Personalia

Hier erscheinen aktuelle Personalmitteilungen, wie z.B. Laudationes, Habilitationen, Berufungen, Neubesetzungen etc.
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Univ.-Prof. Dr. Christian Urban zum 60. Geburtstag

24.05.2009

Christian Urban wurde am 24.5.1949 in Wien geboren. Seine Gymnasialzeit und sein Medizinstudium absolvierte er in Graz, wo er 1974 an der Karl-Franzens-Universität zum Dr. med. univ. promovierte. Mit April 1975 trat er seine Ausbildungsstelle als Assistenzarzt an der Univ.-Klinik für Kinder- und Jugendheilkunde in Graz an und erlangte 1980 den Facharztstatus für Kinderheilkunde sowie den Zusatzfacharzttitel für pädiatrische Intensivmedizin und Neonatologie. Der Zusatzfacharzttitel für pädiatrische Hämatologie/Onkologie wurde Professor Urban 2007 zuerkannt. Bereits während seiner allgemeinpädiatrischen Ausbildung galt sein besonderes Interesse der pädiatrischen Hämatologie und Onkologie und 1978 konnte er im Team um Prof. Ingomar Mutz an der 1. Knochenmarkstransplantation in Österreich mitwirken. Ein zweijähriger Forschungsaufenthalt (1980-1981) bei Prof. Gerald Rosen am Memorial Sloan Kettering Cancer Center in New York und anschließend bei Prof. Donall Thomas (dem späteren Gewinner des Nobelpreises 1990) am Fred Hutchinson Cancer Research Center in Seattle (1981-1982) ermöglichte es Christian Urban, seine Kenntnisse sowohl auf dem Gebiet der konventionellen Hämatologie/Onkologie als auch auf dem Gebiet der Stammzelltransplantation wissenschaftlich und klinisch zu vertiefen. Im Jahre 1983 erfolgte die Habilitation im Fach Kinderheilkunde und 1990 die Verleihung des Berufstitels ao. Univ.-Professor durch den Bundespräsidenten, 1992 die Ernennung zum ao. Univ.-Professor laut § 31 UOG. 

 Christian Urban ist Mitglied und wissenschaftlicher Beirat verschiedener Fachgesellschaften, unter anderem der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde, der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie, Kommissionsmitglied zahlreicher internationaler Therapieoptimierungsstudien und Studienleiter der österreichischen Hirntumorstudie (seit 1993) sowie der österreichischen Retinoblastomstudie (seit 2003). Von 1995 bis 2000 war er auch Leiter der Arbeitsgruppe für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde.

Seit 1994 ist Christian Urban Leiter der Klinischen Abteilung für Pädiatrische Hämatologie/Onkologie der Univ.-Klinik für Kinder- und Jugendheilkunde in Graz. Innerhalb weniger Jahre wurde diese Abteilung zu einem national und international anerkannten Zentrum für Pädiatrische Hämatologie/Onkologie und Stammzelltransplantation. Christian Urban schuf die räumlichen, technischen und personellen Voraussetzungen, um Kindern mit hämato-onkologischen Erkrankungen aus dem Südosten Österreichs eine optimale Betreuung zu ermöglichen. Dabei war ihm die Unterstützung durch die von ihm initiierte Steirische Kinderkrebshilfe, eine gemeinnützige Selbsthilfeorganisation betroffener Eltern, stets eine große Hilfe. Sein unermüdlicher Einsatz für die Belange seiner Abteilung, seiner Mitarbeiter und vor allem seiner ihm anvertrauten Patienten fand seinen Niederschlag in einer beachtlichen Publikationsliste (249 Originalarbeiten, 2220 Zitierungen) und in exzellenten Behandlungsergebnissen. Sein mitreißender, kollegialer und immer wohlwollender Führungsstil lässt seine Mitarbeiter wachsen. Insgesamt sieben seiner Mitarbeiter konnten unter seiner Führung die Venia legendi erlangen und zwei Mitarbeiter erhielten Führungspositionen als Primarii. Innerhalb der Klinischen Abteilung für Pädiatrische Hämatologie/Onkologie wurden zwei universitäre Forschungseinheiten für „Immunologische und molekulare Grundlagen kindlicher Immundefekte“ bzw. für „Spätfolgen und Rehabilitation nach onkologischen Erkrankungen“ errichtet.

Schwerpunkte der wissenschaftlichen und klinischen Tätigkeit seines Teams sind die Stammzelltherapie und die Spätfolgenforschung, die in zahlreichen Publikationen und internationalen Kooperationen ihren Niederschlag finden. Wir wünschen dem Jubilar und in seiner (wenigen) Freizeit begeisterten Reiter noch viele Jahre aktives Schaffen und ungebrochene  Begeisterungsfähigkeit in Gesundheit und Glück, sowohl im beruflichen wie auch im privaten Leben.

Univ.-Prof. Dr. Wilhelm Müller

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