Prof. Dr. med. Orsolya Genzel-Boroviczény

kandidiert als Vertreterin der Pädiatrischen Spezialitäten (Neonatologie)

Frau Genzel-Boroviczény studierte Medizin und Physik im Bonn und verbrachte das Praktische Jahr 1978/79 in Boston an der Harvard Medical School und an der Boston University. Daran schloss sich ihre Facharztausbildung in Oakland Children´s Hospital, Kalifornien, an. In den neun Jahren in den USA war Frau Genzel-Boroviczény zwei Jahre als Post Doctoral Fellow im Donner Laboratory tätig und legte damit den Grundstein für ihren Forschungsschwerpunkt in der Ernährung von Frühgeborenen, in dem sie sich 1999 in München habilitierte. Nach der Rückkehr nach Deutschland vervollständigte sie ihre deutsche Facharztausbildung an der Kinderklinik der Universität München, um sich dann ganz der Neonatologie zu widmen. Als eine der ersten in Bayern erhielt sie 1994 die neu geschaffene Zusatzbezeichnung Neonatologie und war von 1994 bis 2003 als Oberärztin der Neonatologie Großhadern tätig, für 2,5 Jahre auch als kommissarische Leiterin. Seit 2003 leitet sie die Neonatologie Campus Innenstadt der des Klinikums der Universität München. Seit über 15 Jahren ist sie intensiv mit der Neugestaltung des Medizinischen Curriculums an der Universität München beschäftigt und der dafür notwendigen didaktischen Ausbildung der Fakultät. Sie ist seit vielen Jahren in der Screening- und in der Ernährungskommission der DGKJ tätig.


„Ich möchte mich weiter intensiv für die Ziele der DGKJ für eine exzellente medizinische Versorgung und Betreuung der Kinder und ihrer Familien in Deutschland einsetzen. Dazu gehört auch eine exzellente Aus- und Weiterbildung in der Pädiatrie und ihren Subspezialitäten, vom Medizinstudium bis zur Weiterbildung in den Subspezialitäten. Eine strukturierte Facharztausbildung und standardisierte Facharztprüfungen sind in Deutschland im Gegensatz zu vielen anderen Ländern noch nicht etabliert und die Bedürfnisse der Assistenten für eine gute und umfassende Ausbildung müssen oft den Bedürfnissen der Kliniken weichen. Die Mitarbeit in Kommissionen hat mir gezeigt, wie wichtig die Beteiligung von klinisch tätigen Ärzten in Gremien ist, um deren Erfahrung und Sichtweisen in Entscheidungen, Empfehlungen und Vorschriften einfließen zu lassen. Mir liegt sehr an der Stärkung der Kinderchirurgie als Partner der Pädiatrie, damit eine ausreichende Versorgung von Kindern durch ausgebildete Kinderchirurgen möglich ist.“

 

Prof. Dr. med. Reinhard Berner, Freiburg

Prof. Dr. med. Angelika Eggert, Essen

Prof. Dr. med. Ingeborg Krägeloh-Mann, Tübingen

Prof. Dr. med. Tim Niehues, Düsseldorf