AG Personalbemessung



Verbändeübergreifende AG Personalbemessung

Jahresbericht 2025

Sprecher: PD Dr. Burkhard Rodeck (Osnabrück)

Kommissionsmitglieder: PD Dr. Andreas Artlich (VLKKD, Ravensburg), Prof. Dr. Jens Dingemann (DGKCH, Hannover), Dr. Sabine Drossard (DGKCH, Würzburg), Prof. Dr. Christoph Fusch (BVKJ, Nürnberg), Dr. Bernhard Hoch (GKinD, Neuenkirchen), Dr. Janna-Lina Kerth (AG Junge DGKJ, Düsseldorf), PD Dr. Barbara Ludwikowski (DGKCH, Hannover), Prof. Dr. Dominik Schneider (DGKJ-Konventsprecher, Dortmund), Prof. Dr. Andreas Trotter (VLKKD, Singen)

Sitzungen: Die verbändeübergreifende AG Personalbemessung traf sich im Berichtsjahr 2024/2025 weiterhin regelmäßig am ersten Freitag des Monats, um das Tool zur ärztlichen Personalbemessung der Bundesärztekammer (ÄPS-BÄK) für die stationäre Kinder- und Jugendmedizin zu diskutieren und zu verbessern. 

Anfang des Jahres gab es mehrere Treffen in unterschiedlichen Konstellationen mit Vertretern der BÄK, zusätzlich pflegte PD Dr. Rodeck den Austausch mit dem Generalsekretär der DG für Innere Medizin (DGIM), der auch an einer Sitzung der AG Personalbemessung teilnahm.
Bereits im Sommer/Frühherbst 2024 initiierte die AG einen Pretest in sechs ausgewählten Kliniken. Prof. Dr. Schneider wertete die Daten aus, die Ergebnisse wurden in der AG diskutiert. Insgesamt flossen in den sechs Kliniken Daten von 278 Fällen aus der Allgemeinen Pädiatrie ein. Es konnte eine hohe Heterogenität und Variabilität zwischen den Kliniken und den einzelnen Parametern festgestellt werden. Bei der Diskussion der Ergebnisse aus diesem Pretest wurde auch Prof. Dr. Hendrik Hermann von der BÄK beteiligt.
Im Januar wurde die Demo-Version der ÄPS-BÄK erstmalig von der BÄK vorgestellt. In der ÄPS-BÄK werden für die verschiedenen Fachgebiete ärztliche Leistungen aufgeführt mit einer Zeitangabe als Range für die einzelnen Tätigkeiten. In einem weiteren Treffen mit der BÄK stellte sich heraus, dass ÄPS-BÄK nicht nur stationäre, sondern auch ambulante Leistungen miterfassen soll. Zudem bat die BÄK um Zusendung von Daten aus den pädiatrischen Spezialgebieten. Daher fand Ende Januar ein Online-Austausch mit den Konventgesellschaften statt, in dem das Projekt und die Ergebnisse des Pretests vorgestellt sowie das weitere Vorgehen diskutiert wurden. Trotz der Kritik an ÄPS-BÄK und der Befürchtung, dass das Tool für die Pädiatrie nicht wirklich gut geeignet scheint, erfolgte die Einigung, die Matrix mit Werten aus den pädiatrischen Spezialgebieten zu ergänzen. Dieser konstruktive Weg wurde von allen als sinnvoller eingeschätzt als eine Nichtbeteiligung mit der Gefahr, dass die finale Lösung dann gänzlich unpassend sein könnte für die Kinder- und Jugendmedizin. Die von den Konventgesellschaften zur Verfügung gestellten Daten wurden der BÄK zur Verfügung gestellt, ebenso wie vorher bereits die Auswertung aus den sechs Pretest-Kliniken.

Die AG verwies in mehreren Schreiben an BÄK und BMG und bei jeglichen Treffen immer wieder auf die Kritikpunkte an ÄPS-BÄK. Im März stellte die BÄK eine weitestgehende finale Demoversion der ÄPS-BÄK mit dem inkludierten Input der Pädiatrie vor. Im Anschluss an dieses Treffen wurden die zugesandten Daten noch einmal bearbeitet und erneut der BÄK zur Verfügung gestellt.
Im Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG) vom November 2024 ist eine Evaluation von ÄPS-BÄK durch das BMG festgelegt, ebenso ein Zeitplan. Demnach sollte die BÄK ihre Fassung bis Ende März an das BMG schicken. Das BMG erteilte den Evaluationsauftrag an die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG.

Die AG wandte sich im Frühjahr/Sommer in mehreren Schreiben an das BMG, um an der Auswahl der Kliniken für die Evaluationsphase beteiligt zu werden. Auch KPMG wurde kontaktiert, ein erster Austausch fand während des Hauptstadtkongresses in Berlin im Juni statt. Das BMG lehnte eine Beteiligung der AG Personalbemessung bei der Evaluationsphase allerdings ab. KPMG wandte sich An- fang September an PD Dr. Rodeck und bat um Kommunikationsunterstützung im Hinblick auf die von ihr angeschriebenen Kliniken. Das BMG betonte in seiner Reaktion, dass die Evaluation des BÄK-Tools zur ärztlichen Personalbemessung zwar gesetzlich festgelegt wurde, dass der Gesetzgeber aber von einem Automatismus zur anschließenden Einführung dieses Tools absah. Dies lässt hoffen, dass eine ärztliche Personalbemessung im Krankenhaus nicht ganz so schnell eingeführt wird.

PD Dr. Burkhard Rodeck
 

Sprecher: PD Dr. Burkhard Rodeck (Osnabrück)

Kommissionsmitglieder: PD Dr. Andreas Artlich (VLKKD, Ravensburg), Prof. Dr. Jens Dingemann (DGKJCH, Hannover), Dr. Sabine Drossard (DGKJCH, Würzburg), Prof. Dr. Christoph Fusch (BVKJ, Nürnberg), Dr. Bernhard Hoch (GKinD, Neuenkirchen), Dr. Janna-Lina Kerth (AG Junge DGKJ, Düsseldorf), PD Dr. Barbara Ludwikowski (DGKJCH, Hannover), Prof. Dr. Dominik Schneider (DGKJ-Konventsprecher, Dortmund), Prof. Dr. Andreas Trotter (VLKKD, Singen)