Jahresbericht 2016 der interdiziplinären AG Transition

Die AG Transition ist eine interdisziplinäre AG, die von Delegierten der DGKJ, der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin sowie der Deutschen Gesellschaft für Neurologie gebildet wird.

Weitere Organisationen wie die Deutsche Gesellschaft für Transitionsmedizin oder auch der Berufsverband für Kinder- und Jugendärzte werden regelmäßig zu den Sitzungen eingeladen.

Ein Ziel der Arbeit der AG ist ein ausgesprochen gesundheitspolitisches: Eine Implementierung der Transition im SGB V und damit die Möglichkeit einer Finanzierung. Dies war bisher nicht erfolgreich und wird in dieser Legislaturperiode nicht erreicht werden können. Bei den vielfältigen politischen Kontakten in Berlin wurde die Möglichkeit eines vom Innovationsfonds geförderten Transitionsprojektes empfohlen.

Das Berliner TransitionsProgramm (BTP) kann nicht als solches im Bereich Neue Versorgungsformen gefördert werden, da es keine neue Versorgungsform ist. Der zuständige Projektträger DLR empfahl einen Antrag im Bereich Versorgungsforschung (z. B. Evaluation des BTP).

Die Techniker Krankenkasse lehnte allerdings eine Beteiligung mit Hinweis auf ein verwandtes Projekt und die geringen Patientenzahlen des Berliner TransitionsProgramms ab. Die ursprüngliche Intention, das BTP in irgendeiner Form über den Innovationsfonds zu fördern, war daher nicht realisierbar. Die AG begleitete eine Umfrage der Technischen Krankenkasse „Transitionserfahrung bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Diabetes Typ 1“, da wir uns hier einen mehr wissenschaftlichen Ansatz des Projektes erhofft en.

Wir werden in den nächsten Monaten unseren Fokus auf die innerärztliche bzw. innerpädiatrische Kommunikation richten, um die Transitionsthematik zu adressieren: Es ist jetzt schon möglich, Patienten aus dem gesamten Bundesgebiet in das Berliner TransitionsProgramm (BTP) einschreiben zu lassen.

Dies ist noch viel zu wenig bekannt, und zwar sowohl in der Inneren Medizin als auch bei uns in der Pädiatrie. Außerdem sollte die Frage, welche Unterstützung viele Kinder- und Jugendärzte im Hinblick auf die Transition ihrer Patienten wünschen, durch Daten belegt werden.

PD Dr. Burkhard Rodeck,Osnabrück