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Mahnmal für Opfer von NS-Medizinverbrechen

19.04.2018

Vor zwei Jahren wurde die Gedenkausstellung der DGKJ in Erlangen gezeigt. Nun wurde den Kindern, die den NS-Medizinverbrechen zu Opfer fielen, dort ein Denkmal gesetzt.

Mahnmal für Opfer von NS-MedizinverbrechenBild: Uni-Klinikum Erlangen
Mahnmal von Peter Kuschel

Eine Gedenkstele vor dem Eingang zur Kinder- und Jugendklinik des Universitätsklinikums Erlangen erinnert nun für immer an 20 behinderte und kranke Kinder, die in den Jahren 1942 bis 1945 als Patienten der Erlanger Kinderklinik in der Kinderfachabteilung Ansbach verstarben und von denen elf Kinder sicher mit dem Medikament Phenobarbital (Luminal) getötet wurden.

"75 Jahre nach ihrer Ermordung gedenken wir Ursula Kurze und 19 anderen, namentlich bekannten Kindern, die vor der Aufnahme in die Kinderfachabteilung Ansbach in der Kinderklinik Erlangen behandelt wurden", sagte Prof. Dr. Dr. h. c. Wolfgang Rascher, Direktor der Klinik, in der Gedenkstunde. "Elf Kinder wurden sicher mit dem Medikament Phenobarbital getötet, bei sieben von ihnen trägt der damalige Direktor und damit auch die Klinik eindeutig die Verantwortung. Zum Gedenken an alle haben wir dieses Zeichen gesetzt. Denn: ,Denen will ich in meinem Hause und meinen Mauern ein Denkmal und einen Namen geben' (Jesaja 56,5)."

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