Personalia

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Eva Luise Köhler Forschungspreis

27.02.2015

Prof. Dr. med. Heymut Omran von der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikum Münster wurde für sein Projekt „Verbesserung der Diagnostik und Therapie der Primären Ziliären Dyskinesie (PCD)“ mit dem mit 50.000 Euro dotierten Eva Luise Köhler Forschungspreis ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand am 28. Februar, dem Thementag der Seltenen Erkrankungen, in Berlin statt.

Durch verschiedene Gendefekte sind bei der seltenen Erkrankung PCD die Zilienfunktionen - die Krankheit tritt bei 1 zu 20.000 Neugeborenen auf - gestört. Kinder mit PCD leiden von Geburt an Schnupfen, feuchtem Husten und Mittelohrentzündung, also klassischen Erkältungssymptomen, die jedoch bleibende Schäden der Lungenfunktion hinterlassen. Bei fast der Hälfte der PCD-Betroffenen kommt es zudem zu einem Situs inversus, der spiegelbildlichen Vertauschung der Anordnung innerer Organe. Das ausgezeichnete Projekt ermöglicht mit Hilfe einer genetischen Untersuchung und einer Eiweißuntersuchung, 30 charakterisierte Defekte identifizieren, die zur PCD führen. Da Eiweiße den Bewegungsablauf der Flimmerhärchen steuern, können hier mittels einer relativ unaufwändigen Fluoreszenzmikroskopie eindeutige Aussagen getroffen werden. Eine frühzeitige Therapie und Behandlung der Symptome wird dadurch gewährleistet. „Mit Hilfe des Preisgeldes können wir nun unsere Patientenregister, die wir europaweit anlegen, erweitern, noch mehr Menschen für unsere Studien rekrutieren, um unsere Diagnoseverfahren weiterhin zu verbessern und weitere Gendefekte zu identifizieren“, so Professor Omran auf der Preisverleihung.

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