Historische Kommission



Historische Kommission

Jahresbericht 2018

In die Historische Kommission wurden für den Zeitraum 2018–2020 berufen:
Prof. Dr. Thomas Beddies (Stellvertretender Vorsitzender; Berlin), Prof. Dr. Heiner Fangerau (Düsseldorf), Dr. Ernst Fukala (Halle), Dr. Thomas Lennert (Berlin), PD Dr. Georg Lilienthal (Hadamar), Prof. Dr. Philipp von der Osten (Hamburg), Prof. Dr. Lothar Pelz (Rostock), PD Dr. Maike Rotzoll (Heidelberg), Prof. Dr. Hans-Michael Straßburg (Würzburg), Prof. Dr. Kurt Ullrich (Vorsitzender; Hamburg), Dr. Hedwig Wegmann (Berlin).

Folgende Themen hat die Kommission im Berichtszeitraum bearbeitet:

Nach dem Expertengespräch am 20. Februar 2017 zum Thema „Arzneimittelstudien an Heimkindern“ im Medizinhistorischen Institut der Charité unter Teilnahme von Ethikern, Medizinhistorikern, Fachjournalisten und Mitgliedern des Deutschen Institutes für Heimerziehungsforschung konnte mit Hilfe Prof. Ullrichs ein Forschungsprojekt zur „Einführung der Polio-Schluckimpfung in West-Berlin um 1960“ initiiert werden.

Mit Unterstützung des Karger Verlags (Freiburg) und des Instituts für Geschichte der Medizin und Ethik der Medizin der Charité – Universitätsmedizin Berlin konnte Eduard Seidlers Buch „Jüdische Kinderärzte 1939–1945. Entrechtet/Geflohen/Ermordet“ auf der DGKJ-Website online gestellt werden.

Die Ausstellung „Im Gedenken der Kinder“ wurde in Freiburg und Bamberg präsentiert; im November 2018 gastiert sie in Lüdenscheid. Das Historische Symposium auf der DGKJ-Jahrestagung 2018 in Leipzig fand unter dem Vorsitz von Profs. Ullrich und Osten mit folgenden Vorträgen statt:

  • Lilienthal (Korbach): Die Bekämpfung der Säuglingssterblichkeit als Dienst an der Nation. Zur Etablierung des medizinischen Spezialfaches Kinderheilkunde im Wilhelminischen Kaiserreich
  • Fukala (Halle/S.): Historische Spuren der Sozialpädiatrie in Mitteldeutschland
  • Straßburg (Gerbrunn): Der medizinische Umgang mit neurologisch kranken und behinderten Kindern in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Anlässlich des 100. Todestages Abraham Jacobis (1830–1919) soll im Historischen Symposium 2019 das Thema der Etablierung der Kinderheilkunde als medizinische Spezialdisziplin aufgegriffen werden. Jacobi hatte in Deutschland studiert und war aus politischen Gründen in die USA emigriert. 1860 erhielt er den ersten amerikanischen Lehrstuhl für Kinderkrankheiten am New York Medical College.

Die Österreichische Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde (ÖGKJ) hat 2018 ein Historisches Referat eingerichtet. Dem Referat gehört auch Prof. Beddies für die DGKJ an.

Im Archiv für Kinder- und Jugendmedizin werden alle Bestände digitalisiert.

Prof. Beddies hat für die DGKJ an dem Workshop „Geschichtsbewusstsein und Erinnerungskultur in medizinischen Fachgesellschaften – Eine Bestandsaufnahme zu Organisationsformen und Akteuren“ teilgenommen.

Es kann festgestellt werden, dass die DGKJ in den vergangen Jahren im Hinblick auf Geschichtsbewusstsein und Erinnerungskultur mit ihren Forschungsprojekten und Gedenkveranstaltungen zu den verfolgten Kinderärzten im Nationalsozialismus und Kindern als Opfern der NS-Medizin eine weithin positiv wahrgenommene und erfolgreiche Arbeit geleistet hat.

Prof. Dr. K. Ullrich, Vorsitzender

Prof. Dr. T. Beddies, Stv. Vorsitzender

Historische Kommission

Vorsitzender:
Prof. Dr. Kurt Ullrich (Hamburg)

Stellvertreter:
Prof. Dr. phil. Thomas Beddies (Berlin)

Mitglieder:
Dr. Ernst Fukala (Halle)
Dr. Thomas Lennert (Berlin)
Prof. Dr. Philipp von der Osten (Hamburg)
PD Dr. Maike Rotzoll (Heidelberg)
Prof. Dr. Hans-Michael Straßburg (Würzburg)

Sachverständige:
Prof. Dr. phil. Thomas Beddies (Berlin)
Prof. Dr. Heiner Fangerau (Düsseldorf)
PD Dr. Georg Lilienthal (Hadamar)

Archiv:
Dr. Hedwig Wegmann (Berlin)