Bericht des Generalsekretärs

- Fortsetzung -

Die Einführung eines kontinuierlichen Ansprechpartners für die politische Kommunikation hat sich bewährt, wurden doch die politischen Aktivitäten in den medizinischen Fragestellungen bislang nur in Ansätzen und meist nur sporadisch bei konkreten Anlässen der Gesundheitspolitik vertreten. Dabei war die oben genannte Festlegung auf bestimmte Themen wichtig, die Politikern, Ministerien und Vertretern anderer Verbände nahegebracht werden wollen. Häufig ist zunächst kein Bewusstsein und auch mangelnde Information darüber, was ein krankes Kind benötigt, welche speziellen Bedürfnisse zu beachten sind und wie die tatsächliche Versorgungssituation aussieht,  festzustellen.

Neben der geforderten inhaltlichen Präsenz ist der Organisations- und Zeitaufwand für diese Termine enorm. Fast durchweg führen wir solche Gespräche gemeinsam, z.B. zusammen mit Frau Olbrisch oder dem jeweiligen Präsidenten. Denkwürdige Treffen waren z.B. das Gespräch mit Herrn Minister Gröhe, der Parlamentarischen Staatssekretärin Frau Fischbach oder dem G-BA Vorsitzenden Herrn Hecken. Weiteres ist den Gelben Seiten der MoKi sowie den Berichten des Präsidenten zu entnehmen, die den Mitgliedern jährlich vorgelegt werden.

Besonders intensiv gestaltete sich in der letzten und jetzigen Legislaturperiode die Arbeit an Gesetzgebungsverfahren, aktuell

  • Präventionsgesetz
  • Versorgungstärkungsgesetz
  • Krankenhausstrukturgesetz
  • Pflegeberufsgesetz usw.

Dabei habe ich die DGKJ in Anhörungen im Bundestag, in Ausschüssen und vielen anderen Gremien vertreten (so zuletzt im November bei einer Anhörung der Kinderkommission des Deutschen Bundestags oder letzten Monat bei der Anhörung zur Reform der Pflegeausbildung). Hinzu kommt eine recht rege Vortragstätigkeit, vor Fachkreisen, aber auch vor allgemein gesundheitspolitisch ausgerichteten Plenen: Hier kann ich auf mittlerweile rund 80 Vorträge, u.a. zur Sozialen Prävention, zur Zukunft der Pädiatrie, zur Arbeit der DGKJ, zurückschauen.

Zu vielen anderen Verbänden – u.a. DAKJ, DGSPJ, BVKJ, VLKKD, DGKCH, Public Health-Verbänden, Frühen  Hilfen, BzgA, Schmerzgesellschaft, Ärztinnenbund, Deutsches Netzwerk Versorgungsforschung DNVF, AG Seltene Erkrankungen, G-BA, Patientenvertretungen und vielen weiteren - wurden tragfähige Kontakte weiterentwickelt oder aufgebaut.

Im neuen Jahr stehen für mich in enger Zusammenarbeit mit dem Präsidenten, Vorstand und Geschäftsstelle teils aktuelle, teils aber auch schon seit langem verfolgte Arbeitsschwerpunkte an, z.B.  

  • Zukunft von Kinderkliniken
  • politischer Arbeitskreis Arzneimittelsicherheit/Stiftungsprofessur
  • Stiftungsprofessur Seltene Erkrankungen
  • Antrag auf Förderung eines Modellprojekts zur Sozialen Prävention beim zuständigen Ministerium in NRW
  • Geburts- / Kinderkohorte in der Nationalen Kohorte/
  • Initiierung und Begleitung von Projekten für den Innovationsfonds
  • Krankenhausstrukturgesetz und weitere  Gesetzgebungsverfahren
  • Erhalt der Kinderkrankenpflege
  • Forschungsnetzwerk Kinder- und Jugendmedizin
  • Zusammenarbeit mit anderen Verbänden, den Ministerien und der Politik.

Wenn ich ein Zwischenfazit ziehe:

- Die Arbeit des Generalsekretärs ist eingebettet in die gut funktionierende Struktur der DGKJ. - Die Kommunikation zu Politik, Gremien, Verbänden und Patientenvertretungen konnte intensiviert werden, und ist weiter ausbaufähig. - Das Kinderbewusstsein in der Hauptstadt wurde weiter aktiviert. - Die Arbeit in Gesetzgebungsverfahren ist schwierig, zeigt aber Erfolge! - Der Nutzen für unsere Patienten und ihre Eltern ist belegbar - und damit ist das wichtigste Ziel der Tätigkeit erreicht.

Sehr gern würde ich auch in eine direktere Kommunikation mit den Mitgliedern unserer Fachgesellschaft kommen – wo wünschen Sie sich mehr Präsenz des Generalsekretärs, was sind Ihre Anmerkungen oder Ihre Kritik?

Ich freue mich auf Ihre konstruktiven Rückmeldungen und wünsche einen guten Start ins Neue Jahr!

Dr. Karl-Josef Eßer

generalsekretaer(at)dgkj.de