Diese neue S1-Leitlinie (AWMF Reg.-Nr. 048-018), die federführend von der DGPI koordiniert wurde, befasst sich mit der besonders vulnerablen Gruppe von Kindern und Jugendlichen mit schweren neurologischen Bedarfen. Hauptaugenmerk liegt hierbei auf der Therapie von unteren Atemwegsinfektionen, einem sehr häufigen Krankheitsbild dieser Kinder, die in Krankenhäusern, Langzeit-Pflegeeinrichtungen, Intensiv-Wohngruppen oder auch Kinder-Hospizen betreut werden. Häufig werden diese Patienten antibiotisch behandelt, oft zu breit und auch zu lang. Ein spezielles Augenmerk liegt daher auf der Propagierung einer rationalen, adäquaten und nicht zu breit aufgestellten antimikrobiellen Therapie. Aber auch die wichtigen Aspekte der Erregerdiagnostik finden Eingang und Erwähnung in dieser Leitlinie. Es wird auch das Thema einer Kolonisation mit multiresistenten Erregern oder auch mit Problemkeimen, wie z. B. Pseudomonas aeruginosa, adressiert. Es werden Empfehlungen formuliert, wie bei einem Nichtansprechen sinnvoll eskaliert werden kann. Auch präventive Maßnahmen sowie Krankenhaus- hygienische und Isolationsmaßnahmen sind Teil dieser Leitlinien- Empfehlungen. Insbesondere wird auch auf Impfungen, unter anderem gegen RSV, Influenza sowie COVID-19 eingegangen.
S1 Leitlinie: Empfehlungen zur Behandlung unterer Atemwegsinfektionen bei Kindern und Jugendlichen mit schweren neurologischen Beeinträchtigungen
08.05.2026
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