1. Welche Probleme sieht die Bundesregierung und welche Ziele sollen mit dem Gesetz verfolgt werden?

In Verlautbarungen des Bundesgesundheitsministers (www.bmg.bund.de/themen/pflege/pflegekraefte/faq-pflegeberufsgesetz.html) wird dazu folgendes ausgeführt:

„Die demografische Entwicklung prägt und verändert unsere Gesellschaft. Derzeit sind die Ausbildungen in der Kranken-, Kinderkranken-, und Altenpflege getrennt, weisen jedoch große Überschneidungen auf. Der Pflegebedarf und die Versorgungsstrukturen ändern sich beständig. Pflegekräfte müssen in Altenheimen zunehmend auch mehrfach und chronisch Kranke versorgen und brauchen Kenntnisse in der Versorgung Demenzkranker. Dies macht eine übergreifende pflegerische Qualifikation zur Pflege von Menschen aller Altersgruppen erforderlich.

Der Beruf „Pflege“ muss zukunftsfähig gemacht werden. Mit dem Pflegeberufsgesetz wird die langjährig vorbereitete Reform der Pflegeberufe umgesetzt: Die Qualität der Pflege wird gesteigert und die Attraktivität des Pflegeberufs erhöht. Dabei wird auch das Schulgeld abgeschafft, denn Schulgeld darf es in einem Mangelberuf nicht geben.“

Diese von der Bundesregierung lt. Gesetzesbegründung verfolgten Ziele sind sicherlich wichtig. Bezeichnend ist aber, dass nicht ein einziges in der Begründung geschildertes Problem und auch keines der Ziele auf die Kinderkrankenpflege zutrifft. Sie wird aber voll in die Reformbestrebungen einbezogen.

Da die geschilderten Probleme, Zielsetzungen und Lösungen des Entwurfs die Kinderkrankenpflege gar nicht betreffen, ist er für die Kinderkrankenpflege zwangsläufig vollkommen ungeeignet.

Ohne Not soll ein gut funktionierendes System abgeschafft werden, um Probleme an anderer Stelle zu lösen.

Die Probleme der Altenpflege und der Krankenpflege sind keine Probleme der Kinderkrankenpflege!

Bei Interesse an weiteren Ausführungen im Detail zu diesem Punkt, finden Sie diese hier: Link

 

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