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Kongress für Kinder- und Jugendmedizin 2021: „Alles ist in Bewegung“

16.09.2021

Wenn am 7. Okt. 2021 der Kongress für Kinder- und Jugendmedizin in Berlin eröffnet wird, steht das Thema „Bewegung“ in seinen zahlreichen Facetten im Fokus.

Bild: Colourbox

Als größte Tagung der Kinder- und Jugendmedizin im deutschsprachigen Raum wird sich der Kongress nicht nur mit Sport im Kindesalter und einer Vielzahl von Erkrankungen im Kindesalter, die sich auf die muskuloskelettale Bewegung auswirken, befassen: Darüber hinaus werden auch somatische oder psychosoziale Themen unter dem Aspekt der Bewegung präsentiert.

„Bewegung ist auf diesem Kongress Programm!“, erläutert Prof. Dr. Hermann Girschick, wissenschaftlicher Leiter des Berliner Kongresses: „Was uns da ad hoc in den Sinn kommt, ist natürlich zunächst die enorme Bedeutung von Bewegung für die kindliche Entwicklung. Bewegung ist ja geradezu ein Gradmesser für die Entwicklungssprünge der ersten Lebensjahre: Greifen, Krabbeln, Laufen… Zudem wissen wir mittlerweile immer mehr über den Zusammenhang von Bewegtsein und körperlichem wie psychischem Wohlgefühl. Auf der anderen Seite äußern sich auch zahlreiche Erkrankungen oder gesundheitliche Problem im Kindesalter unmittelbar über Einschränkungen der Bewegung.“

Muskelschwächen, neurologische Erkrankungen, Rheuma, Skeletterkrankungen – sie können Kindern den Weg in ein auch körperlich aktives Leben verstellen. Hier wird der Kongress aktuelle Diagnostik und Therapieoptionen vorstellen.

Als augenfälligste Form der Bewegung denken sicher viele an Sport. Die Rolle des Sports für Kinder und Jugendliche mit chronischen Erkrankungen oder Behinderungen soll aus der Sicht verschiedener Fachdisziplinen genauso betrachtet werden wie der Leistungssport. Hermann Girschick hebt eine Sitzung hervor, die auf beide Aspekte eingehen wird: Petra Behle, Weltmeisterin und mehrfache Olympiasiegerin im Biathlon, schildert dort ihren Weg vom Leistungssport zum (sportbezogenen) Ehrenamt. Der Erziehungs- und Sozialwissenschaftler Prof. Dr. Rainer Schliermann, selbst Paralympics-Teilnehmer, wird über die psychologischen und pädagogischen Aspekte im Sport von Menschen mit Behinderungen sprechen.

Bewegungsförderung etwa durch Musik oder durch gezielte Therapienagebote stehen ebenso auf dem Programm wie Sportverletzungen oder Schmerztherapien, auffällige Schlafbewegungen oder das Restless Legs-Syndrom im Kindesalter. Bewegungsmangel wird mit Blick auf die Pandemie und deren Auswirkungen auf den Freiraum von Kindern ebenfalls thematisiert.  

Der Kongress ist interdisziplinär und interprofessionell – neben Kinder- und Jugendärzt/-innen, Medizinstudierenden und Kinderkrankenpflege sind in diesem Jahr auch die Sozialpädiatrie, die Pädiatrische Radiologie und die Kinderchirurgie eingebunden. Die gemeinsame Jahrestagung mit der Kinder- und Jugendrheumatologie ist im Zusammenhang mit Bewegungsstörungen von besonderer Bedeutung – hier werden die neuesten Entwicklungen im Bereich chronischer Gelenks- und Knochenentzündung vorgestellt.

Der Kongress findet in diesem Jahr in hybrider Form statt: An die 2.000 Gäste, Aussteller und Redner/-innen werden vor Ort im „HUB27“ präsent sein, hinzu kommen zahlreiche Teilnehmer/-innen, die sich online dazuschalten und somit virtuell an den großen Sessions teilnehmen können.


Hinweis an die Redaktionen:

Gern sind Sie uns auf dem Kongress willkommen.

Falls Sie bereits im Vorfeld Interviews und Hintergrundinfos zu unseren Schwerpunktthemen benötigen oder andere Fragen rund um die Kindergesundheit haben, sind wir Ihnen gern behilflich.

Bitte nutzen Sie die Akkreditierung für den Online-Zugang zum Kongress. Bei Interesse an einer Teilnahme an dem Präsenzprogramm in Berlin bitten wir um Ihre Anmeldung über presse(at)dgkj.de

 

Pressekontakt

Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ)
Dr. Sybille Lunau

Chausseestr. 128/129 | 10115 Berlin
Tel. +49 30 3087779-14
presse(at)dgkj.de

 

Weitere (Presse-)Informationen zum Kongress

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