Jahresbericht 2025



Jahresbericht 2025

Konventsprecherteam: Prof. Dr. Dominik Schneider (Konventsprecher), Prof. Dr. Florian Heinen, Prof. Dr. Lutz Weber

Im Konvent für fachliche Zusammenarbeit sind derzeit 39 Fachgesellschaften und AGs vertreten. Dies sind zumeist pädiatrische Spezialitäten/Subspezialitäten, aber auch AGs anderer Fachrichtungen, die die medizinische Versorgung von Kindern im Blick haben, oder auch andere kindbezogene medizinische Fachrichtungen.

Sitzungen: Der Konvent tagte 2025 zweimal in Präsenz, am 19.03.2025 in Hannover sowie während des Kongresses für Kinder- und Jugendmedizin am 25.09.2025 in Leipzig.

Einige wichtige Themen wurden in beiden Sitzungen breit diskutiert, wie z. B. die Krankenhausreform. In der Märzsitzung war ein großer Teil der Diskussion vor allem der personellen Ausgestaltung der Leistungsgruppe 47 „Spezielle Kinder- und Jugendmedizin“ gewidmet. Bekanntlich wurde diese Leistungsgruppe im Entwurf für das Krankenhausreformanpassungsgesetz (KHAG) gestrichen, so dass die Diskussion im September darum kreiste, wie man die Streichung noch verhindern könne. 

Ein weiteres Thema in beiden Sitzungen betraf die Weiterentwicklung der Musterweiterbildungsordnung (MWBO); der Konventsprecher ist in der Bündnis-Kommission für Weiterbildungs- und Strukturfragen vertreten und berichtete neben Prof. Dr. Peter Hoyer von den neuesten Entwicklungen.

In der Märzsitzung stellte darüber hinaus Prof. Dr. Florian Hoffmann die Pläne für eine Zusatzweiterbildung (ZWB) „Klinische Akut- und Notfallmedizin“ vor – dies ist wichtig, da es Bestrebungen für einen eigenständigen Facharzt Notfallmedizin gibt mit antizipiert negativen Folgen für die Notfallversorgung bei Kindern. In einer ZWB könnten pädiatrische Inhalte in einem eigenständigen Modul umgesetzt werden. Der Facharzt würde die Notfallmedizin bei Kindern bestenfalls nur oberflächlich streifen.

Auch die Thematik zur Ärztlichen Personalbemessung wurde in beiden Sitzungen vorgestellt, vor allem da die pädiatrischen Spezialgesellschaften des Konvents sich Anfang des Jahres am Aufruf der Bundesärztekammer, die Matrix zu füllen, aktiv beteiligten. Siehe hierzu den Bericht der AG Personalbemessung.

In der Märzsitzung wurde die Arbeit der European Academy of Pediatrics durch deren Präsidenten, Prof. Dr. Berthold Koletzko, vorgestellt. Es besteht die Möglichkeit, sich in anderen Advisory Groups mit Expertise aus Deutschland zu beteiligen.

Regelmäßig wird im Konvent die Entwicklung der zahlreichen Leitlinien in der Kinder- und Jugendmedizin dargestellt. Die Problematik zu den Engpässen bei Medizinprodukten wie auch aktuelle Entwicklungen aus der OPS und ICD-Entwicklung (durch Dr. Nicola Lutterbüse) wurden aufgegriffen. Auch politische und berufspolitische Stellungnahmen mit Beteiligung des Konvents wurden thematisiert.

Der Konvent stellt ein wichtiges Gremium aller Ärztinnen/Ärzte dar, die Kinder in den unterschiedlichen pädiatrischen Spezialitäten/Fachrichtungen behandeln. Eines der wichtigsten Ziele ist der konstruktive Austausch, damit das Auftreten nach außen geeint erfolgt. Die DGKJ-Spitze räumt diesem Austausch im Konvent einen hohen Wert bei und war jeweils in Person der Präsidentin, Prof. Dr. Ursula Felderhoff-Müser, bei beiden Sitzungen vertreten. Auch Herr PD Dr. Burkhard Rodeck als Generalsekretär war dabei.