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Die Zuckersteuer muss kommen, im Interesse der Kinder

02.10.2026

Die DGKJ appelliert an die Bundesregierung, an der Herstellerabgabe auf zuckerhaltige Getränke festzuhalten.

Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) setzt sich seit Jahren für Maßnahmen zur Reduktion des Zucker- und Fettkonsums ein, ausdrücklich auch für eine „Zuckersteuer“. Die medizinische Lage ist eindeutig: Die Weltgesundheitsorganisation zählt zuckergesüßte Getränke zu den wichtigsten Treibern von Adipositas, Typ-2-Diabetes und Karies. Das sind Erkrankungen, die junge Menschen oft bis ins Erwachsenenalter begleiten. Softdrinks gehören zu den Hauptquellen der Zuckeraufnahme bei Kindern und Jugendlichen. Nach Daten des RKI trinken Kinder zwischen 7 und 13 Jahren im Schnitt etwa einen Viertelliter täglich, männliche Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren sogar rund einen halben Liter.

Eine nach Zuckergehalt gestaffelte Herstellerabgabe ist eine wirksame Präventionsmaßnahme. Sie kann den Zuckerkonsum senken, Zuckerreduktion in den Rezepturen in der Lebensmittelindustrie anstoßen und langfristig ernährungsbedingte Erkrankungen verhindern. Freiwillige Maßnahmen allein haben das bislang nicht geleistet.

Die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen darf nicht an politischen Zögerlichkeiten scheitern. Die Herstellerabgabe ist ein wichtiger Hebel, um eine gesündere Auswahl im Markt zu verankern. Der Gesetzentwurf liegt vor. Jetzt muss die Umsetzung folgen.


Pressekontakt
Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ)
Dr. Sybille Lunau
Chausseestr. 128/129 | 10115 Berlin
Tel. +49 30 3087779-14
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