Anregungen für ein Präventionsgesetz (4)

Präventionsansätze in lebensbezogenen Settings

Die Erziehung zu einer gesundheitsfördernden Lebensweise sollte Bestandteil der Rahmenpläne in Kindergärten/Kindertagesstätten (KiTas) und Schulen werden. Dies ist unbedingt notwendig, um gesundheitliche Prävention als gesamtgesellschaftliche Aufgabe mit Verantwortlichkeit auf vielen Ebenen (neben der Ärzteschaft Erzieher, Pädagogen, Therapeuten, Sozialarbeiter etc.) zu verankern, um Kinder und Jugendliche auf einen gesunden Lebensweg zu lenken.

In diesem Zusammenhang unterliegt das Essensangebot an Kindergärten und Schulen einer besonderen Sorgfalt und Verantwortung, im Hinblick auf die Zusammensetzung und Attraktivität des Essens. Die Caterer für Essensangebote an KiTas und Schulen sollten verpflichtet werden, die wissenschaftlich fundierten Qualitätsstandards für die KiTa- und Schulverpflegung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (entwickelt im Rahmen von INFORM) einzuhalten. Die Finanzierung des KiTa- und Schulessens sollte für alle Erziehungsberechtigten ohne größere Einschränkungen möglich sein; die politisch Verantwortlichen auf allen Ebenen sind aufgerufen, für einkommensschwache Eltern realisierbare Lösungen zu finden. Eine gesunde Entwicklung und eine kognitive Entfaltung vertragen sich nicht mit einem leeren Magen. In der KiTa-/Schul-Verpflegung liegt aber auch eine große Chance, Kindern die Freude an einem gesunden und schmackhaften Essen zu vermitteln, insbesondere denen, die es von zu Hause nicht gewohnt sind. – Wir erwarten selbstverständlich, dass Erzieher und Lehrer ihre Vorbildfunktion wahrnehmen und mitessen.

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