7. Warum ist eine spätere Spezialisierung denn überhaupt ein Problem?

Ausbildungszeiten müssen in einem angemessenen Verhältnis zur Gesamtverweildauer im Beruf stehen. Nach einschlägigen Veröffentlichungen zu diesem Thema (werden bei Bedarf gerne von GKinD zur Verfügung gestellt) beträgt die durchschnittliche Verweildauer von Pflegekräften im Beruf etwa 10 Jahre. 

Eine (generalistische) Ausbildungszeit von 3 Jahren mit anschließender Nachqualifizierung in der Kinderkrankenpflege von 1-2 Jahren und daran anschließender 2jähriger Fachweiterbildung (z.B. Kinderonkologie, päd. Intensivmedizin etc. aufgrund von G-BA-Qualitätssicherungsrichtlinien), mithin also 6-7 Jahre, stünde in keinem vernünftigen Verhältnis mehr zu diesen rd. 10 Jahren. 

Dass es in einigen Staaten anders gehandhabt wird, sollte von untergeordneter Bedeutung sein. Wir wissen von europäischen Nachbarn, die uns um die altersspezifischen Ausbildungen beneiden.  

Die Verlängerung der Ausbildung um 1 oder 2 Jahre für die Spezialisierung Kinderkrankenpflege, wie man es beispielsweise in Österreich oder der Schweiz sehen kann, ist nicht zielführend angesichts dieser durchschnittlichen Verweildauer im Pflegeberuf von rd. 10 Jahren.

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