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Prof. Dr. Heinz-Peter Groneck zum 60. Geburtstag
18.12.2009
Peter Groneck wurde am 08.12.1949 in Harderberg/ Kreis Osnabrück geboren. Nach dem Medizinstudium an der Universität zu Köln von 1970 bis 1976 und Medizinalassistenz begann Herr Groneck seine pädiatrische Weiterbildung im März 1978 als Assistenzarzt der Pädiatrischen Klinik des Kinderkrankenhauses der Stadt Köln unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Hans Ewerbeck. Dem breiten Spektrum des Kinderkrankenhauses Amsterdamer Straße entsprechend widmete sich Herr Groneck neben der Allgemeinpädiatrie verschiedenen Schwerpunkten von der Hämato-Onkologie über die Allergo-Pulmonologie bis zur Kardiologie und Neuropädiatrie, in der er ein EEG Zertifikat erwarb, sowie der diagnostischen Radiologie und Sonographie (unter Leitung von Herrn Prof. Dr. Klaus Ebel, Kinderradiologie). Nach der Anerkennung als Facharzt für Kinderheilkunde leitete Herr Groneck ab 1983 als Oberarzt die neonatologische und pädiatrische Intensivstation des Kinderkrankenhauses. In der Folge, ab 1987 unter Leitung von Herrn Prof. Dr. Felix Bläker, spezialisierte sich Herr Groneck weiter in der Neonatologie, unter anderem mit Gastaufenthalt am Children’s Hospital in Philadelphia, USA (1988) und baute ab 1990 die Neugeborenen-Intensivstation am Perinatalzentrum der Städtischen Frauenklinik Köln-Holweide auf. Insgesamt leitete Herr Prof. Groneck über mehr als 20 Jahre die pädiatrische Intensivstation des Kinderkrankenhauses Amsterdamer Straße ebenso wie die Neugeborenenintensivstation des Perinatalzentrums und bewältigte hier enorme medizinische, organisatorische und logistische Herausforderungen. Die Neugeborenen-Intensivstation wurde kontinuierlich erweitert, mit dem medizinischen Fortschritt der Neonatologie nach internationalem Standard entwickelt und mit großem innovativem Engagement geleitet. Herr Prof. Groneck widmete sich mit hohem klinischem und persönlichem Einsatz der optimalen Patientenbetreuung und arbeitete eng mit allen Bereichen des Hauses und benachbarten Geburtskliniken zusammen, legte dabei auf Kollegialität und interdisziplinäre Zusammenarbeit viel Wert.
Herr Prof. Groneck promovierte an der Universität zu Köln (1978) mit einer Arbeit am Max-Planck-Institut für Hirnforschung (Prof. Dr. K. J. Zülch) über Wachstumscharakteristika experimentell erzeugter Hirntumoren. In den 1990-iger Jahren entwickelte er intensive wissenschaftliche Aktivitäten auf dem Gebiet der Neonatologie und Immunologie. Nach erfolgreicher Kooperation mit Herrn Prof. Speer (damals Universitäts-Kinderklinik Göttingen) habilitierte sich Groneck 1995 mit immunologischen Untersuchungen zur pulmonalen Entzündungsreaktion in der Pathogenese der bronchopulmonalen Dysplasie (BPD). Der Verleihung der Venia legendi (1996) erfolgte 2001 die Ernennung zum apl. Professor der Universität zu Köln.
Als national und international anerkannter Neonatologe mit langjährigem Engagement im Vorstand der Gesellschaft für Neonatologie und pädiatrische Intensivmedizin hat sich Herr Prof. Dr. Peter Groneck in vielen wissenschaftlichen Projekten zur neonatologischen Behandlung eingesetzt. Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Tätigkeit sind Untersuchungen zur pulmonalen Inflammation bei BPD, zur Lungenmechanik bei Früh- und Neugeborenen und die Teilnahme an klinischen Studien zur Surfactant-Substitutionsbehandlung des Atemnotsysndroms. Herrn Prof. Groneck zeichnet seine immer am aktuellen wissenschaftlichen Standard orientierte, kritisch überprüfte und nach neuen Studien adaptierte Behandlungsstrategie in der Neonatologie, der pädiatrischen Intensivmedizin und der Pädiatrie allgemein aus. Herr Groneck ist unermüdlich bei der Entwicklung klinischer Verfahrensanweisungen zur zuverlässigen Behandlung mit hoher medizinischer Qualität. Besonderes Interesse hat er an der intensiven Weiterbildung der pädiatrischen Assistenten und der Ausbildung der Studierenden im Praktischen Jahr.
Seit September 2003 ist Herr Prof. Groneck Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendliche des Klinikums Leverkusen gGmbH. Nach Übernahme der neuen Leitungsaufgabe in Leverkusen hat er große Arbeit mit der Neustrukturierung der Klinik und der Erweiterung der Neonatologie und Intensivmedizin geleistet. Herrn Prof. Dr. Peter Groneck ist für seine unermüdliche Energie in der gesamten Pädiatrie zu danken, bei der er immer den umfassenden Informationsgewinn und die interdisziplinäre klinische Zusammenarbeit in den Vordergrund stellt. Nach langjähriger Zusammenarbeit mit Herrn Prof. Groneck freue ich mich besonders, ihm im Namen der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin zu seinem 60. Geburtstag zu gratulieren und wünsche ihm beruflich alles Gute, weiterhin großen Erfolg sowie persönlich die Erfüllung aller seiner Wünsche mit vielen Aktivitäten und Reisen neben der umfassenden klinischen Tätigkeit.
Prof. Dr. Michael Weiß, Köln