Schwerpunkt Pflegeausbildungsreform

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(Aktualisiert am 13. Oktober 2016) Auch nach der Sommerpause steht das Pflegeberufsgesetz ganz oben in der gesundheitspolitischen Diskussion. Wir von den kinder- und jugendmedizinischen Organisationen sind weiterhin im Austausch mit den zuständigen Ministerien und den Abgeordneten im Deutschen Bundestag. Weiterhin tragen wir unsere Vorschläge vor, wie die Anliegen der Kinderkrankenpflege konstruktiv in den bestehenden Gesetzentwurf eingearbeitet werden können - weil der Gesetzgeber in der Pflicht ist, auch in Zukunft für eine gute Kinderkrankenpflege zu sorgen.

Zum Hintergrund

Die Bundesregierung plant die drei Berufe Gesundheits- und Kinderkrankenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege sowie die Altenpflege in einer generalistischen Ausbildung zusammenzulegen. Die DGKJ setzt sich mit anderen pädiatrischen Verbänden und Eltern-Selbsthilfe-Organisationen für die Erhaltung der Kinderkrankenpflege als eigene Berufsbezeichnung ein. Wir brauchen weiterhin den Beruf der Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen und -Pfleger, weil

  • Kinder keine kleinen Erwachsenen sind und eine besondere Form von Pflege und Fürsorge benötigen
  • die Pflege von Kindern spezielles Fachwissen erfordert, das nicht am Rande der Ausbildung zur Krankenpflege zu erlernen ist
  • junge Menschen (meist Abiturientinnen und Abiturienten) sich dafür entscheiden, beruflich mit Kindern zu arbeiten (und nicht vorrangig Pflegende(r) zu sein).

Zahlen: In der Ausbildung für die Pflegeberufe geht es um rund 6.300 Kinderkrankenpflegerinnen und –pfleger und ca. 126.000 Auszubildende für die Kranken- und Altenpflege. Dabei waren 37.500 Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen/-pfleger 2014 in Krankenhäusern und 12.000 von ihnen in ambulanten Pflegediensten und stationären Pflegeeinrichtungen beschäftigt.

Hier finden Sie Informationen zur aktuellen Diskussion um die Reform der Pflegeberufe: