12. Wenn die Kinderkrankenpflege so attraktiv ist, werden sich doch viele Pflegefachfrauen und –männer dafür entscheiden?

Bis dato bilden die Kinderkrankenpflegeschulen entsprechend dem Bedarf aus, nämlich des Ausbildungsträgers und evtl. umliegender Kinderabteilungen, die über keine eigene Schule verfügen und ggfls. der häuslichen Kinderkrankenpflege in der Region. Die Bedarfsplanung der späteren Arbeitgeber hat also eine wichtige Steuerungsfunktion. 

Diese wichtige Möglichkeit würde bei einer generalistischen Ausbildung wegfallen, da ja – zumindest zu Beginn der Ausbildung –gar nicht feststeht, wo die/der Pflegefachfrau/-mann zukünftig tätig sein will. Die Entscheidung für ein Arbeitsfeld soll ja nach den Vorstellungen des Bundes bis zum Schluss der Ausbildung eigentlich gar nicht erforderlich sein. 

Wenn nun Examinierte sich für ein Arbeitsfeld entscheiden, in dem es ein Überangebot gibt, kann dies zu enormen Enttäuschungen und Frustrationen führen, weil das gewünschte Berufsziel nicht verwirklicht werden kann. 

Umgekehrt werden Arbeitgeber in nicht so gefragten Arbeitsfeldern große Probleme bekommen, ausreichend Personal zu akquirieren. 

Diese Kehrseite der gewünschten Flexibilität sollte in ihren praktischen Auswirkungen nicht unterschätzt werden.

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