Personalia

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Univ.-Prof. Dr. Klaus Schmitt zum 60. Geburtstag

20.03.2009

Am 20.3.2009 vollendete Herr Primar Univ.-Prof. Dr. Klaus Schmitt sein 60. Lebensjahr. Aus diesem Grund  entbietet die Österreichische Gesellschaft  für Kinder- und Jugendheilkunde die allerherzlichsten Glückwünsche.

Nach seiner Schulausbildung in Linz absolvierte Prof. Schmitt das  Medizinstudium an der Universität Wien und schloss es mit der Promotion am 21.3.1975 ab. Die Ausbildung zum Arzt für Allgemeinmedizin erfolgte in Wien und Linz, anschließend begann er am 1.12.1978 seine Ausbildung zum Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde, die er am 30.11.1982 erfolgreich beendete. Prof. Schmitt  ist – und war immer - überzeugter Allgemeinpädiater,  dem die Gesamtheit des Faches Kinder- und Jugendheilkunde ein zentrales Anliegen in der Ausbildung und täglichen klinischen Arbeit ist. Bereits vor der Übernahme der Leitung  der Internen- und Infektionsabteilung mit 1.1.1993 lag sein Arbeits- und Forschungsschwerpunkt im Bereich der pädiatrischen Onkologie und Endokrinologie. Hier sind es vor allen die Patientinnen mit Turner-Syndrom, sowie AGS- und KleinwuchspatientInnen, denen sein besonderes Interesse gilt. Nach wissenschaftlichen Arbeiten über Wachstumshormontherapien bei Mädchen mit Turner-Syndrom, Gründung der Arbeitsgruppe „Multizentrische Österreichische Turnerstudie“, sowie Publikationen über „Kardiotoxizität  nach Anthrazyklintherapie“, Vermeidung des „Retinoid Acid Syndroms“ und Arbeiten über Nephropathien im Rahmen verschiedener Syndrome in der Pädiatrie, wurde ihm am 15.5.1997 die venia docendi an der Medizinischen Universität Wien verliehen. 

Im Jahr 2003 wurde Prof. Schmitt zum Universitätsprofessor ernannt. Seit 1.10.2001 leitet er nun die Landes-Frauen- und Kinderklinik Linz, eine gemeinsame Einrichtung der Kinderklinik Linz mit der neu erbauten Frauenklinik der Landeshauptstadt Linz. Diese Klinik fungiert als Zentralkrankenhaus für das Bundesland Oberösterreich mit ca. 1,4 Millionen Einwohnern. Durch die oben erwähnte Klinikfusionierung wurde eine zukunftsorientierte patienten-zentrierte  Versorgung kritisch kranker Neugeborener ermöglicht. 

Neben der Etablierung der onkologischen Versorgung für das Bundesland Oberösterreich und Errichtung der größten außeruniversitären onkologischen Station hat Prof. Schmitt vor allem die endokrinologische Betreuung der Turner- und wachstumsverzögerten PatientInnen zu seinem Anliegen gemacht. Zusätzlich zu diesem onkologischen Schwerpunkt gelang es ihm gemeinsam mit seinem Vorgänger, zahlreiche Schwerpunkte an der Landes-Frauen- und Kinderklinik zu etablieren (Kinderkardiologie, Neonatologie,.....), um so die Gesamtversorgung der Kinder und Jugendlichen unter einem Dach zu sichern. Seine Arbeit als nationaler Koordinator einer „multizentrischen Studie mit rekombinantem Faktor VIII bei primär unbehandelten Hämophilie A Patienten“ unterstreicht die breite Basis seiner klinischen und wissenschaftlichen Arbeit.  

Prof. Schmitt ist Mitglied in zahlreichen in- und ausländischen Fachgesellschaften, seit 1.1.2009 ist  er  Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde. 

Für Prof. Schmitt ist der Erhalt der Gesamtheit des Faches Kinder- und Jugendheilkunde - trotz der nun platzgreifenden und erforderlichen  Spezialisierung - ein zentrales Anliegen in der  Ausbildung sowie in der täglichen klinischen Arbeit. Als passionierter klinischer Lehrer am Krankenbett, insbesondere in der Ausbildung junger Kolleginnen und Kollegen, spiegelt sich dieser Schwerpunkt wider. Es ist ihm dabei das zentrale Anliegen, ihnen die Fähigkeiten der klinischen Diagnosestellung und Einschätzung der Patienten näher zu bringen. Für dieses Anliegen möchten wir ihm an dieser Stelle im Namen aller Kolleginnen und Kollegen danken.

Wir wünschen Prof. Schmitt alles Gute zum runden Geburtstag und - neben Gesundheit und privatem Glück - noch viele Jahre Freude  an der klinischen Arbeit in der Pädiatrie.

Dr. Rudolf Schwarz

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