Jahresbericht 2016 der Hochschulkommission

Das zentrale Thema, mit dem sich die Kommission im Berichtszeitpunkt beschäftigt hat, ist die Etablierung einer nationalen Forschungsinstitution für Kinder- und Jugendmedizin in Deutschland.

Ende 2015 wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung die Förderinitiative „Gesund ein Leben lang“ ausgeschrieben. Der Ausschreibungstext enthielt die Aussage, dass „aufbauend auf den Besonderheiten und Entwicklungen bei Kindern und Jugendlichen, im Alter, bei arbeitenden Menschen und bei Männern und Frauen neue und wirkungsvolle Konzepte zur Gesundheitsförderung, Prävention und Versorgung entwickelt werden sollen.“

Unter dieser Prämisse erfolgte in der Zeit vom 09.12.2015 – 10.03.2016 eine Ausschreibung für die Kinder- und Jugendgesundheit. Diese hatte Fragestellungen zu Krankheitsbereichen mit besonderer Relevanz im Kindes- und Jugendalter – Chronische Erkrankungen und psychische Störungen, Fragestellungen mit besonderer Bedeutung für die Gesundheitsförderung und Prävention bei Kindern und Jugendlichen aus Risikogruppen und Fragestellungen zu prägenden Einflüssen auf Gesundheit und Krankheit zum Inhalt. 72 Anträge aus Pädiatrie und Kinder- und Jugendpsychiatrie wurden insgesamt eingereicht, 1/3 der Antragsteller erhielt die Aufforderung zur Einreichung eines Vollantrags, über den bis zum Frühjahr 2017 entschieden werden soll.

Über diese Ausschreibung hinaus arbeitet die DGKJ nach wie vor an der Etablierung eines Forschungszentrums für Kindergesundheit und ist hierzu im intensiven Gespräch mit Abgeordneten, Ministerien und Institutionen. Um die Thematik der Öffentlichkeit anschaulicher präsentieren zu können, wird derzeit eine Zusammenfassung des Konzepts des Nationalen Zentrums für Kindergesundheit in Form eines Flyers aufbereitet.

Weiterhin befasste sich die Kommission im Berichtszeitraum mit der Frage, wie die wissenschaftlichen Leistungen im Bereich der Kinder- und Jugendmedizin in Deutschland auf der Website der DGKJ herausgestellt werden können. Zukünftig sollen kurze Zusammenfassungen von hochrangig veröffentlichten wissenschaftlichen Arbeiten an prominenter Stelle auf der Webseite dargestellt und damit die Leistung einem breiten Publikum zur Verfügung gestellt werden.

Ein wesentliches Thema für die zukünftige Kommissionsarbeit ist die Auseinandersetzung mit der Frage „Wie muss die universitäre Pädiatrie strukturiert sein, um Ärzte für die klinisch-wissenschaftliche Arbeit zu gewinnen und zu fördern?“.

Prof. Dr. Jutta Gärtner, Göttingen
Vorsitzende