michaelis) und war im Rahmen eines Habilitationsstipendiums der DFG u.a. ein Jahr am John F. Kennedy Institute in Kopenhagen zur Durchführung einer Verlaufsstudie ehemaliger Risikofrühgeborener. Sie habilitierte sich 1994 im Fach Kinderheilkunde mit der Arbeit „Läsionen des unreifen Gehirns – eine Untersuchung zur Nosologie, Epidemiologie und Ätiologie der spastischen Tetraparese“. 1995-97 war sie als Universitätsprofessorin (C 3) an der TU in München tätig und ist seit August 1997 Ärztliche Direktorin (C 4-Professur für Kinderheilkunde, Schwerpunkt Neuropädiatrie, Entwicklungsneurologie und Sozialpädiatrie) an der Universität Tübingen. Zwischen 2004 und 2010 war sie dort als Geschäftsführende Direktorin im Department für Kinderheilkunde und Jugendmedizin tätig. Ihr wissenschaftliches und klinisches Interesse gilt insbesondere der systematischen Untersuchung früher Gehirnläsionen in ihrer Auswirkung auf die Funktion einerseits und andererseits auf die Reorganisationsmöglichkeiten des kindlichen Gehirns. Seit einigen Jahren beschäftigt sie sich auch systematisch mit der Beschreibung des natürlichen Verlaufs der Metachromatischen Leukodystrophie und dem Morbus Krabbe.


„Die pädiatrischen Subspezialitäten stehen im Spannungsfeld zwischen ihrer Zugehörigkeit zur Pädiatrie und der Notwendigkeit der Kooperation mit ihren spezifischen Partnern im Erwachsenenbereich. Ich sehe es als eine wichtige Aufgabe an, die Fundierung der Subspezialität in der Pädiatrie zu stärken, den Blick der Pädiatrie für die Bedürfnisse und Profilbildung der Schwerpunktbereiche zu schärfen, ein entsprechendes eigenes Profil zu unterstützen und so zur Qualität der Schwerpunktbereiche beizutragen. Ein weiteres Anliegen ist es mir, den Austausch zwischen Vertretern der Subspezialität in verschiedenen Organisationsebenen (von der eigenständigen Abteilung an einer großen Klinik bis zur Repräsentation im niedergelassenen Bereich) zu unterstützen und mich auch für eine adäquate Vergütung der ärztlichen Leistung einzusetzen. Auch als Vertreterin einer Subspezialität oder gerade als eine solche möchte ich mich einsetzen für die Sichtbarkeit spezifischer Belange von kindlichen Patienten im Gesundheitssystem.“

 

Prof. Dr. med. Reinhard Berner, Freiburg

Prof. Dr. med. Angelika Eggert, Essen

Prof. Dr. med. Orsolya Genzel-Boroviczény, München

Prof. Dr. med. Tim Niehues, Düsseldorf