Personalia

Hier erscheinen aktuelle Personalmitteilungen, wie z.B. Laudationes, Habilitationen, Berufungen, Neubesetzungen etc.
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Friedrich-Linneweh-Preis

29.10.2013


Prof. Debatin, Dr. Fazeli, Dr. Liebau

Prof. Dr. Klaus-Michael Debatin, Leiter der Arbeitstagung Pädiatrische Forschung, übergab am 12. September 2013 in Düsseldorf den Friedrich-Linneweh-Preis zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Pädiatrie an zwei Preisträger:

Dr. Max Christoph Liebau (36) ist Facharzt in der Pädiatrischen Nephrologie an der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Uniklinik Köln. Nach dem Studium der Medizin in Freiburg, Madrid und Bristol erfolgte die klinische Weiterbildung an den Universitätskliniken in Freiburg und Köln. Im Rahmen einer abteilungsübergreifenden engen Kooperation war Max Liebau als Postdoc im Nephrologischen Forschungslabor der Inneren Medizin II der Uniklinik Köln grundlagenwissenschaftlich tätig. 

Seither beschäftigt sich Dr. Liebau mit den zellbiologischen Grundlagen genetischer zystischer Nierenerkrankungen des Kindesalters, wie beispielsweise der autosomal rezessiven polyzystischen Nierenerkrankung (ARPKD) und der Nephronophthise. Er erforscht dabei die Mechanismen der gestörten intrazellulären Signalweitergabe bei diesen Erkrankungen und die Bedeutung sogenannter Zilien, fadenartige Zellfortsätze, die als Sensoren die Umgebung einer Zelle wahrnehmen, für die Kontrolle intrazellulärer Signalwege. Neben den grundlagenwissenschaftlichen Arbeiten koordiniert Dr. Liebau eine europäische Registerstudie zur strukturierten Charakterisierung des hochgradig variablen klinischen Verlaufs von ARPKD-Patienten (www.aregpkd.org).

Dr. Walid Fazeli (32) studierte in Freiburg und Paris und ist derzeit in der Facharztausbildung an der Universitätskinderklinik Hamburg-Eppendorf. Dort befasst er sich neben seiner klinischen Tätigkeit mit Fragen zur neonatalen Epilepsie sowie zum Einfluss maternalen Verhaltens auf die neuronale Entwicklung des Neugeborenen.

In der ausgezeichneten Arbeit wurde in der Arbeitsgruppe von Herrn Prof. Dr. Dirk Isbrandt am Zentrum für Molekulare Neurobiologie Hamburg (ZMNH) des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) eine Mutation in einem zerebralen Natriumkanal, die zunächst bei einem pädiatrischen Patienten mit neonataler Epilepsie identifiziert wurde, in ein Mausmodell überführt. Damit konnte in der Arbeitsgruppe erfolgreich ein Mausmodell der neonatal-infantilen Epilepsie etabliert werden. Herr Fazeli konnte zeigen, dass bereits Wochen vor dem Eintreten motorischer Anfälle schwere elektrographische Veränderungen im Hippocampus vorliegen. Die elektrophysiologischen und Verhaltens-auffälligkeiten sind Gendosis-abhängig. Sein Ziel ist es nun, durch frühzeitige pharmakologische Intervention die Ausbildung einer pathologischen hippocampalen Netzwerkaktivität zu unterbinden, um damit die Entwicklung epileptischer Anfälle und kognitiver Defizite zu verhindern.

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