Prof. Dr. med. Tim Niehues

kandidiert als Vertreter der Pädiatrischen Spezialitäten (Immunologie)

Nach Studium in Lübeck, Dublin und Freiburg war Tim Niehues von 1991 bis 1993 Stipendiat des DAAD am North Shore University Hospital der Cornell Universität New York (Department of Molecular Medicine). Von 1993 bis 2007 war er an der Universitäts-Kinderklinik der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf tätig, habilitierte 2002 und wurde dort 2008 zum außerplanmäßigen Professor ernannt. 2007 wurde er zum Direktor des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin in Krefeld gewählt und ist seit 2008 stellv. ärztlicher Direktor
am HELIOS Klinikum Krefeld. Er führt die Schwerpunktbezeichnungen Rheumatologie, Hämatologie/Onkologie und die Zusatzbezeichnung Allergologie. Tim Niehues hat in den Vorständen der pädiatrischen Fachgesellschaften Rheumatologie (GKJR), HIV-Medizin (PAAD) und Immunologie (API) gearbeitet und ist Sprecher des Arbeitskreises Pädiatrische Immunologie bei der Deutschen Gesellschaft für Immunologie (DGfI).

„Zentrale Themen der Vorstandsarbeit sind aus meiner Sicht

  • Qualität: Über das klare Bekenntnis zu grundlagenorientierter
    und klinischer Forschung hinaus ist Versorgungsforschung wichtig (Entwicklung von hochwertigen Leitlinien/Qualitätsindikatoren/Transitionsprogrammen)
  • Vielfalt: In den pädiatrischen Subdisziplinen wird wissenschaftlich
    und politisch hervorragende Arbeit geleistet. Die DGKJ hat die Aufgabe, diese Aktivitäten zu vernetzen und zu bündeln. Der Weg, einzelne pädiatrische Subdisziplinen an die Jahrestagung anzukoppeln, ist aus meiner Sicht richtig.
  • Nachwuchs: Wir brauchen eine hohe Dichte an Kinder- und Jugendärzten auch in ländlichen Regionen. Die DGKJ hat bereits mittels
    Repetitorium, Weiterbildungsordnung und anderen Dingen Akzente für den Nachwuchs gesetzt. Eine gute Strukturierung der Ausbildung ist wichtig und sollte die niedergelassenen Kinderärzte mit einbeziehen.
  • Interdisziplinarität: Pädiatrie-orientierte Fachdisziplinen wie z.B. Kinderchirurgie, Kinderradiologie usw. sind essentiell, um Kinder und Jugendliche nach State-of-theart und unter einem Dach zu behandeln. Sie brauchen unsere Unterstützung.“
  • Wahrnehmung: Pädiatrie ist Investition in die Zukunft, dies gilt es fest in Politik und Gesellschaft zu verankern. Sie ist nicht nur beim Thema Geburt unverzichtbar für eine qualitativ hochwertige Medizin. Kinderarztpraxen tragen mit exzellenter Vorsorge erheblich zur Gesundheit der Bevölkerung bei. Entgegen vieler Vorurteile ist die Pädiatrie an kleinen und großen Krankenhäusern kein „Verlustgeschäft“. Hier gilt es, eng mit dem Berufsverband BVKJ zu kooperieren, um die Pädiatrie einheitlich nach außen darzustellen.

 

Prof. Dr. med. Reinhard Berner, Freiburg

Prof. Dr. med. Angelika Eggert, Essen

Prof. Dr. med. Orsolya Genzel-Boroviczény, München

Prof. Dr. med. Ingeborg Krägeloh-Mann, Tübingen