Mitgliederversammlung 2019



Mitgliederversammlung 2019

Entwurf für das Protokoll der Mitgliederversammlung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin am 13.09.2019 anlässlich der 115. Jahrestagung in München

Anwesende: Siehe Teilnehmerliste (hinterlegt in der Geschäftsstelle) Beginn: 17.10 Uhr Ende: 18.40 Uhr

TOP 1: Festsetzung der Tagesordnung

Prof. Dr. Krägeloh-Mann begrüßt als DGKJ-Präsidentin die Mitglieder und stellt fest, dass die Einladung mit der Tagesordnung form- und fristgerecht in der Monatsschrift Kinderheilkunde 2019, 165, S. 654 erfolgt ist. Es sind keine Änderungswünsche eingegangen. Die Tagesordnung wird beschlossen. Nach § 12, Abs. 4 der Satzung ist die Mitgliederversammlung beschlussfähig.

TOP 2: Genehmigung des Protokolls der MV der 114. JT 9/2018

Der Entwurf für das Protokoll der letztjährigen Mitgliederversammlung vom 14.09.2018 in Leipzig wurde in der Monatsschrift Kinderheilkunde 2018, 164, S. 1021 f. veröffentlicht. Hierzu erfolgen keine Einsprüche oder Ergänzungen, es wird einstimmig angenommen.

- Ehrungen

Zur Einstimmung auf die feierlichen Ehrungen erfolgt eine musikalische Darbietung der „Jugend musiziert“ Preisträgerin Carla Usberti mit ihrer Viola und dem Prélude aus der 3. Suite von Johann Sebastian Bach. 

- Verleihung des Selma-Meyer-Dissertationspreises 2019

Preisträger des diesjährigen Selma-Meyer-Dissertationspreises ist Dr. Jawed Nawabi, Berlin. Prof. Krägeloh-Mann erläutert die Begründung der Jury und übergibt unter Beifall der Mitglieder die Preisurkunde.

- Verleihung des Adalbert-Czerny-Preises 2019

Die Präsidentin erläutert die Zusammensetzung der Jury und würdigt die herausragende Forschungsleistung von Herrn Dr. Ferdinand Knieling, dem Preisträger des Adalbert-Czerny-Preises 2019. Zuletzt überreicht sie die Adalbert-Czerny-Medaille sowie die Preisurkunde.

TOP 3: Bericht der Präsidentin

Zunächst verweist die Präsidentin auf ihren ausführlichen Jahresbericht, der allen Mitgliedern im Vorfeld dieser Versammlung per Mail zuging. Anschließend geht sie aufgrund der Kürze der Zeit nur auf folgende Themen ein: das Forschungszentrum für Kinder- und Jugendgesundheit, die ökonomische Situation der Kinderkliniken (mit Gespräch bei Bundesminister Spahn, Lösungsvorschlägen der Selbstverwaltung sowie zuletzt der „Stern“-Aktion „Rettet die Medizin“), den vom BMFSFJ initiierten Prozess „Mitreden/Mitgestalten“, die Aktivitäten der DGKJ für die Förderung einer gesunden Ernährung und Prävention von Adipositas bei Kinder und Jugendlichen, die Weiterentwicklung des Gegenstandskatalogs bzw. des Nationalen Kompetenzbasierten Lernzielkatalogs Medizin durch die AG Lehre der DGKJ, die Aktivitäten der „Jungen DGKJ“ (mit Erläuterung der Weiterbildungsumfrage) und hier v. a. das Engagement von Dr. Gaiser. Zuletzt erläutert Prof. Krägeloh-Mann die Projekte der DGKJ: das durch das NRW-Gesundheitsministerium finanzierte Modellprojekt „Soziale Prävention in der Kinder- und Jugendarztpraxis“ mit der Abschlussveranstaltung am 20.11.2019 in Düsseldorf sowie das gerade durch das Bundesministerium für Gesundheit bewilligte Projekt zur „Unterstützung der Kindergesundheit in Georgien: Aus- und Weiterbildung in der Kinder- und Jugendmedizin durch deutsche Hochschullehrer in Tiflis, Georgien“. Am Ende ihres Berichtes dankt die Präsidentin den vielen DGKJ-Ehrenamtlichen an den verschiedensten Stellen, ohne die die zahlreichen Aktivitäten der DGKJ nicht denkbar wären, sowie dem Team der Geschäftsstelle in Berlin. In der Diskussion zum Bericht der Präsidentin lädt Dr. Ewald die DGKJ-Mitglieder zur 2. Bundeskonferenz des BVKJ und der DGAAP zur Ausbildung in der Ambulanten Allgemeinen Pädiatrie im April 2020 nach Frankfurt ein. Er betont dabei, dass eine enge Zusammenarbeit der pädiatrischen Lehrstühle mit den niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen notwendig ist und hierfür Musterempfehlungen zu erarbeiten sind. Die AG Lehre der DGKJ ist mit diesem Thema befasst und wird hier aktiv niedergelassene Kolleginnen und Kollegen einbeziehen. Dr. Schmitz dankt Prof. Krägeloh-Mann herzlich für ihre ausgezeichnete Arbeit als DGKJ-Präsidentin und Kongresspräsidentin 2019. Weiterhin spricht er sich für eine strukturierte Zusammenarbeit zwischen ambulanter und stationärer Pädiatrie in der Weiterbildung aus. Ebenso weist er auf das Urteil des Bundessozialgerichts (BSG) zur Abrechnung von Beatmungsleistungen bei Frühgeborenen hin und empfiehlt vor diesem Hintergrund den Wortlaut der entsprechenden Codierrichtlinie zu überprüfen.

TOP 4: Bericht des Schatzmeisters

Prof. von Schnakenburg erläutert zunächst die Mitgliederstatistik. Mit Stand zum 01.09.2019 hat die DGKJ 17.397 Mitglieder, bei 815 neuen Mitgliedern und 304 Abgängen seit dem 01.09.2018. Anschließend präsentiert der Schatzmeister den Kassenbericht, erläutert den Kassenstand zum 01.01. und 31.12.2018 und geht auf einzelne Einnahmen- und Ausgabenposten ein, und vergleicht hier die Positionen von 2018 und 2017. Insgesamt kann sich die DGKJ an einer stabilen Kassenlage erfreuen. Anschließend erläutert Prof. von Schnakenburg, dass die DGKJ aufgrund der geringen Akzeptanz das Online-Angebot des Elsevierverlages zu den Leitlinien der Kinder- und Jugendmedizin zum 01.07.2019 gekündigt habe. Zuletzt geht er auf die Renovierung der Geschäftsstelle ein, die nun zügig in Angriff genommen werden soll.

TOP 5: Bericht der Kassenprüfer

Prof. Dr. Wolfgang Kölfen berichtet von der am 21.05.2019 in den Räumen der Steuerberatungsgesellschaft Wilms und Partner, Düsseldorf, stattgefundenen Kassenprüfung: Dabei lagen sämtliche Buchungsbelege vor. Die Kassenprüfer konnten sich durch Stichproben von der ordnungsgemäßen Führung der Unterlagen überzeugen. Daher empfehlen die Kassenprüfer den Mitgliedern die Entlastung des Vorstandes.

TOP 6: Entlastung des Vorstandes

Prof. Kölfen beantragt die Entlastung des Vorstandes, dem die Mitglieder mit großer Mehrheit bei vier Enthaltungen und ohne Gegenstimmen zustimmen.

TOP 7: Festsetzung der Jahresbeiträge

2020 Prof. von Schnakenburg als Schatzmeister empfiehlt die Mitgliedsbeiträge unverändert zu belassen: 170 € für Chef-, Oberärzte, Selbstständige/Niedergelassene, 125 € für Angestellte und Beamte in nicht leitender Funktion sowie Pensionäre mit Bezug der Monatsschrift Kinderheilkunde, 80 € für Ärzte in Weiterbildung im 1. Kalenderjahr der Mitgliedschaft, Eltern in Elternzeit mit Bezug der Monatsschrift Kinderheilkunde sowie arbeitssuchende Mitglieder mit Bezug der Monatsschrift Kinderheilkunde, 30 € für Pensionäre sowie Elternzeit-Mitglieder etc. ohne Monatsschrift Kinderheilkunde, 200 € für Konventgesellschaften. Ehrenmitglieder und korrespondierende Mitglieder sind vom Beitrag befreit. Die Mitglieder stimmen dem ohne Enthaltungen und Gegenstimmen zu.

TOP 8: Wahl von 2 Kassenprüfern* für 2020

Dr. Peter Seiffert wurde bereits 2018 zum Kassenprüfer für 2020 gewählt. Zusätzlich wählen die Mitglieder Prof. Dr. Guido Engelmann zum Kassenprüfer für 2020 sowie Prof. Dr. Rainer Ganschow als stellvertretenden Kassenprüfer für 2020 und Kassenprüfer für 2021. Die Wahl erfolgt ohne Gegenstimmen bei einer Enthaltung.

TOP 9: Vorstandswahl

9.1.: Wahl der Vertretung für die Assistenz- und Oberärzte* 2020–2022

Dr. Iris Eckhardt, Nürnberg, stellte sich als Kandidatin für die Vertretung der Assistenz- und Oberärzte im Vorstand im August-Heft der Monatsschrift Kinderheilkunde vor; weitere Kandidatenmeldungen erfolgen nicht. Die Mitglieder wählen Dr. Eckhardt als Vertreterin für die Assistenz- und Oberärzte im Vorstand der DGKJ, bei einer Enthaltung und ohne Gegenstimmen. Sie nimmt die Wahl dankend an. Die Präsidentin dankt Dr. Gaiser als Vertreterin der Jungen Ärzte im Vorstand der DGKJ für ihr jahrelanges außergewöhnliches Engagement: Eine der Früchte dieses jahrelangen Engagements ist die „Junge DGKJ“.

9.2.: Nachwahl für die Vertretung der Subspezialitäten 2020

Diese Nachwahl für ein Jahr ist notwendig, da Prof. Dötsch als Vertreter der Subspezialitäten 2018 zum Vizepräsidenten gewählt wurde. Hierfür kandidiert Prof. Dr. Felderhoff-Müser, Essen (derzeit Präsidentin der GNPI), weitere Kandidaturen werden nicht gemeldet. Prof. Dr. Felderhoff-Müser wird als Vertreterin der Subspezialitäten für das Jahr 2020 mit großer Mehrheit gewählt (keine Gegenstimmen/eine Enthaltung). Sie kann nicht vor Ort dabei sein, erklärte aber im Vorfeld, dass sie eine mögliche Wahl annehmen würde.

Der Vorstand setzt sich somit ab 01.01.2020 wie folgt zusammen:

Geschäftsführender Vorstand Präsidentin: Prof. Dr. Ingeborg Krägeloh-Mann, Kinder- und Jugendärztin, Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Abt. Neuropädiatrie, Entwicklungsneurologie, Sozialpädiatrie, Hoppe-Seyler-Str. 1, 72076 Tübingen.

Vizepräsident: Prof. Dr. Jörg Dötsch, Kinder- und Jugendarzt, Universitätsklinikum Köln, Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Kerpener Str. 62, 50937 Köln.

Schatzmeister: Prof. Dr. Christian von Schnakenburg, Kinder- und Jugendarzt, Klinikum Esslingen, Klinik für Kinder und Jugendliche, Hirschlandstr. 97, 73730 Esslingen.

Ein Vertreter der pädiatrischen Spezialitäten: Prof. Dr. Dominik Schneider, Kinder- und Jugendarzt, Westfälisches Kinderzentrum Dortmund, Beurhausstr. 40, 44137 Dortmund.

Weitere gewählte Vorstandsmitglieder

Vorsitzender der Jahrestagung 2020: Prof. Dr. Hermann Girschick, Kinder- und Jugendarzt, Vivantes Klinikum im Friedrichshain, Klinik für Kinder und Jugendmedizin, Landsberger Allee 49, 10249 Berlin.

Vorsitzende der Jahrestagung 2021: Prof. Dr. Gesine Hansen, Kinder- und Jugendärztin, Medizinische Hochschule Hannover, Carl-Neuberg-Str. 1, 30625 Hannover.

Drei Vertreter unterschiedlicher pädiatrischer Spezialitäten:

Prof. Dr. Reinhard Berner, Kinder- und Jugendarzt, Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Dresden, Fetscherstr. 74, 01307 Dresden.

Prof. Dr. Ursula Felderhoff-Müser, Kinder- und Jugendärztin, Universitätsklinikum Essen, Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, Hufelandstr. 55, 45122 Essen.

Prof. Dr. Tim Niehues, Kinder- und Jugendarzt, Helios Klinikum Krefeld, Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, Lutherplatz 40, 47805 Krefeld.

Kinder- und Jugendarzt in freier Praxis: Dr. Klaus Rodens, Kinder- und Jugendarzt, Angertorstr. 6, 89129 Langenau.

Vertreterin der Assistenz- und Oberärzte: Dr. Iris Eckhardt, Praxis T. Ebert, Fürther Str. 26, 90587 Veitsbronn.

Die Funktionen der kooptierten Mitglieder nach § 9, Abs. 2 werden wie folgt wahrgenommen:

Vertreter des Konventes der leitenden Hochschullehrer: Prof. Dr. Klaus-Michael Debatin, Kinder- und Jugendarzt, Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Eythstr. 24, 89075 Ulm.

Generalsekretär der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ): N. N. (Die Wahl erfolgt bei der Mitgliederversammlung im November 2019).

Ein Vertreter der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH): Prof. Dr. Lucas Wessel, Kinderchirurg, Universitätsklinikum Mannheim gGmbH, Kinderchirurgische Abt., Theodor-Kutzer-Ufer 1–3, 68167 Mannheim.

Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin (DGSPJ): Prof. Dr. Ute Thyen, Kinder- und Jugendärztin, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Ratzeburger Allee 160, 23538 Lübeck.

Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ): Dr. Thomas Fischbach, Kinder- und Jugendarzt, BVKJ, Mielenforster Str. 2, 51096 Köln.

Präsident des Verbandes Leitender Kinder- und Jugendärzte und Kinderchirurgen Deutschlands (VLKKD): Prof. Dr. Andreas Trotter, Kinder- und Jugendarzt, Hegau-Bodensee Klinikum Singen, Zentrum für Kinder- und Jugendgesundheit, Virchowstr. 10, 78224 Singen.

TOP 10: Wahl von Ehrenmitgliedern* und korrespondierenden Mitgliedern*

Der Vorstand der DGKJ empfiehlt der Mitgliederversammlung Prof. Dr. Martin Burdelski zum Ehrenmitglied der DGKJ zu ernennen. PD Dr. Rodeck erläutert wichtige Stationen des Wirkens von Prof. Burdelski. Anschließend wählen ihn die DGKJ-Mitglieder ohne Gegenstimmen zum Ehrenmitglied der DGKJ; die Ehrung erfolgt bei der nächstjährigen Mitgliederversammlung in Berlin.

TOP 11: Berichte der Kongresspräsidenten* 2020 und 2021

Prof. Girschick und PD Dr. Kallinich berichten als Kongresspräsidenten der DGKJ und der GKJR aus den Vorbereitungen für den Berliner Kongress für Kinder- und Jugendmedizin, der vom 16.–19.09.2020 stattfindet. Neben den bewährten Partnern DGSPJ, DGKCH und BeKD werden die Gesellschaft für Kinder- und Jugendrheumatologie sowie die Gesellschaft für Pädiatrische Radiologie teilnehmen. Da Prof. Hansen aufgrund einer akuten Erkrankung nicht an der Mitgliederversammlung teilnehmen kann, erläutert Dr. Noleppa die Planungen für den Kongress für Kinder- und Jugendmedizin im CongressCenter Hamburg, der von 15.–18.09.2021 in Hamburg stattfindet. Als Schwerpunktthemen sind Immunologische Erkrankungen, Notfalldiagnostik sowie Innovationen in Diagnostik und Therapie sowie Digitalisierung in der Pädiatrie vorgesehen.

TOP 12: Verschiedenes

Dr. Stier lobt die Interdisziplinarität des Kongresses. Kritisch merkt er jedoch die Abrechnung der Reisekosten und die geringe Zahlung für Honorare an Nichtmediziner und Kursleiter an. Dieses Punkt wird aufgenommen und in den entsprechenden DGKJ-Gremien weiter diskutiert.

Frau Baumgart verweist auf die aktuelle Ausgabe der Monatsschrift Kinderheilkunde, hier speziell auf die Beiträge zur Komplementärmedizin (Band 167, Heft 9, September 2019). Sie sieht diese Beiträge kritisch und fragt nach der Haltung der DGKJ hierzu. Prof. Krägeloh-Mann führt aus, dass für das September-Heft die österreichische Schriftleitung veröffentlicht zeichnet. Sie ermutigt zu Leserbriefen an die Redaktion. Prof. Zepp hatte als Schriftleiter in der Vorstandssitzung zu Leserbriefen und einer Diskussion aufgerufen, weil nicht alle in dem Heft publizierten Positionen mit der wissenschaftlichen Ausrichtung der DGKJ kompatibel seien. Prof. Dötsch dankt Prof. Krägeloh-Mann, die 2019 gleichzeitig als Tagungspräsidentin fungierte, für die Ausrichtung dieses wunderbaren Kongresses in München. Zuletzt dankt Prof. Krägeloh-Mann allen Mitgliedern für die Teilnahme an der Mitgliederversammlung und schließt die Sitzung.

Prof. Dr. I. Krägeloh-Mann, Präsidentin

Prof. Dr. C. von Schnakenburg, Schatzmeister

*Die gewählte männliche Form gilt als geschlechtsneutral.