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Protokoll der Mitgliederversammlung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin anlässlich der 106. Jahrestagung in Potsdamam 18.09.2010
Anwesende: Siehe Teilnehmerliste (hinterlegt in der Geschäftsstelle)
Beginn: 16:35 Uhr; Ende: 18:45 Uhr
TOP 1: Festsetzung der Tagesordnung
Nach Begrüßung der erschienenen 115 Mitglieder stellt Prof. Dr. Fred Zepp als Präsident und Leiter der Mitgliederversammlung fest, dass die Einladungen mit der Mitteilung der Tagesordnung form- und fristgerecht erfolgt sind (Monatsschrift Kinderheilkunde 2010, 158: S. 705). Nach § 12, Abs. 4 der Satzung besteht Beschlussfähigkeit der Mitgliederversammlung. Anträge zur Tagesordnung sind seitens der Mitglieder nicht eingegangen, doch beantragt der Vorstand, dass nach „TOP 10 Wahl der/des Kongresspräsidenten/-in 2014“ aus organisatorischen Gründen ein zusätzlicher TOP 10 b mit „Wahl der/des Kongresspräsidenten/in 2015“ aufgenommen wird. Dem stimmt die Mitgliederversammlung einstimmig ohne Gegenstimmen und Stimmenthaltungen zu. Frau Dr. Olbrisch führt für Prof. Zepp und Prof. Weiß das Protokoll.
TOP 2: Genehmigung des Protokolls der Mitgliederversammlung der 105. Jahrestagung vom 5. September 2009
Das Protokoll der Mitgliederversammlung anlässlich der 105. Jahrestagung in Mannheim vom 05.09.2009 wurde in der Monatsschrift Kinderheilkunde 2009, 157: S. 1170-75 veröffentlicht. Einsprüche oder Ergänzungen ergeben sich nicht; die Mitglieder genehmigen das Protokoll einstimmig.
TOP 3: Bericht des Präsidenten
Prof. Zepp drückt zunächst angesichts aktueller Entwicklungen wie der Gründung einer eigenen Gesellschaft für die allgemeine ambulante Pädiatrie wie auch der zunehmenden Subdifferenzierung des Faches, sichtbar in der (wachsenden) Zahl der Gesellschaften im Konvent für fachliche Zusammenarbeit, seine Sorge um die Einheit und Erhaltung der Pädiatrie aus.
Anschließend berichtet er aus dem letzten Jahr seiner Tätigkeit und geht insbesondere auf die Themen ein, zu denen die DGKJ besonders aktiv war: Arzneimittelsicherheit für Kinder und Jugendliche, seltene Erkrankungen sowie strukturelle und finanzielle Probleme der Pädiatrischen Spezialambulanzen. Um die Gesundheitsvorsorge in der Bevölkerung und insbesondere in den jungen Generationen zu fördern, wird die DGKJ aktiv eine Verankerung der Gesundheitsbildung in Kindergärten und in den Lehrplänen der Schulen fordern.
Die DGKJ ist auf internationaler Ebene in der EAP/CESP, der EPA/UNEPSA sowie der IPA präsent. Der Präsident berichtet von der Verabschiedung von Prof. Reinhardt als Schriftleiter der Monatsschrift Kinderheilkunde und dankt diesem nochmals für sein großes Engagement. Im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung der Zeitschrift hat der Vorstand mit dem Springer-Verlag die Entwicklung eines internationalen open access-Journals besprochen, dessen Finanzierung der für die ersten 2-3 Jahre übernehmen würde.
Die letztjährige Mitgliederversammlung beauftragte den Vorstand, ein Konzept für einen hauptamtlichen Repräsentanten der DGKJ zu schaffen. Prof. Zepp präzisiert ein solches Konzept in Form der Bestallung eines „Hauptamtlichen Sprechers bzw. Generalsekretärs der DGKJ“. Durch diese Position soll für die DGKJ neben der wichtigen Repräsentanz durch das Präsidium selbst eine wahrnehmbare Präsenz und Interessenvertretung bei gesundheitspolitischen Veranstaltungen und in Gremien sichergestellt werden. Die Erfüllung der Aufgabe kann voraussichtlich zunächst in Teilzeit erfolgen, setzt aber eine physische Präsenz in Berlin voraus. Die Mitgliederversammlung signalisiert sehr große Zustimmung zu diesem Konzept, auch wenn dieses mit einer geringen Steigerung der Mitgliedsbeiträge verbunden wäre. Der Vorschlag kann in der aktuellen Versammlung aus formalen Gründen nicht beschlossen werden. Das Präsidium wird aufgefordert, zur nächsten Mitgliederversammlung einen entsprechenden Beschlussvorschlag vorzulegen.
Prof. Zepp erläutert einige der letzten Beschlüsse des Vorstandes: Kriterien für einen Interessenkonflikt für alle DGKJ-Gremien, die Aktualisierung der Satzung für die Hermann-Mai-Stiftung vorbehaltlich der juristischen Prüfung sowie die Erklärung des Vorstandes, die während der Gedenkveranstaltung am selben Tag vormittags verlesen wurde. Die Gedenkveranstaltung für die kindlichen und jugendlichen Opfer der „NS-Euthanasie“ war eine gute und würdige Veranstaltung der DGKJ.
TOP 4: Bericht des Schatzmeisters
Prof. Weiß präsentiert den Kassenbericht mit Erläuterung des annähernd gleichen Kassenstandes zum Beginn und Ende des Jahres 2009. In den Einnahmen sind aber die sehr guten Kongressabrechnungen für München und Mannheim eingerechnet, sonst wäre das Ergebnis für 2009 negativ. Der Schatzmeister erläutert die Einnahme- und Ausgabestruktur und präsentiert anschließend die Mitgliederstatistik. Die DGKJ hatte demnach mit Stand zum 01.09.2010 14.518 Mitglieder. Der Anteil der DGKJ-Mitglieder mit dem fälligen Höchstbetrag von 150 € (für Chefärzte und Oberärzte sowie für Selbstständige) sollte real wesentlich höher liegen. Prof. Weiß appelliert nochmals an die Mitglieder, sich korrekt einzustufen.
Prof. Pankau fragt nach den Kosten der Monatsschrift Kinderheilkunde und stellt die Möglichkeit eines Verlagswechsels in den Raum. Prof. Weiß und Prof. Zepp weisen darauf hin, dass die DGKJ mit dem Springer-Verlag eine vertragliche Bindung bis zum Jahr 2014 eingegangen sei und dass zusätzlich die Titelrechte für die „Monatsschrift Kinderheilkunde“ beim Springer-Verlag liegen. Prof. Pankau entgegnet hierzu, dass auch ein neuer Titel wie etwa „Kinder- und Jugendmedizin“ denkbar wäre.
TOP 5: Bericht der Kassenprüfer
Prof. Mayatepek, Düsseldorf, berichtet, dass er zusammen mit Herrn Dr. Buderus, Bonn, als Kassenprüfer fungierte. Die Kassenprüfung fand am 09.06.2010 in den Räumen des Steuerberaters in Düsseldorf unter Vorlage sämtlicher Unterlagen statt. Alle Eingänge und Ausgänge waren dokumentiert; die vielen gezielten Fragen der Kassenprüfer wurden beantwortet und mit Belegen nachgewiesen. Aus Sicht der Kassenprüfer erfolgte die Führung der Unterlagen ordnungsgemäß, so dass sie der Mitgliederversammlung die Entlastung des Vorstandes empfehlen.
TOP 6: Entlastung des Vorstandes
Aus dem Plenum erfolgt der Antrag auf Entlastung des Vorstandes. Schatzmeister und Vorstand werden ohne Gegenstimme und bei Stimmenthaltung des Geschäftsführenden Vorstandes entlastet.
TOP 7: Festsetzung der Jahresbeiträge 2011
Der Schatzmeister dankt angesichts der Entlastung des Vorstandes für das Vertrauen der Mitgliederversammlung und schlägt vor, die Jahresbeiträge 2011 unverändert zu lassen, wie von der Mitgliederversammlung am 05.09.2009 beschlossen. Die Mitgliederversammlung stimmt diesem Vorschlag einstimmig ohne Gegenstimmen und ohne Stimmenthaltungen zu.
TOP 8: Wahl von 2 Kassenprüfern für 2011
Die Mitgliederversammlung wählt ohne Gegenstimmen und ohne Stimmenthaltungen einstimmig Herrn Prof. Radke, Potsdam, sowie Herrn Dr. Schnabel, Berlin, zu Kassenprüfern 2011.
TOP 9: Wahl der Vertreterin / des Vertreters der Assistenz- und Oberärzte
Der derzeitige Vertreter der Assistenz- und Oberärzte im Vorstand ist Dr. Schmitz, Wolfsburg, der nicht nochmals kandidiert. Prof. Zepp dankt Herrn Dr. Schmitz für das große Engagement, das dieser während zwei Amtsperioden mit seiner kritisch konstruktiven Haltung in den Vorstand eingebracht hat. Die Mitgliederversammlung schließt sich diesem Dank mit Applaus an.
Die bisherigen Kandidatinnen für dieses Amt wurden in der Monatsschrift Kinderheilkunde 2010, 158, S. 807f. vorgestellt. Sie stellen sich der Mitgliederversammlung persönlich vor. Frau Dr. Biering, Wolfsburg, ist als Assistentensprecherin tätig und geht insbesondere auf die Thematik eines familienorientierten Arbeitsplatzes sowie Fragen der Arbeitszeit ein. Frau Dr. Böttcher, Gießen, ist als Funktions-Oberärztin tätig und spricht insbesondere die Verbesserung der Arbeitsbedingungen an, daneben möchte sie wissenschaftliche Fragestellungen in der DGKJ voranbringen. Frau Dr. Müller-Stöver, Hamburg, hat in vielerlei Positionen, u.a. 2 Jahre in einer Praxis sowie Oberarztvertretung, Erfahrung sammeln können und könnte daher aus ihrer Sicht die Gruppe der Assistenz- und Oberärzte im Vorstand gut vertreten.
Es erfolgen keine weiteren Kandidatenvorschläge. Prof. Zepp erläutert, dass die den Mitgliedern ausgehändigten Wahlzettel für die Wahl benutzt werden sollen, wobei jedes Mitglied nur eine Kandidatin wählen könne. Nach Auszählung der Stimmen gibt der Präsident das Ergebnis bekannt: Für Frau Dr. Biering stimmten 21 Mitglieder, für Frau Dr. Böttcher 19 und für Frau Dr. Müller-Stöver 61 Mitglieder. Damit wurde letztere Kollegin gewählt, die auf Nachfrage die Wahl annimmt.
Somit setzt sich der Vorstand ab 01.01.2011 wie folgt zusammen:
Präsident:
Prof. Dr. Fred Zepp, Kinder- und Jugendarzt, Universitätsmedizin Mainz, Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, Langenbeckstr.1, 55131 Mainz.
Vizepräsident:
Prof. Dr. Norbert Wagner, Kinder- und Jugendarzt, RWTH Aachen, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Pauwelsstr. 30, 52074 Aachen.
Schatzmeister:
Prof. Dr. Michael Weiß, Kinder- und Jugendarzt, Kliniken der Stadt Köln gGmbH, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Amsterdamer Str. 59, 50735 Köln.
Vorsitzender der Jahrestagung 2011:
Prof. Dr. Johannes Otte, Kinder- und Jugendarzt, Krankenanstalten Gilead gGmbH, Kinderzentrum, Grenzweg 10, 33617 Bielefeld.
Vorsitzender der Jahrestagung 2012:
Prof. Dr. Kurt Ullrich, Kinder- und Jugendarzt, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Martinistr. 52, 20246 Hamburg.
Vier Vertreter unterschiedlicher pädiatrischer Spezialitäten:
Frau Prof. Dr. Angelika Eggert, Kinder- und Jugendärztin, Universitätsklinikum Essen, Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Hufelandstr. 55, 45122 Essen.
Frau Prof. Dr. Jutta Gärtner, Kinder- und Jugendärztin, Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin der Georg-August-Universität, Robert-Koch-Str. 40, 37075 Göttingen.
Prof. Dr. Manfred Gahr, Kinder- und Jugendarzt, Universität Dresden, Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Fetscherstr. 74, 01307 Dresden.
PD Dr. Burkhard Rodeck, Kinder- und Jugendarzt, Marienhospital, Klinik für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Johannisfreiheit 2-4, 49074 Osnabrück. Dem geschäftsführenden Vorstand gemäß § 10, Abs. 1, gehört Herr PD Dr. Rodeck an.
Kinder- und Jugendarzt in freier Praxis:
Dr. Klaus Rodens, Kinder- und Jugendarzt, Angertorstr. 6, 89129 Langenau.
Vertreter der Assistenz- und Oberärzte:
Dr. Sarah Müller-Stöver, Kinder- und Jugendärztin, Altonaer Kinderkrankenhaus, Bleickenallee 38, 22763 Hamburg.
Die Funktionen der kooptierten Mitglieder nach § 9, Abs. 2, werden folgend wahrgenommen:
Vertreter des Konventes der leitenden Hochschullehrer:
Prof. Dr. Klaus‑Michael Debatin, Kinder- und Jugendarzt, Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Eythstr. 24, 89075 Ulm.
Generalsekretär der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ):
Prof. Dr. Hans-Jürgen Nentwich, Kinder- und Jugendarzt, DAKJ, Chausseestr. 128/129, 10115 Berlin.
Vertreter der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH):
Prof. Dr. Lucas Wessel, Kinderchirurg, Universitätsklinikum Mannheim gGmbH, Kinderchirurgische Abt.,, Theodor-Kutzer-Ufer 1-3, 68167 Mannheim.
Ein Vertreter der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin (DGSPJ):
Prof. Dr. Hans-Michael Straßburg, Kinder- und Jugendarzt, Universitätsklinikum, Josef-Schneider-Str. 2, 97090 Würzburg.
Ein Vertreter des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ):
Dr. Wolfram Hartmann, Kinder- und Jugendarzt, BVKJ, Mielenforster Str. 2, 51096 Köln.
Ein Vertreter der Vereinigung Leitender Kinder- und Jugendärzte und Kinderchirurgen Deutschlands (VLKKD):
Prof. Dr. Gernot Sinnecker, Kinder- und Jugendarzt, Klinikum der Stadt Wolfsburg, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Sauerbruchstr. 7, 38440 Wolfsburg.
Zum 31.12.2010 scheiden aus dem Vorstand aus: Prof. Dr. Radke, Potsdam, Vorsitzender der Jahrestagung 2010, Dr. Schmitz als Vertreter der Assistenz- und Oberärzte sowie Prof. Dr. Fuchs, Tübingen, da die DGKCH sich zukünftig von Prof. L. Wessel vertreten lässt.
TOP 10a: Wahl der/des Kongresspräsidenten/-in 2014
Prof. Beck, Jena, stellt sich als Kongresspräsident 2014 zur Wahl. Für die Jahrestagung 2014 würde er ein fächerübergreifendes Konzept mit Praxisbezug verfolgen. Der Kongress würde nach neuer Planung in Leipzig stattfinden. Die Mitgliederversammlung wählt ohne Gegenstimme bei 4 Enthaltungen Prof. Beck zum DGKJ-Jahrestagungspräsidenten 2014.
TOP 10b: Wahl der/des Kongresspräsidenten/-in 2015
Prof. Hoffmann, Heidelberg, stellt sich als Kongresspräsident 2015 zur Wahl und erläutert sein Konzept. Austragungsort 2015 wäre München. Prof. Hoffmann wird von der Mitgliederversammlung einstimmig ohne Gegenstimmungen und 2 Enthaltungen zum Jahrestagungspräsidenten 2015 gewählt.
TOP 11: Organisation der DGKJ-Jahrestagung
Prof. Zepp erläutert, dass das vorliegende Konzept für eine Neuausrichtung der DGKJ-Jahrestagung das Ergebnis der Diskussion der letzten Jahre ist. Ab 2012 sollen neben der DGKCH, der DGSPJ und dem BeKD auch Konventgesellschaften während der DGKJ-Jahrestagung tagen. Zusätzlich wird die Pädiatrische Forschungstagung, die über 40 Mal in Göttingen abgehalten wurde, 2012 erstmals in Hamburg stattfinden. Neben der Erweiterung der Tagung war von Anfang an eine Konzentrierung auf wenige Orte vorgesehen. Hierzu gibt es vielfältige, auch traurige Reaktionen, die Prof. Zepp gut nachvollziehen kann. Dennoch würden ökonomische Gründe wie auch das Ziel, die Jahrestagung attraktiver zu gestalten, für eine Konzentrierung der Tagungsorte sprechen. Er präsentiert die Gründe für die Auswahl der Kongressorte, die bereits in der Monatsschrift Kinderheilkunde 2010, 158: S. 808f. vorgestellt wurden. Letztlich wurde bei der Festlegung der Orte ein Kompromiss zwischen Funktionalität sowie Attraktivität des Ortes gesucht. Demnach stehen für 2014 Leipzig, für 2015 München, für 2016 Köln sowie 2017 Hamburg zur Auswahl. Aus der Mitgliederversammlung kommt wiederholt (Haas, Grüters, Peters) der Vorschlag, Berlin in diese Liste mit aufzunehmen. Ergebnis der Diskussion ist, dass die vier vorgesehenen Orte sowie Berlin zur Abstimmung gestellt werden, ohne feste Reihenfolge. Die Mitgliederversammlung folgt diesem Antrag und spricht sich bei 2 Gegenstimmen und 5 Enthaltungen für die Abhaltung der DGKJ-Jahrestagung ab 2014 in den folgenden Orten (alphabetischer Reihung) aus: Berlin, Hamburg, Köln, Leipzig und München.
TOP 12: Aktuelle gesundheitspolitische Themen
Prof. Zepp geht zunächst auf die Aussagen des Bundesministers für Gesundheit, Dr. Rösler, bei der Eröffnungsveranstaltung der Jahrestagung ein: Es ist erfreulich, dass der Minister die ambulante Versorgung bei Kindern in der Regel bei Kinder- und Jugendärzten sieht; positiv ist auch, dass das Ministerium im Hinblick auf die Finanzierung der pädiatrischen Ermächtigungs-Spezialambulanzen durch Einführung einer Schiedsstellenfähigkeit für § 120, Abs. 1a SGB V nachbessern will. Dadurch bleibe aber die Finanzierung vieler Spezialambulanzen insbesondere an den Hochschulen, die weitgehend nicht über Ermächtigungen finanziert sind, nach wie vor ungelöst.
Die DGKJ möchte für die Diskussion um Rahmenbedingungen einer notwendigen Qualitätsentwicklung, z.B. durch Festlegung von Mindestmengen oder Steigerung der Strukturqualität, eine Plattform bieten. Hierbei sind nicht nur die von der Politik favorisierten Zentralisierungstendenzen, sondern auch Aspekte eines bedarfsorientierten flächenbezogenen Versorgungsangebotes zu berücksichtigen. Als Auftaktveranstaltung dieser Diskussion soll das am 26.11.2010 in Mainz stattfindende DGKJ-Expertenforum „Qualitätssicherung in der Pädiatrie: Mindestmengen, Strukturentwicklung, Zentralisierung“ fungieren. Prof. Dr. med. Thomas Mansky, der nach seiner Tätigkeit bei Helios nun an der TU Berlin das Fachgebiet Strukturentwicklung und Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen verantwortet, wird das Einführungsreferat halten.
Zum Neugeborenenscreening, das durch das zum 01.02.2010 in Kraft getretene Gendiagnostikgesetz bedroht ist, sind für die DGKJ v.a. Profs. Hoffmann und Wagner aktiv.
TOP 13: Wahl von Ehrenmitgliedern und korrespondierenden Mitgliedern
Der Vorstand empfiehlt der Mitgliederversammlung die Wahl von Prof. Pelz, Rostock, zum Ehrenmitglied der DGKJ. Die Mitgliederversammlung folgt der Empfehlung per Akklamation einstimmig.
TOP 14: Berichte der Kongresspräsidenten 2011 und 2012
Prof. Otte berichtet aus den Vorbereitungen für die Jahrestagung in Bielefeld, die vom 22. bis 25.09.2011 stattfindet. Er hebt nach Vorstellung der Räumlichkeiten und der Themen u.a. hervor, dass die Mitgliederversammlung für Samstag 13 Uhr vorgesehen ist, ohne parallele Veranstaltungen.
Prof. Ullrich stellt die Planung für die 108. DGKJ-Jahrestagung von 13. bis 16.09.2012 in Hamburg vor, die neben den gewohnten Partnern DGKCH, DGSPJ und BeKD erstmals die GNPI sowie die Pädiatrische Forschungstagung ausweisen wird. Er erläutert die Schwerpunktthemen.
TOP 15: Bericht aus dem Konvent für fachliche Zusammenarbeit
PD Dr. Rodeck geht in seinem Bericht v.a. auf die GOÄ-Novellierung, zu der der Konvent unterstützend tätig ist neben dem BVKJ, ein sowie auf die Thematik Weiterbildung. Zu letzterer gibt es seitens der Bundesärztekammer Planungen für eine Überführung der Subspezialisierung in ein modulares System.
TOP 16: Bericht aus dem Hochschullehrerkonvent
Prof. Debatin lässt sich entschuldigen.
TOP 17: Berichte der DGKJ-Kommissionen
Die anwesenden Kommissionsvorsitzenden der DGKJ, Profs. Hoffmann, Koletzko und Wirth, verweisen angesichts des Zeitproblems auf ihre dem Vorstand vorliegenden Berichte; die Berichte der Kommissionen werden im Dezember-Heft der Monatsschrift Kinderheilkunde publiziert.
TOP 18: Verschiedenes
Frau und Herr Prof. Koletzko greifen den Vorschlag für den hauptamtlichen Sprecher/Generalsekretär nochmals unterstützend auf und begrüßen eine baldige Umsetzung des Konzeptes. Prof. Zepp bedankt sich für die positive Beurteilung und entgegnet, dass auf der nächstjährigen Mitgliederversammlung ein abstimmungsfähiger Beschlussvorschlag vorgelegt wird. Prof. Böhles erkundigt sich nach der Verankerung der Genetik in die Weiterbildungsordnung der Pädiatrie. Prof. Zepp antwortet, dass die DGKJ das Thema zusammen mit der DAKJ verfolgt; Prof. Nentwich ergänzt, dass der Deutsche Ärztetag eine Novellierung der WBO nicht vor 2013 auf die Agenda setzen wird.
Prof. Zepp dankt unter Beifall der Mitgliederversammlung für die engagierte Ausrichtung der Potsdamer Jahrestagung und schließt mit einem Dank an die Mitglieder die Sitzung.
Prof. Dr. Fred Zepp , Präsident
Prof. Dr. Michael Weiß, Schatzmeister