Protokoll der Mitgliederversammlung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin am 05.09.2009 anlässlich der 105. Jahrestagung in Mannheim

Anwesende: Siehe Teilnehmerliste (hinterlegt in der Geschäftsstelle). Beginn: 17:40 Uhr; Ende: 19:55 Uhr.

TOP 1: Festsetzung der Tagesordnung

Prof. Zepp begrüßt die Mitglieder und stellt fest, dass die Einladungen mit der Mitteilung der Tagesordnung form- und fristgerecht erfolgt sind (Monatsschrift Kinderheilkunde 2009, 157: S.706-708). Anträge zur Tagesordnung sind nicht eingegangen.

Nach § 12, Abs.4 der Satzung besteht Beschlussfähigkeit der Mitgliederversammlung. Frau Dr. Olbrisch führt für Prof. Zepp und Prof. Weiß das Protokoll.

TOP 2: Genehmigung des Protokolls der Mitgliederversammlung der 104. Jahrestagung vom 13. September 2008

Das Protokoll der Mitgliederversammlung anlässlich der 104. Jahrestagung in München vom 13.09.2008 wurde in der Monatsschrift Kinderheilkunde 2008, 156: S.1233-1236 veröffentlicht. Einsprüche oder Ergänzungen ergeben sich nicht; die Mitgliederversammlung genehmigt daher das Protokoll.

TOP 3: Bericht des Präsidenten

Prof. Zepp weist zu Beginn seines Berichts auf die Notwendigkeit der Verbesserung der Zusammenarbeit innerhalb der pädiatrischen Verbände und die hier notwendige Koordinierung als ein wichtiges Thema hin, das für TOP 16 vorgesehen ist.

Anschließend berichtet er aus den Aktivitäten des Geschäftsführenden Vorstandes und Vorstandes der DGKJ:

International ist die DGKJ vertreten in der EAP/CESP sowie EPA/UNEPSA. In der CESP ist Prof. Hoyer seit einigen Jahren für die DGKJ aktiv, in der UNEPSA fungiert Prof. Gaedicke als Schatzmeister; Prof. Ehrich hat den letzten Europaediatrics Kongress sehr geprägt, den Prof. Gahr in Vertretung des Präsidenten besucht hat.

Auch im nationalen Rahmen ist die Wahrnehmung der DGKJ, insbesondere auf Seiten der Gesundheitspolitik, weiter gewachsen. Hier ist die DGKJ im Gespräch mit dem Bundesministerium für Gesundheit, dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, letzteres im Rahmen des Projektes „Kommunikationsnetzwerk Junge Familie“. Prof. Zepp dankt Prof. Harms in diesem Zusammenhang für sein jahrelanges Engagement als Vorsitzender der Plattform Ernährung und Bewegung und wünscht dem neuen DGKJ-Delegierten  Prof. Koletzko Glück für seine Tätigkeit in der Plattform (Prof. Harms hatte nicht nochmals kandidiert).

Prof. Zepp dankt allen Mitgliedern der DGKJ-Kommissionen, den Vertretern in den genannten internationalen Organisationen, sowie den anderen Ehrenamtlichen der DGKJ; als wissenschaftliche Fachgesellschaft ist die DGKJ sehr auf dieses Engagement angewiesen.

Prof. Zepp berichtet, dass Maßnahmen zur Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit ergriffen wurden, mit dem Ziel zu angefragten Themen innerhalb von 24 Stunden kompetent Stellung nehmen zu können. Hierfür wurde eine Kompetenzmatrix etabliert mit Experten/innen für die verschiedenen Themen. Weitere Interessenten zur Mitarbeit an dem Projekt sind willkommen und können sich direkt mit der Geschäftsstelle in Verbindung setzen. Die Vorstandsarbeit wurde intensiviert, so dass der Geschäftsführende Vorstand nun viermal jährlich tagt; zusätzlich gibt es einen regen Austausch per Mail und Telefon. Anregungen und Fragen seitens der Mitglieder sind sehr herzlich willkommen; die Mitglieder werden aufgefordert, sich hierbei an die Geschäftsstelle zu wenden.

Prof. Zepp wendet sich nun den inhaltlichen Themen seines Berichts zu: Bei der Thematik Gendiagnostikgesetz wurde die DGKJ vor allem von Profs. Debatin und Superti-Furga unterstützt; Prof. Hoffmann hat als Sprecher der Screeningkommission zur Problematik des Neugeborenenscreenings schriftlich Stellung genommen. Die DGKJ hat Prof. Superti-Furga sowie als Vertreter Frau Dr. Nennstiel-Ratzel sowie Prof. Debatin für die Gendiagnostik-Kommission ernannt. Zusätzlich sollten die vorhandenen Möglichkeiten genutzt werden, die Kompetenz der Kinder- und Jugendmedizin auf dem Gebiet der Humangenetik durch eine prominentere Verankerung in der MWBO zu schärfen. Diese Aktivität soll in Zusammenarbeit mit der DAKJ koordiniert werden.

Das Sondergutachten 2009 des Sachverständigenrats zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen enthält weit reichende Aussagen zur Pädiatrie; dieses wird am 15.09. im Rahmen eines Symposiums der Fachöffentlichkeit vorgestellt; es ist geplant, anschließend eine gemeinsame Stellungnahme unter dem Dach der DAKJ zu erstellen.

Weitere DGKJ-Projekte für die nahe Zukunft sind: die Koordinierung fachlicher Stellungnahmen der verschiedenen beteiligten Verbände in der Kinder- und Jugendmedizin, die Definition der Aufgaben und der Organisation der Akademie, die Weiterentwicklung der Programmgestaltung der Jahrestagung, die Diskussion zur Struktur der universitären pädiatrischen Einrichtungen, die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses u.a. durch die Entwicklung eines Tutorenprogramms, ebenso wie das Thema Strukturierung und Verbesserung der pädiatrischen Weiterbildung. Hier gilt es, die Weiterbildungs-Rahmenbedingungen anzuschauen und z.B. ein Muster-Weiterbildungs-Logbuch zu entwerfen.

TOP 4: Bericht des Schatzmeisters

Prof. Weiß präsentiert den Kassenbericht mit den Einnahmen und Ausgaben im Jahr 2008 sowie dem Kassenstand zum 01.01. und 31.12.2008. In 2008 war, wie in den Jahren zuvor, eine kontinuierliche Ausgabenentwicklung zu beobachten, was nicht zuletzt durch den Jubiläumskongress zum 125-jährigen Bestehen der DGKJ in München bedingt war. Hier ist an die umfängliche Außendarstellung der Gesellschaft mit Jubiläumsflyern sowie Historischer Broschüre, der Historischen Ausstellung, etc. zu denken. Er weist auf die Elterninformationen hin, die sich in den letzten Jahren mit den Entwicklungs-, Druck- und Versandkosten auf rund ½ Mill. Euro summieren. Diese werden zukünftig aus Kostengründen nicht mehr neu gedruckt; der Bestand an vorhandenen Exemplaren wird aber weiterhin versandt.

Prof. Weiß demonstriert weitere besondere Ausgaben wie den Supplementband der Monatsschrift Kinderheilkunde, wodurch ein Rückstand der Originalarbeiten abgebaut werden konnte, oder den Druckkostenzuschuss für die Neuauflage des Buches „Jüdische Kinderärzte“, wodurch der vom Finanzamt auferlegte Verwendungsrückstand im Zeitraum 2006 bis 2008 abgebaut werden konnte. Diese Entwicklung war notwendig, denn sonst wäre die Gemeinnützigkeit gefährdet worden. Alle Ausgaben waren satzungskonform und betrafen inhaltlich sinnvolle Aktivitäten der DGKJ.

Prof. Weiß beantwortet die Frage nach den Beiträgen/Spenden und erläutert, dass es sich hier um die Beiträge der DGKJ an die Organisationen handelt, in denen die Gesellschaft Mitglied ist wie z.B. DAKJ, AWMF, IPA; dabei erhält die DAKJ die größte Unterstützung der DGKJ. Auf Nachfrage nach dem Beitrag an den Springer-Verlag erläutert Prof. Weiß, dass der betreffende Vertrag unter seinem Vorgänger 2003 geschlossen wurde; darin vereinbart sind jährlich steigende Gebühren für den Zeitraum 2004 bis 2009. Der Vertrag gilt noch weitere 4 Jahre, das Plateau der Kosten wurde allerdings schon 2009 erreicht, so dass hier eine Konsolidierung der Aufwendungen eintreten wird.

TOP 5: Bericht der Kassenprüfer 2009

Prof. Wagner (Aachen) berichtet von der Kassenprüfung, bei der er neben Dr. Buderus (Bonn) als Kassenprüfer fungierte. Diese fand am 09.06.2009 in den Räumen der Steuerberatungsgesellschaft Wilms und Partner in Düsseldorf statt. Alle Unterlagen lagen geordnet neben dem Kassenbericht vor; die Kassenprüfer nahmen zahlreiche Stichproben vor und sahen die originalen Buchungsbelege an. Es wurden keine Unstimmigkeiten festgestellt; aus Sicht der Kassenprüfer erfolgte die Führung der Unterlagen ordnungsgemäß, so dass sie der Mitgliederversammlung die Entlastung des Vorstandes empfehlen.

TOP 6: Entlastung des Vorstandes

Aus dem Plenum erfolgt der Antrag auf Entlastung des Vorstandes. Schatzmeister und Vorstand werden ohne Gegenstimme bei Stimmenthaltung des Vorstandes entlastet.

TOP 7: Festsetzung der Jahresbeiträge 2010

Einleitend weist der Schatzmeister darauf hin, dass trotz kontinuierlich steigender Kosten seit dem Jahr 2000 keine Anpassung der Mitgliederbeiträge vorgenommen wurde. Prof. Weiß erläutert anschließend die Ausgabenstruktur 2010, die aus den Ausgaben 2008 und 2009 hochgerechnet wurde, für die einzelnen Posten Personalkosten/Aufwandsentschädigungen, DGKJ-Beiträge an andere Verbände, Bürobedarf/Wartung/Instandhaltung, Miete/Energie/Versicherung/Reinigung, Reisekosten, Leitlinienentwicklung, Archiv Kinder- und Jugendmedizin, Wissenschaftliche Preise, Rechts- und Beratungskosten, Versand Elterninformationen, Steuern auf die ‚unechten’ Mitgliedsbeiträge, Kongress- und Sitzungskosten. 

Er präsentiert detailliert die Kosten für die Monatsschrift Kinderheilkunde, die für Druck und Versand von 2003 bis 2009 vertragsgemäß um 54 % gestiegen sind. Prof. Weiß erklärt, dass im selben Zeitraum  die Mitgliedsbeiträge unverändert geblieben sind und aufgrund der Mitgliederstruktur eine rechnerische Reduzierung des durchschnittlichen Mitgliedsbeitrags von 87,57 € auf 84,84 € stattgefunden hat. Anschließend erläutert der Schatzmeister die Einnahmenstruktur 2010, die zum allergrößten Teil aus den Mitgliedsbeiträgen besteht. Bei Gegenüberstellung von prognostizierten Einnahmen und Ausgaben 2010 ergibt sich eine Unterdeckung, die eine Erhöhung der Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen um 30 % notwendig macht. Diese relativ große Erhöhung resultiert v.a. aus der Situation, dass ein ursprünglich großes Polster in den letzten Jahren langsam abgebaut werden musste; dieser Abbau ist finanzrechtlich auch notwendig gewesen angesichts der Haltung des Finanzamtes gegenüber gemeinnützigen Vereinen. In den letzten Jahren wurde zusätzlich jedes Jahr die Zahlung an den Springer-Verlag großteils vorgezogen; jetzt ist aber kein Puffer mehr da, um eine solche Zahlung zu leisten. Prof. Weiß erläutert, dass die Erhöhung der Beiträge wiederholt im Vorstand und Geschäftsführenden Vorstand diskutiert wurde und präsentiert das Ergebnis:

Beschlussvorlage für Erhöhung der Mitgliedsbeiträge 2010
Beschlussvorlage Beitragshöhe: Alt Neu Differenz
Chefärzte, Oberärzte, Selbständige 107 € 140 € + 33 €
Angestellte und Beamte, in nicht leitender Funktion 87€ 112 € + 25 €
Mitglieder in den Neuen Bundesländern 67 € entfällt  
Assistenzärzte im 1. Berufsjahr im 1. Kalenderjahr der Mitgliedschaft 67 € 70 € + 23 €
Eltern in Elternzeit mit Bezug der MOKI 47 € 70 €
+ 23 €
Eltern in Elternzeit ohne Bezug der MOKI 0 0 0
Konventgesellschaften 50 € 150 € +100 €

Der Schatzmeister erläutert, dass die Kollegen aus den Neuen Bundesländern für eine Angleichung der Beiträge plädiert haben und weist insbesondere darauf hin, dass die DGKJ laut ihrer jetzigen Beitragsstruktur nur 15 % Mitglieder in leitender Position mit Einnahmen aus Privatliquidationen und Selbständige Mitglieder hat. Hier appelliert er dringend an die Mitglieder, sich korrekt einzustufen, und dies auch bei einer Veränderung der beruflichen Situation zu bedenken. Auf Nachfrage erläutert Prof. Weiß, dass Ruheständler ohne Bezug der Monatsschrift Kinderheilkunde beitragsfrei wären, mit Bezug der Zeitschrift 112 € zahlen müssten.

In der anschließenden Diskussion merkt PD Dr. Latta (FFM) an, dass die DGKJ eine solche Beitragsstruktur braucht, er plädiert auch für eine Subventionierung des Beitrags für neue Assistenzärzte, die 50 € zahlen sollten und schlägt vor, bei einer Neugestaltung des Vertrages mit dem Springer-Verlag darauf zu achten, dass ein angemessener Preis ausgehandelt wird. Prof. Superti-Furga spricht sich für die Gruppe der Chefärzte für einen Beitrag von 150 € aus, bei den anderen für 110 €. Prof. Zepp stellt den Beitrag von 150 € für Chefärzte, Oberärzte und selbständige Mitglieder zur Abstimmung, der von der Mehrheit angenommen wird (2 Gegenstimmen, 7 Enthaltungen); ebenso votiert die Mehrheit für den Beitrag von 110 € für Angestellte und Beamte in nicht leitender Funktion (2 Gegenstimmen, 4 Enthaltungen). Der Antrag von Herrn Latta, Assistenzärzte durch einen niedrigeren Beitrag von 50 € zu subventionieren, findet keine Mehrheit (57 Mitglieder dagegen, 53 Mitglieder dafür).

In der anschließenden Abstimmung der gesamten Beitragsstruktur beschließt die Mitgliederversammlung mehrheitlich bei einer Gegenstimme und 9 Enthaltungen folgende Beiträge: 

Beitragsstruktur 2010

Beschlossene Beitragssätze
Chefärzte, Oberärzte, Selbständige 150 €
Angestellte und Beamte, in nicht leitender Funktion 110 €
Assistenzärzte im 1. Berufsjahr im 1. Kalenderjahr der Mitgliedschaft 70 €
Eltern in Elternzeit mit Bezug der MOKI; 70 €
Korporative Mitglieder (Konventgesellschaften) 150 €

TOP 8: Wahl von 2 Kassenprüfern für 2010

Die Mitgliederversammlung und der Vorstand wählen Dr. Buderus (Bonn) und Prof. Dr. Mayatepek (Düsseldorf) zu Kassenprüfern für 2010.

TOP 9: Wahl des Vizepräsidenten 

Prof. Zepp erläutert, dass für die bevorstehende Wahl drei Kandidaten zur Verfügung stehen und gibt die Möglichkeit für weitere Kandidatenvorschläge aus der Mitgliederversammlung, die jedoch nicht erfolgen. Die drei Kandidaten Profs. Kiess, Rascher und Wagner haben sich in der Monatsschrift Kinderheilkunde 2009, 157: S. 817-819 vorgestellt. Sie erhalten Gelegenheit, der Mitgliederversammlung ihre Positionen für die Zukunft der DGKJ darzustellen.

Prof. Kiess betrachtet seine Kandidatur als eine persönliche Ehre. Er fokussiert auf 3 Punkten: 1. Eine Fortführung der bisherigen guten Arbeit der letzten Präsidenten, des Geschäftsführenden Vorstandes und der Geschäftsstelle („Weiter so“). 2. Schwerpunkt auf der Nachwuchsarbeit („Die Zukunft hat schon begonnen“). 3. Unter dem Stichwort „Gemeinschaftlich interdisziplinär“ möchte er die Forschung aktivieren und dabei möglichst viele Ebenen einbinden, schließlich sollte („Translation“) die Wissenschaft in der Praxis ankommen und verankert werden können.

Prof. Rascher geht auf die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für die heutige Pädiatrie ein, in der die Gesellschaft immer älter wird und dabei immer weniger Kinder geboren werden, deren Krankheiten und Notwendigkeit einer (veränderten) medizinischen Behandlung in der KiGGS-Studie gut erfasst sind. Am Beispiel der Mindestmengen in der Neonatologie verdeutlicht er, dass eine Fachgesellschaft ihre Sicht der Dinge zunächst in den pädiatrischen Gremien einbringen sollte, um dann als eine starke Stimme nach außen, im G-BA, Stellung zu nehmen. Weitere Schwerpunkte sieht er in der Forschung und der Erhaltung des Nachwuchses.

Prof. Wagner weist darauf hin, dass er sowohl Erfahrung in der Leitung eines kommunalen Krankenhauses hat (Kinderklinik Dortmund 2000-2006) als auch durch seine Tätigkeit an der RWTH Aachen seit 2006 universitär verankert ist. Er nennt folgende Schwerpunkte für seine zukünftige DGKJ-Tätigkeit: 1. Vertretung der wissenschaftlichen Pädiatrie in der Öffentlichkeit. 2. Flächendeckende Versorgung. 2.  Sicherstellung der Finanzierung der Pädiatrie. 4. Einheitliche Meinungsäußerung der Kinder- und Jugendärzte nach (kontroverser) interner Diskussion in Gremien wie dem Konvent für fachliche Zusammenarbeit der DGKJ sowie der DAKJ.

Aus dem Plenum erfolgt eine Nachfrage an die Kandidaten zum Stellenwert der „Jugendmedizin“. Prof. Kiess verweist hier auf seine jahrelange Tätigkeit für den Weimarer Jugendärztekongress; Prof. Rascher nimmt Bezug auf die Ausbildung der Studierenden in Erlangen, wo alle Jugendlichen in der Universitätsklinik unter 17 ½ Jahren in der Kinder- und Jugendklinik versorgt werden; Prof. Wagner stimmt zu, dass Translation eine wichtige Frage ist und die Rheumatologie z.B. hier gerade Empfehlungen für einen solchen Übergang von Pädiatrie in die Erwachsenenmedizin erarbeitet.

Prof. Riedel (Hamburg) fungiert als Wahlleiter mit Unterstützung von Fr. Prof. Koletzko und Prof. Zielen und beantragt zunächst eine geheime Wahl; die Mitgliederversammlung stimmt dem zu und wählt in der anschließenden geheimen Wahl Prof. Wagner zum Vizepräsidenten 2010-2011. Auf ihn entfallen 68 Stimmen; auf Prof. Rascher 18 Stimmen, auf Prof. Kiess 16 Stimmen. Enthaltungen oder ungültige Stimmen sind nicht festzustellen. Prof. Wagner nimmt die Wahl an und hofft, die in ihn gesetzten Erwartungen zu erfüllen.

Der Vorstand setzt sich ab 01.01.2010 wie folgt zusammen:

Präsident:

Prof. Dr. Fred Zepp, Kinder- und Jugendarzt, Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, Langenbeckstr.1, 55131 Mainz

Vizepräsident:

Prof. Dr. Norbert Wagner, Kinder- und Jugendarzt, RWTH Aachen, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Pauwelsstr. 30, 52074 Aachen.

Schatzmeister:

Prof. Dr. Michael Weiß, Kinder- und Jugendarzt, Kliniken der Stadt Köln gGmbH, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Amsterdamer Str. 59, 50735 Köln

Vorsitzender der Jahrestagung 2010:

Prof. Dr. Michael Radke, Kinder- und Jugendarzt, Klinikum „Ernst von Bergmann“, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Charlottenstr. 72, 14467 Potsdam

Vorsitzender der Jahrestagung 2011:

Prof. Dr. Johannes Otte, Kinder- und Jugendarzt, Krankenanstalten Gilead gGmbH, Kinderzentrum, Grenzweg 10, 33617 Bielefeld

Vier Vertreter unterschiedlicher pädiatrischer Spezialitäten:

Frau Prof. Dr. Angelika Eggert, Kinder- und Jugendärztin, Universitätsklinikum Essen, Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Hufelandstr. 55, 45122 Essen

Frau Prof. Dr. Jutta Gärtner, Kinder- und Jugendärztin, Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin der Georg-August-Universität, Robert-Koch-Str. 40, 37075 Göttingen

Prof. Dr. Manfred Gahr, Kinder- und Jugendarzt, Universität Dresden, Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Fetscherstr. 74, 01307 Dresden

PD Dr. Burkhard Rodeck, Kinder- und Jugendarzt, Marienhospital, Klinik für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Johannisfreiheit 2-4, 49074 Osnabrück

Dem geschäftsführenden Vorstand gemäß § 10, Abs. 1, gehört Herr PD Dr. Kinder- und Jugendarzt in freier Praxis:

Dr. Klaus Rodens, Kinder- und Jugendarzt, Angertorstr. 6, 89129 Langenau

Vertreter der Assistenz- und Oberärzte:

Dr. Detlef Schmitz, Kinder- und Jugendarzt, Klinikum der Stadt Wolfsburg, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Sauerbruchstr. 7, 38440 Wolfsburg

Die Funktionen der kooptierten Mitglieder nach § 9, Abs. 2, werden folgend wahrgenommen:

Vertreter des Konventes der leitenden Hochschullehrer:

Prof. Dr. Klaus‑Michael Debatin, Kinder- und Jugendarzt, Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Eythstr. 24, 89075 Ulm

Generalsekretär der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin:

Prof. Dr. Hans-Jürgen Nentwich, Kinder- und Jugendarzt, DAKJ, Chausseestr. 128/129, 10115 Berlin

Vertreter der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie:

Prof. Dr. Jörg Fuchs, Kinderchirurg, Universitätsklinik für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Kinderchirurgie, Hoppe-Seyler-Str. 1, 72076 Tübingen

Ein Vertreter der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin:

Prof. Dr. Hans-Michael Straßburg, Kinder- und Jugendarzt, Universitätsklinikum, Josef-Schneider-Str. 2, 97090 Würzburg

Ein Vertreter des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte:

Dr. Wolfram Hartmann, Kinder- und Jugendarzt, BVKJ, Mielenforster Str. 2, 51096 Köln

Ein Vertreter der Vereinigung Leitender Kinder- und Jugendärzte und Kinderchirurgen Deutschlands:

Prof. Dr. Gernot Sinnecker, Kinder- und Jugendarzt, Klinikum der Stadt Wolfsburg, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Sauerbruchstr. 7, 38440 Wolfsburg

Zum 31.12.2009 scheidet Prof. Dr. Böhles (Frankfurt/M.), Vizepräsident und Jahrestagungspräsident 2009 aus dem Vorstand aus.

TOP 10: Satzungsänderung im Hinblick auf die Zusammensetzung des Vorstandes, betr. den Sprecher des Konvents für fachliche Zusammenarbeit, und die Aufgabe der Geschäftsführung

§ 9 Der Vorstand
§ 10 Der geschäftsführende Vorstand
§ 11 Wahl des Vorstandes

Siehe TOP 11.

TOP 11: Satzungsänderungen aufgrund neuer Anforderungen des Bundesministeriums für Finanzen und  Beanstandungen des Finanzamtes für Körperschaften I Berlin

§ 1 Ziele und Zweck der Gesellschaft
§ 2 Erfüllung der Aufgaben
§ 9 Der Vorstand
§ 14 Allgemeine Regelungen
§ 15 Allgemeine Regelungen
§ 16 Allgemeine Regelungen

Prof. Zepp erläutert zu TOP 10, dass bei der hier geplanten Satzungsänderung das Ziel verfolgt wird, dass der Sprecher des Konvents für fachliche Zusammenarbeit der DGKJ automatisch dem Vorstand angehört. Die nähere Erläuterung der Geschäftsführung geht auf die Empfehlung des Rechtsanwalts zurück. Die vorgesehenen Satzungsänderungen in TOP 11 gehen auf Anforderungen des Bundesministeriums für Finanzen zurück bzw. auf Beanstandungen des zuständigen Finanzamtes für Körperschaften I in Berlin und sind notwendig, um den gemeinnützigen Status der DGKJ zu erhalten. Alle Satzungsänderungen zu TOP 10 und 11 wurden bei der Einladung zur Mitgliederversammlung in der Monatsschrift Kinderheilkunde 2009, 157: S. 706-708 sowie auf der Website veröffentlicht. Sie werden der Mitgliederversammlung nochmals präsentiert. Die Mitgliederversammlung beschließt die Satzungsänderungen einstimmig.

TOP 12:  DGKJ-Mitgliederbefragung: Ergebnisse

Prof. Zepp präsentiert die Ergebnisse der Mitgliederumfrage der DGKJ, bei der sich 10 % der Mitglieder beteiligt haben. Die Teilnehmer sehen die „Erarbeitung der wissenschaftlichen Grundlagen für die bestmögliche kinderärztliche Versorgung der Bevölkerung“ als wichtigstes Ziel der Satzung. Die Mitglieder meinen, dass die DGKJ sich stärker als in der Vergangenheit in der „Interessenvertretung in der Politik“, der „Bearbeitung von Stellungnahmen und Leitlinien“, in der „Aus-, Weiter- und Fortbildung“ und der Öffentlichkeitsarbeit engagieren sollte.

Das Informationsangebot und der Austausch innerhalb der DGKJ werden als gut bewertet und zwar für die Bereiche „Gelbe Seiten“, Mitgliederversammlung, Homepage und Geschäftsstelle. 58 % der Teilnehmer unterstützen den Vorschlag, die Jahrestagung an drei bis vier festen Veranstaltungsorten stattfinden zu lassen.

Die Teilnehmer hatten bei der Umfrage auch die Möglichkeit, Antworten zum stärkeren Engagement der DGKJ frei zu formulieren. Die Antworten hier können wie folgt zusammengefasst werden. Gewünscht wird eine stärkere Vertretung der DGKJ in Politik und Öffentlichkeit, Stärkeres Engagement in der wissenschaftlichen Arbeit, Höherer Stellenwert für Aus-, Fort- und Weiterbildung, Intensivere Zusammenarbeit mit den nationalen und internationalen pädiatrischen Fachgesellschaften und Verbänden (Bündelung von Partikularinteressen), Stärkerer Einsatz für die Belange der Assistenzärzte.

[Die Teilnehmerstatistik wie die genaue Darstellung der Ergebnisse der Mitgliederbefragung wird im diesjährigen Oktober-Heft der Monatsschrift Kinderheilkunde und ebenso auf der Website publiziert.]

TOP 13: Wahl des Kongresspräsidenten 2013

Prof. Mayatepek aus Düsseldorf stellt sich zur Wahl für den Kongresspräsidenten 2013 und präsentiert kurz die Stadt Düsseldorf; der Kongress soll vom 12. bis 15.09.2013 im CongressCenter Düsseldorf stattfinden. Prof. Zepp erläutert, dass die AG Jahrestagung seine Bewerbung unterstützt. Die Mitgliederversammlung wählt einstimmig Prof. Mayatepek zum Präsidenten der DGKJ-Jahrestagung 2013.

TOP 14: Zukünftige Entwicklung der DGKJ-Jahrestagung

Prof. Zepp erläutert, dass große deutsche Städte als Veranstaltungsorte für die DGKJ-Jahrestagung häufig zu kostenintensiv sind oder, wie bei Düsseldorf, einen Vorlauf von mehr als 4 Jahren erfordern. Vor dem Hintergrund dieser Diskussion ist in den letzten Jahren wiederholt im Vorstand der DGKJ und auf den Mitgliederversammlungen der Vorschlag diskutiert worden, ähnlich wie bei anderen großen Medizingesellschaften (z.B. Innere Medizin oder Radiologie) für die Jahrestagung drei bis vier feste Standorte vorzusehen. Diese Position wurde in der Mitgliederbefragung ebenfalls mit 58% der antwortenden Mitglieder mehrheitlich unterstützt. Folgende Städte sind bislang in der Diskussion: Mannheim im Südwesten, Leipzig im Osten, Bremen im Norden, wobei hier auch Hamburg genannt wurde, und Nürnberg im Süden. Aus der Mitgliederversammlung erfolgt der Vorschlag, auch einen Ort mitten in Deutschland wie z.B. Köln vorzusehen. Prof. Brandis (Freiburg) äußert, dass die Festlegung auf einzelne Orte eine längst überfällige Entscheidung sei, dass die Jahrestagung in ihrer jetzigen Größe doch sehr große Flächen für die Industrieausstellung benötigt. Er verweist beispielhaft auf die Internisten, Neurologen und Chirurgen und plädiert für Hamburg statt Bremen und bemerkt, dass Nürnberg als Austragungsort sehr weitläufig war. Prof. Zepp formuliert den Antrag, für die Jahrestagung ab 2014 vier Veranstaltungsorte vorzusehen. Die Mitgliederversammlung stimmt dem mehrheitlich zu (52 Stimmen dafür, 18 Stimmen dagegen). Die möglichen Orte sollen zunächst in den Gremien (Vorstandssitzung, AG-Jahrestagung) weiter diskutiert und eine Entscheidung auf der nächstjährigen Mitgliederversammlung angestrebt werden.

Zusätzlich hat der Vorstand, so Prof. Zepp, dafür votiert, die Kongressorganisation für 3 Jahre auszuschreiben. Ziel ist hier, durch wiederholte Ausrichtung, bekannte Abläufe etc., Kosten zu sparen. Voraussetzung einer solchen Ausschreibung muss aber sein, dass der Kongressorganisator das finanzielle Risiko des Kongresses trägt. Die Mehrheit der Mitglieder stimmt auch diesem Vorschlag zu (keine Gegenstimmen, 2 Enthaltungen).

TOP 15: Organisationsstruktur des Vorstandes und der Geschäftsstelle der DGKJ

Ausgehend von der letztjährigen Diskussion um die Sinnhaftigkeit der Einführung eines hauptamtlichen DGKJ-Präsidenten erläutert Prof. Zepp, dass eine umfangreiche nationale und internationale Recherche zu dem Ergebnis geführt hat, dass wissenschaftliche Fachgesellschaften im Gegensatz zu berufsständischen Vereinigungen das Amt des Präsidenten nicht hauptamtlich besetzen. Hintergrund ist das Bestreben gerade bei Gesellschaften mit wissenschaftlichem Anspruch, durch den regelmäßigen Wechsel fortschrittsoffen zu bleiben und inhaltlich eine kontinuierliche Erneuerung sicherzustellen. Um eine starke fachliche Repräsentanz zu gewährleisten, haben eine Reihe von Gesellschaften allerdings hauptamtliche Geschäftsführer, Generalsekretäre oder Vorstands-Sprecher eingeführt. Die Mehrheit der Mitglieder (64 %) in der Mitgliederumfrage unterstützt eine Änderung in diesem Sinne. 68 % der Mitglieder wären bereit, dafür eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge bis zu 30 € jährlich hinzunehmen. Prof. Zepp bemerkt, dass die Sprecherfunktion initial u.U. auch in Teilzeit ausgeübt werden könnte, wobei er eine Residenz am Ort der Geschäftsstelle für unverzichtbar hält; die Mitgliederversammlung gibt dem Präsidenten den Auftrag, die Organisationsstruktur in Richtung der Einführung eines hauptamtlichen Sprechers vorzubereiten und in der nächsten Mitgliederversammlung ein Konzept vorzustellen.

TOP 16:  Aufgaben der DGKJ als wissenschaftlicher Fachgesellschaft in den gesundheitspolitischen Entscheidungsprozessen

Prof. Zepp erläutert, dass die Art und Weise, wie die DGKJ bzw. die Kinder- und Jugendmedizin sich nach außen darstellt, verbessert werden sollte. Als Beispiel nennt er die Diskussion zu Mindestmengen in der Neonatologie sowie die Kommentierung der Neuen Influenza. Jedes Statement, das eine Konvent-Gesellschaft oder auch ein individuelles Mitglied in die Öffentlichkeit bringt, kann aufgegriffen und ggf. auch fehlinterpretiert werden. Zweifelsohne geschehen derartige Darstellungen in der Regel immer aus einer wohlgemeinten Position, die fehlende Abstimmung innerhalb der Gesellschaft besonders zwischen den betroffenen Subdisziplinen führt jedoch sehr schnell zu einer öffentlich geführten Debatte, die die öffentliche Wahrnehmung und das Ansehen der Kinder- und Jugendmedizin schädigen kann. Prof. Zepp plädiert dafür, dass Diskussionen, die Behandlungskonzepte oder Strukturempfehlungen der Kinder- und Jugendmedizin betreffen, zunächst ausführlich innerhalb der Konventgesellschaften diskutiert und idealerweise zu einem Konsens geführt werden sollten. Gerade bei Vorschlägen, die die Struktur der Gesundheitsversorgungseinrichtungen berühren, sollte zudem geprüft werden, wie  und in welchem zeitlichen Ablauf eine Umsetzung möglich erscheint. Hierbei müssen neben medizinischen Aspekten auch Rahmenbedingungen wie die Sicherstellung einer flächendeckenden Versorgung oder gesundheitsökonomische Erkenntnisse berücksichtigt werden. Wenn erforderlich, soll auch eine Abstimmung mit dem Berufsverband, der VLKKD oder weiteren betroffenen Interessenvertretungen vorgenommen werden. In der heute stattgefundenen Sitzung des Konvents für fachliche Zusammenarbeit der DGKJ hat Prof. Zepp vorgeschlagen, einen Kodex zu entwickeln, in dem die Konventgesellschaften vereinbaren, gemeinsam und konstruktiv einen solchen Entscheidungsfindungsprozess zu unterstützen. Der Vorschlag wurde einstimmig von den Konventgesellschaften angenommen. Der Vorstand der DGKJ wird einen entsprechenden Entwurf vorbereiten und im Konvent zur Diskussion stellen. Dabei soll  am Anfang die fachliche Diskussion innerhalb der Konventgesellschaften stehen. Das aus dieser Diskussion konsentierte Konzept soll dann unter Moderation der DGKJ mit den übergeordneten Fachverbänden und Interessenvertretern abgestimmt und dann von der DGKJ oder, falls thematisch der DAKJ zugeordnet, von der DAKJ der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Oberstes Ziel ist es, die Repräsentanz der Kinder- und Jugendmedizin als kompetente und starke Einheit zu fördern.

Die Mitgliederversammlung unterstützt diesen Vorschlag. Geäußert wird allerdings auch die Sorge, dass universitäre Positionen häufig nicht die Situation der kleinen Kliniken berücksichtigen und hier zu Lasten der kleinen Kliniken erfolgen könnten, die aber wichtig sind für die Erhaltung der flächendeckenden Versorgung. Auch Prof. Pankau, der seitens der DGKJ im Vorfeld eine Positionierung der DGKJ zum Mindestmengenbeschluss in der Neonatologie erwartet hatte, unterstützt den Vorschlag, öffentliche Stellungnahme erst nach interner Diskussion innerhalb der pädiatrischen Verbände, vorzunehmen.

TOP 17:  Wahl von Ehrenmitgliedern und korrespondierenden Mitgliedern

Die Mitgliederversammlung wählt auf Vorschlag des Vorstandes Herrn Prof. Dr. med. Remo Largo zum Ehrenmitglied der DGKJ, der bei der Jahrestagung 2010 die Urkunde überreicht bekommt.

TOP 18:  Berichte der Kongresspräsidenten 2010 und 2011

Prof. Radke berichtet, dass die zwischenzeitlich aufgetretenen Probleme gelöst wurden und M:con nun für die Organisation der DGKJ-Jahrestagung 2010 engagiert wurde. Jedoch wird in Potsdam die räumliche Situation nicht ganz so komfortabel sein wie in Mannheim. Das wissenschaftliche Programm wird sich den Hauptthemen Ernährung, Probiotika und Biologics widmen. Das Orchester wird dort sein 50-jähriges Jubiläum begehen. Auf Beschluss des Vorstandes ist eine zentrale Gedenkveranstaltung für die kindlichen und jugendlichen Opfer der NS-„Euthanasie“ geplant, die begleitet wird von einer Ausstellung im Kongress und im städtischen Museum.

Prof. Otte berichtet von ersten Vorbereitungen für die DGKJ-Jahrestagung in Bielefeld, die für die Zeit 22.-25.09.2011 geplant ist. Der Kongress wird in der neuen Bielefelder Stadthalle stattfinden, einem modernen, von dem Hamburger Architektenbüro  Gerkan, Marg & Partner gebauten, multifunktionalen Kongresszentrum. Dieses verfügt über einen überdachten Zugang zum Mövenpick-Hotel, das direkt am Bahnhof liegt. Prof. Otte präsentiert die Locations für Konzert und den Festabend am Samstag.

TOP 19:  Bericht aus dem Konvent für fachliche Zusammenarbeit

PD Dr. Rodeck berichtet kurz zwei Punkte aus dem Konvent. Die DGKJ-Repetitorien sind regelmäßig ausgebucht; die Referenten, die aus den Reihen der Konventgesellschaften kommen, engagieren sich hier sehr und werden hier nur relativ schlecht vergütet, daher dankt Herr Rodeck diesen Referenten. Die Frage der Entwicklung der MWBO ist ein weiteres wichtiges Thema. Hier wurden die Konventgesellschaften schon angefragt zu ihren Weiterbildungskapazitäten. Es muss ein Mittelweg gefunden werden zwischen einer adäquaten Qualifikation und den strukturellen Rahmenbedingungen in den – meist – Hochschulen. Die DAKJ-Kommission Weiterbildungs- und Strukturfragen unter der Leitung von Prof. Hoyer widmet sich diesen Aufgaben, in der Herr Rodeck als Konvent-Sprecher aber vertreten ist.

TOP 20: Bericht aus dem Hochschullehrerkonvent

Entfällt.

TOP 21:  Berichte der DGKJ-Kommissionen

Entfällt. Prof. Zepp verweist hier auf die schriftlichen Berichte der Kommissionen, die in der Monatsschrift Kinderheilkunde 12/2009 veröffentlicht werden.

TOP 22: Verschiedenes

Prof. Krawinkel weist auf den Internationalen Kongress der International Pediatric Association in Johannesburg, Südafrika, der vom 04.-09.08.2010 stattfindet, hin.

 Abschließend dankt Prof. Zepp Herrn Prof. Böhles, der zum 01.01.2010 aus dem GF-Vorstand ausscheidet, für die Organisation der Jahrestagung in FFM/Mannheim, für die Entscheidung für den Rosengarten als Location und für 6 Jahre Arbeit im Vorstand der DGKJ. Die Mitglieder honorieren dies mit einem Applaus.

Prof. Zepp schließt die Mitgliederversammlung mit einem Dank an alle Teilnehmer.

Prof. Dr. F. Zepp                                                          
Prof. Dr. M. Weiß